"Sie sehen, ich lebe noch": Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt.


Lutz nimmt's locker: Richard Lutz ist der Buhmann der Bahnfahrer – als Chef der Deutschen Bahn muss er den Kopf für alle Probleme hinhalten. Wie nimmt er die Berichterstattung wahr, fragen "Horizont" und turi2.tv bei der dpa-Chefredaktionskonferenz. Lutz antwortet pragmatisch-ironisch: Er lebe noch. Einen Bogen um die Presse macht er nicht, wohl aber um Social Media: "Für Twitter, Facebook und andere Dinge bin ich wahrscheinlich schon zu alt", sagt der 54-Jährige.

Werktags vertraut Lutz auf den dicken Pressespiegel der Bahn und liest meist digital, am Wochenende hält er bevorzugt Papier in der Hand. Er sieht in den Medien ein Stimmungsbarometer. "Wir sind ja kein abgehobenes Unternehmen", sagt er. "Man muss ein Gefühl dafür kriegen, wie dieses Unternehmen draußen wahrgenommen wird." Um die Stimmung in den sozialen Netzwerken macht er dabei, womöglich sicherheitshalber, einen Bogen.
turi2.tv (2-Min-Interview)