Stefan Plöchinger krempelt das digitale Bezahlmodell des "Spiegel" um.


Nochmal neu: Der "Spiegel" ändert sein digitales Bezahlmodell, statt Einzelverkäufen und des mehrstufigen Abo-Modells führt Produktchef Stefan Plöchinger eine Flatrate ein, die möglichst simpel funktionieren soll. In einem Blogbeitrag erklärt er die Änderungen. Die Flatrate, die laut Plöchinger "vermutlich bis zur Ferienzeit" kommt, kostet 19,99 Euro monatlich und beinhaltet alle digitalen Inhalte. Sie ersetzt das Abo des Digital-Spiegel sowie die Pay-Einzeltexte und den Wochenpass von Spiegel Online. Die bisher exklusiven Inhalte von Spiegel Daily, z.B. die Videokolumne von Harald Schmidt, bleiben hinter der Paywall. Das Kombi-Abo aus Digital und Print kostet monatlich 24,99 Euro.

Spiegel Daily ist künftig keine bezahlpflichtige Web-Nachmittagszeitung mehr, sondern ein kostenloses tägliches Push-Angebot für Apps, Messenger und Newsletter. Die Idee, Lesern einmal täglich eine sortierte Newslage zu bieten, bleibt. Plöchinger schreibt, Spiegel Daily als "Nachrichtenseite innerhalb einer Nachrichtenseite" sei redaktionell schwer zu befüllen und das System für die Leser schwer zu verstehen gewesen. Bisher hat Spiegel Daily 5.500 Abos – "zu geringes Wachstum, um am bisherigen Konzept festzuhalten".

Die Print-und Onlineredaktion soll gemeinsam entscheiden, welche Artikel wohin wandern – und ob kostenlos oder nicht. Die Leser wollen laut Plöchinger "weniger lesen – dafür aber Gescheites." Der Spiegel Plus Neustart bekommt ein neues Logo und soll sich ab 2019 tragen. Am 24. Mai tagen die Gesellschafter dazu.
horizont.net, medium.com (Blogbeitrag Plöchinger)