"Spiegel": Ullrich Fichtner und Matthias Geyer werden nicht Co-Chefredakteur und Blattmacher.


"Besondere Aufgaben": Der "Spiegel" zieht personelle Konsequenzen aus dem Fall Relotius und macht Ullrich Fichtner (Bild, links) nicht wie angedacht zum Co-Chefredakteur und Matthias Geyer (Bild, rechts) nicht zum Blattmacher. Geyer gibt zudem die Leitung des Gesellschaft-Ressorts ab. Gleichzeitig schreibt der Verlag, die interne Untersuchung habe ergeben, "dass Ullrich Fichtner und Matthias Geyer keine persönliche Schuld an den Betrugsfällen trifft". Fichtner und Geyer bleiben beim "Spiegel". Fichtner wird "Reporter mit besonderen Aufgaben" und soll Titelgeschichten konzipieren und verfassen sowie Großprojekte betreuen. Geyer soll mit dem Titel "Redakteur für besondere Aufgaben" die Textqualität betreuen – im Auftrag der Blattmacher statt als Blattmacher.

Beide sollten ihre Positionen eigentlich zum Jahreswechsel antreten, ließen die Posten jedoch zunächst ruhen. Wer an ihrer Stelle nun die vakanten Posten übernehmen soll, will der "Spiegel" in den kommenden Wochen entscheiden. Das Gesellschaftsressort wird bis auf Weiteres von der bisherigen Vize Özlem Gezer geführt.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)