"Spiegel" bespiegelt sich in einem Innovationsreport.

Spiegel Zeitschriften-600
Den Spiegel vorhalten: Mitarbeiter des "Spiegel" legen einen 61-seitigen internen Innovationsreport vor, der dem Haus ein vernichtendes Urteil ausstellt. Das Blatt habe seit dem Jahr 2000 rund 70 % seiner Anzeigen verloren, mit 37 verschiedenen Logos versinke die Verlagsgruppe im "Markenchaos", zitiert Bülend Ürük auf Basis eines SWR-Berichts. 22 Autoren analysieren fehlende Absprachen intern und viel Besserwisserei und Überheblichkeit nach außen. Eine Mitarbeiterumfrage ergibt, dass 90 % "keine echte Kultur der Zusammenarbeit" sehen.

Der Report schlägt vor, "Spiegel" und Spiegel Online von einer Kernmannschaft steuern zu lassen. Alle übrigen Redakteure sollten Teil eines Pools werden. Zudem sollte der Verlag seinen noch neuen Sitz an der Hamburger Ericusspitze wieder aufgeben, statt Einzelbüros und verwaister Gänge müsse es Teamflächen geben. Ein Problem erscheint aber unlösbar: das Gehaltsgefälle innerhalb der Belegschaft. Die Autoren folgern, dass agiles Arbeiten innerhalb der "alten, eingefahrenen Strukturen vorangetrieben wird". Geschäftsführung und Chefredaktion haben noch für heute ein Statement angekündigt. (Foto: Marcus Brandt/dpa)
kress.de, swr.de

Hier geht es zur Meldung über das später eingetroffene Statement.

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