Regierungsnaher Medienkonzern übernimmt Verlag der ungarischen Oppositionszeitung "Népszabadság".

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Feindliche Übernahme: Der österreichische Unternehmer Heinrich Pecina hat den ungarischen Verlag Mediaworks, bisher Herausgeber der regierungskritischen Oppositionszeitung Népszabadság, an die ungarische Firma Optimus Press verkauft. Der neue Eigentümer soll zum Geschäftsimperium des ungarischen Oligarchen Lörinc Meszaros gehören, einem engen Vertrauten des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Vor zwei Wochen hatte Mediaworks das Ende von "Népszabadság" angekündigt und mit einem drastischen Auflagenrückgang sowie hohen Verlusten begründet.

Optimus Press habe unter mehreren Interessenten den Zuschlag erhalten, weil die Firma einen Relaunch der Zeitung "ernsthaft prüfen" wolle, teilt Pecinas Beteiligungsfirma Vienna Capital Partners mit. Zu Mediaworks gehören neben "Népszabadság" auch ein Dutzend Regionalzeitungen sowie die Sport-Tageszeitung "Nemzeti Sport". Mediaworks ist Anfang 2014 aus dem Verkauf mehrerer Titel von Ringier an Vienna Capital Partners hervorgegangen. Erst Ende September hatte Mediaworks von der Funke Mediengruppe den Regionalzeitungsherausgeber PLT übernommen.
spiegel.de, orf.at, vcpag.comKommentieren ...

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