"Horizont": "Spiegel" streitet über künftige Führungskräfte.


Spiegelverzerrt: Beim "Spiegel" gibt es intern deutliche Kritik an Teilen der künftigen Führungsmannschaft, schreibt Roland Pimpl bei horizont.net. Allen voran sehen viele Mitarbeiter die künftige Doppelfunktion von Susanne Amann kritisch. Amann soll Managing Editor und somit eine Art Vize-Chefredakteurin werden. Gleichzeitig ist sie Sprecherin der Geschäftsführung der Mitarbeiter KG. Jurist Thomas Darnstädt, bis 2007 selbst Sprecher der Mitarbeiter KG, schreibt in einem Papier, beide Positionen seien nicht miteinander vereinbar. Amann selbst habe zusammen mit den beiden Verlagsvertretern der KG nun ein Gegengutachten in Auftrag gegeben.

Auch an anderen Köpfen der künftigen Führung gebe es Kritik, zuletzt insbesondere am künftigen Co-Chefredakteur Ullrich Fichtner und an Blattmacher Matthias Geyer. Beide hatten Claas Relotius betreut und dessen Fälschungen nicht bemerkt. Fichtner hat als damaliger Leiter des Gesellschaftsressorts Relotius 2014 zum "Spiegel" geholt.
horizont.net, turi2.de (Vize-Positionen), turi2.de (Rolle Fichtner und Geyer)