"Sächsische Zeitung" ehrt AfD-Politiker, bevor der die Zeitung abschaffen kann.

Sächsische Zeitung von Gruner + Jahr ehrt den AfD-Politiker Tino Chrupalla zu einem der "Menschen 2017". Geht es nach Chrupalla, dürften die Journalisten es künftig schwieriger haben: Er will Zeitungsredaktionen "in ihre Schranken" weisen und dazu auch das Grundgesetz ändern.
sz-online.de via twitter.com

Update vom 2. Januar:
Die "Sächsische Zeitung" nimmt zur Berichterstattung Stellung:
"Die Redaktion der "Sächsischen Zeitung" "ehrt" keinen AfD-Politiker. Richtig ist: Der AfD-Politiker Tino Chrupalla findet sich wieder in einer Bildergalerie eines Jahresrückblicks des Lokalteils Görlitz unter den Menschen 2017. Darin wird kurz beschrieben, wie Chrupalla den Wahlkreis Görlitz gegen den CDU-Kandidaten Michael Kretschmer gewonnen hat; Kretschmer ist inzwischen neuer Ministerpräsident Sachsens. Nun kann man wie immer unter Kollegen über die richtigen Worte streiten - besonderer Hinweise zum Medienverständnis der AfD bedarf die Redaktion der "Sächsischen Zeitung" indes nicht: Sie wurde im vergangenen Jahr bei einem Landesparteitag der AfD wegen ihrer kritischen Berichterstattung ausgeschlossen."2 Kommentare

2 Gedanken zu „"Sächsische Zeitung" ehrt AfD-Politiker, bevor der die Zeitung abschaffen kann.

  1. Oliver

    Sollte man ebenfalls mal wieder lesen: Die Ausgabe des Time-Magazin vom 2.1.1939. Darin wurde Hitler als "Mann des Jahres" 1938 bezeichnet, was aber keine "Ehrung" war, im Gegenteil. Vielmehr schrieb das TM, Hitler sei "im Jahre 1938 zur größten Bedrohung geworden (…), der die demokratische, die Freiheit liebende Welt heute gegenübersteht".

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  2. Reinhard

    Sollte man mal wieder lesen: Reinhard Lettau "Täglicher Faschismus . Amerikanische Evidenz aus sechs Monaten", Hanser-Verlag, 1971. Darin veröffentlicht Lettau Artikel aus amerikanischen Provinzzeitungen. Er analysiert sechs Monate lang ausgewählte Zeitungsartikel und diskutiert die faschistischen Tendenzen, die er darin sieht.

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