"Spiegel" holt Clemens Höges in die Chefredaktion.


Blattmacher wird Boss: "Spiegel" beruft Clemens Höges in die Chefredaktion – neben Steffen Klusmann und Barbara Hans. Sein Amt als Blattmacher wird Höges behalten. Er scheidet jedoch aus der Kommission aus, die die internen Verfehlungen rund um den Relotius-Skandal untersucht. Der Verlag betont, dass sich die Fertigstellung des Abschlussberichts dadurch nicht verzögere. Der Bericht werde "in Kürze" an Klusmann und Geschäftsführer Thomas Hass übergeben.

Mit Höges' Berufung endet ein Vakuum an der Spitze des Magazins, ausgelöst durch den Fall Relotius. Ullrich Fichtner und Matthias Geyer ließen ihre Ämter als Co-Chefredakteur bzw. Blattmacher zunächst ruhen – und wurden dann auf Posten mit "besonderen Aufgaben" weggelobt. Fichtner und Geyer waren als Förderer und Ressortchef von Relotius für die Chefredaktion verbrannt. Die Lücke füllte Höges zunächst übergangsweise als Blattmacher, ab sofort offiziell als Teil der Chefredaktion. Höges ist seit 1990 beim "Spiegel", leitete früher Deutschland- und Auslandsressort. Unter Wolfgang Büchner wurde er 2014 schon einmal stellvertretender Chefredakteur. (Foto: Fotoraum Reinhold / Der Spiegel, Montage_ turi2)
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Aktuell bei turi2.tv: Clemens Höges spricht am vergangenen Freitag über die Relotius-Aufklärung.