Springer trennt die Verlagsbereiche Print und Digital.


Die guten ins Töpfchen? Springer trennt seine gedruckten und digitalen Geschäfte voneinander. Die Digitalgeschäfte für alle Marken laufen bei Stephanie Caspar, 43, bisher Chefin von WeltN24, zusammen. Sie ist für Welt.de, Bild.de, N24 und die Online-Angebote der Springer-Zeitschriften zuständig. Die Print-Aktivitäten soll Christian Nienhaus, 57, Geschäftsführer von Media Impact und Sales Impact, markenübergreifend verantworten. Betroffen von dem Umbau ist lediglich der Verlagsbereich, die redaktionelle Zusammenarbeit aller Kanäle habe sich als Erfolgsmodell bewährt und werde weitergeführt, schreibt der Verlag.

In der Pressemitteilung schreibt Springer über "Chancen für das Printgeschäft", weil sich nun "ein fokussiertes Team ausschließlich mit den Zeitungen und Zeitschriften beschäftigt". Als eine Bad Bank fürs schrumpfende Print-Geschäft will der Konzern den Schritt ausdrücklich nicht verstanden wissen. Vielmehr gehe es darum, hausinterne Kräfte zu bündeln und sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen. In einer Mitarbeiter-Mail, die Meedia dokumentiert, begründet Vorstand Jan Bayer den Umbau: "Wir müssen feststellen, dass wir die Rückgänge bei den Auflagen und Anzeigen nicht verhindern können. Aber wir können jede Menge tun, damit die Kurve des Rückgangs flacher wird!"

Für Kunden, die bisher crossmediale Kampagnen gebucht haben, soll sich durch den Umbau nichts ändern. Donata Hopfen, bisher crossmedial für die Geschicke von "Bild" als Verlagschefin verantwortlich, wird im Zuge des Umbaus CEO von Verimi, dem Daten-Bündnis von Springer, Allianz, Daimler und Telekom.
axelspringer.de, meedia.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

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