"New York Times" schafft ihre Ombudsstelle ab.


Nichts für ombud: Die "New York Times" schafft den 2003 geschaffenen Posten des Public Editors ab. Die aktuelle Ombudsfrau, Elizabeth Spayd, wird das Amt nur noch bis Freitag ausüben. An ihre Stelle soll ein sogenanntes Reader Center rücken. Die Journalistin Hanna Ingber soll mit ihrem Team eine Brücke zwischen Redaktion und Lesern schlagen. "New York Times"-Herausgeber Arthur Sulzberger Jr begründet den Schritt mit der wachsenden Bedeutung von Leserkommentaren und Reaktionen in den sozialen Medien, die "kollektiv als ein moderner Watchdog" dienten.

Elizabeth Spayd ist seit 2016 Public Editor bei der "New York Times" und die sechste Ombuds-Person. Eigentlich sollte sie es bis Mitte 2018 bleiben. Beobachter werfen ihr vor, ihre Rolle nicht ausreichend ausgefüllt zu haben. Die "New York Times" galt mit der Position des Public Editors, die sie 2003 nach einem Plagiatsskandal eingeführt hatte, lange als Vorbild. In den vergangenen Jahren haben andere Zeitungen vergleichbare Posten abgeschafft, darunter die "Washington Post". (Foto: Picture Alliance / Photoshot)
huffingtonpost.com, niemanlab.org

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