"Spiegel"-Chefredaktion löscht rechtes Buch aus der Bestsellerliste.


Augen zu und durch: Der "Spiegel" kickt das antisemitische Sachbuch Finis Germania kommentarlos aus seiner Bestsellerliste. Auf Platz 5 folgt nun Platz 7. Laut Buchreport hat die "Spiegel"-Chefredaktion in die Liste eingegriffen, was ein "absoluter Ausnahmefall" sei. Das rechtslastige Buch war vermutlich erst durch den "Spiegel"-Journalisten Johannes Saltzwedel auf die Liste gekommen – er hatte das Buch mit seinem Voting auf die Liste "Sachbuch des Monats" gebracht und damit bekannt gemacht. Saltzwedel trat schließlich aus der Jury aus. "Spiegel"-Chef Klaus Brinkbäumer begrüßte den Schritt öffentlich und kritisierte seine Punktevergabe.

Mats Schönauer kritisiert bei Übermedien die Lösch-Aktion, weil sie dem Buch mehr Aufmerksamkeit beschere und "weiteres Öl ins 'Lügenpresse'-Feuer" gieße. Nach den vorläufigen Verkaufszahlen von Buchreport schaffe es das Buch kein weiteres Mal in die Bestsellerliste.
uebermedien.de, spiegel.de (Saltzwedel-Austritt), turi2.de (Background)1 Kommentar

Ein Gedanke zu „"Spiegel"-Chefredaktion löscht rechtes Buch aus der Bestsellerliste.

  1. Stefan Niggemeier

    In dieser Zusammenfassung sind mehrere Fehler.

    Im gedruckten "Spiegel" folgte in der Bestsellerliste nicht auf Platz 5 Platz 7, sondern in KW29 stand das Buch auf Platz 6. In der folgenden Woche stand es nicht mehr in der Liste, obwohl es sich vermutlich dort platziert hätte.

    Die "Spiegel"-Bestsellerliste (Verkaufszahlen) ist nicht identisch mit der Bestenliste "Sachbuch des Monats", auf die das Buch dank des Votums von Saltzwedel kam. Nur indirekt (durch die Debatte darüber) kam das Buch dann vermutlich von dort auch auf die Bestsellerliste.

    Unser Autor heißt Mats Schönauer.

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