Michael Schaper über 20 Jahre "Sex, Drugs & Rock’n’Roll" bei "Geo Epoche".


True Crime: Michael Schaper, Chefredakteur von Geo Epoche, erzählt mit seinem schwarzen "Geo"-Ableger seit fast 20 Jahren Geschichten aus der Geschichte – nicht staubtrocken wie im Geschichtsunterricht, sondern ganz lebendig als historische Rekonstruktion. Sein Genre sind Krieg, Intrigen, Mord und Totschlag, erklärt Schaper im Video-Interview mit Peter Turi. "Der einzige Unterschied zwischen uns und einem historischen Roman: Bei uns ist alles wahr", sagt der Chefredakteur.

Inspiriert wird Schaper Mitte der 1990er Jahre vom Roman Die Einkreisung, der im Jahr 1898 spielt und aktuell als Netflix-Verfilmung zu sehen ist. "Sowas zu erzählen, ohne dass es Fiction ist, könnte interessant sein", denkt er damals und hebt ein paar Jahre später "Geo Epoche" aus der Taufe. Angst, dass ihm nach nun bald 20 Jahren der Stoff ausgeht, hat Schaper nicht und nennt viele Geschichten, die er noch nicht erzählt hat, etwa die Geschichte Skandinaviens.

Wichtig ist für Schaper das Kiosk-Potential: Rund 100.000 Hefte will er pro Ausgabe unter die Abonnenten und Impulskäufer bringen. Eines seiner Lieblings-Themen – der spanische Bürgerkrieg – werde es vorerst also nicht im schwarzen "Geo"-Rahmen an den Kiosk schaffen.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)