Meinung: "Financial Times" und Nikkei passen zusammen.

nikkei150Financial Times kommt in gute Hände, analysieren weitgehend übereinstimmend Felix Salmon in der "New York Times" und das Editorial des "Guardian". Der hochprofitable japanische Zeitungsmarkt verleiht Nikkei Inc. finanzielle Stabilität. Die Firma gehört darüber hinaus den Mitarbeitern, muss also keine Strategiewechsel eines Eigentümers fürchten. Die Philosophie der namensgebenden Wirtschaftszeitung ähnelt der bei der "FT" trotz kultureller Barrieren stark. Zudem sind beide Häuser vom Werbemarkt vergleichsweise unabhängig.

Die gut entwickelte Digitalstrategie der "Financial Times" stärkt den neuen Eigentümer im digitalen Wandel, der auch in Japan mit seinem für Papierzeitungen erfreulich hohen Durchschnittsalter absehbar zum Medienbruch führt. Nur einen Wermutstropfen gebe es: Die journalistische Kultur in Japan ist nachsichtiger gegenüber Wirtschaftskriminalität. Dafür ist der Respekt vor der Privatsphäre ausgeprägter als im britischen Medienbetrieb.
theguardian.com, nytimes.com (Salmon)

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