"stern" will auch Wein und Güte-Siegel verkaufen.


sterne-Wein: Der "stern" will 70 Jahre nach seiner Gründung neue Geschäftsfelder erschließen. Im Interview mit "Horizont" spricht "stern"-Publisher Alexander Schwerin von der Überlegung, Wein-Empfehlungen mit dem Verkauf von Weinpakten zu koppeln. Bei anderen G+J-Titeln wie "Schöner wohnen" oder "Beef" ist der Produktverkauf nichts Neues. Im Bereich Gesundheit kann Schwerin sich z.B. Qualitätssiegel vorstellen - bei Burdas "Focus" längst Standard. "Unsere journalistische Kompetenz für das Kuratieren von Märkten zu nutzen, die für Verbraucher immer unübersichtlicher werden - da liegen für den 'stern' noch viele ungehobene Schätze", sagt Schwerin. Dennoch: "Glaubwürdiger Journalismus ist und bleibt das Kerngeschäft."

Auch nach 70 Jahren sei der "stern" noch der Titel, mit dem Gruner + Jahr das meiste Geld verdient, bestätigt Schwerin. Den Begriff "Cashcow" hört er in diesem Zusammenhang nicht gerne, weil der impliziere, "dass etwas gemolken und auf Investitionen verzichtet würde". Auch bei Anzeigenkunden stehe das Blatt für hohe Qualität: "Der 'stern' ist nach 70 Jahren so etwas wie ein journalitisches Kulturgut", sagt Schwerin. Deshalb strahlt der "stern"-Stern selbst vom Joko-Magazin "JWD".
"Horizont" 29/2018, S. 14/15 (Paid)