Lese-Tipp: Mathias Döpfner besucht in Ostpolen Vernichtungslager der Nazis.

Lese-Tipp: Mathias Döpfner reist für die "Welt am Sonntag" an den "Tiefpunkt menschlicher Zivilisation", die Nazi-Vernichtungslager von Sobibor, Belzec und Majdanek. Der Springer-Chef setzt mit seiner Reportage ein starkes Zeichen gegen das Vergessen der Nazi-Gräuel und Alltags-Antisemitismus. Den findet er heute etwa in "Hass-Kommentarspalten" auf Facebook und in "israelfeindlichen Kommentaren mancher Medien".

Döpfner beschreibt mit beklemmender Härte die Orte, an denen Millionen Juden noch bis kurz vor Ende des Krieges systematisch vergast oder erschossen wurden. Beim Blick in die Gastkammer von Majdanek überkommt ihn Übelkeit. Sein Foto des schuhkartonartigen Raumes, in dem Hunderttausende starben, füllt ein gutes Drittel der Doppelseite in der Zeitung. Döpfner schließt bitter: Viele der Mörder und ihre Helfer kamen wenig oder ungestraft davon. Einige starben in der Bundesrepublik als hochgeachtete Bürger.
"Welt am Sonntag", S. 8-9, blendle.com (Paid)Kommentieren ...

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