SWR lädt die AfD nicht zum TV-Duell ein.

SWR TV-Duell-600
AfD go home: Der SWR knickt unter dem Druck der Regierungsparteien ein und lädt keine kleinen Parteien zur "Elefantenrunde". Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) und Amtskollege Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg hatten mit Boykott gedroht, falls AfD-Vertreter im Studio sitzen. Nicht in den Landtagen vertretene Parteien kommen erst nach der Sendung zu Wort. Der SWR beteuert: "Wir haben uns nicht erpressen lassen."

SWR-Intendant Peter Boudgoust sagt, er habe den angedrohten Boykott mit "zusammengebissenen Zähnen" akzeptiert. Der Sender habe aber keine Alternative gehabt - sonst wären die TV-Duelle in beiden Ländern geplatzt. In Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg wird am 13. März gewählt. Am selben Tag wählen auch die Sachsen-Anhalter: Der MDR richtet sein TV-Duell ebenfalls ohne die AfD aus.
welt.de, zeit.de, augsburger-allgemeine.de7 Kommentare

7 Gedanken zu „SWR lädt die AfD nicht zum TV-Duell ein.

  1. P. H. Anser

    Wenn man sich vorstellt, was diese unmögliche und umstrittene Entscheidung eines Rotfunk-Senders für das gesamte demokratische Staatswesen bundesweit bedeutet?
    Und gerade diese beiden Parteien, die Sozis und die umstrittenen linksradikalen Grünen, wagten und wagen es, mit schmutzigen Fingern auf den polnischen Staat zu zeigen…
    Kurz nach der Glanzleistung des WDR in einem Bundesland im Würgegriff dieser beiden Parteien und nach einer halbwegs gelungenen TV-Sendung (“Hart aber unfair”; wieder vier Personen gegen eine) stellte der SWR unter Beweis, dass er nicht zu einer vernünftigen Regelung in dieser Sache in der Lage ist.
    Vorsicht: Vielleicht sollten aufrechte Demokraten darauf drängen, bei den anstehenden Landtagswahlen Beobachter zu bestellen? Dreimal darf geraten werden, wer dies mit aller Macht unterdrücken wird?

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  2. DF

    Kann mich da nur den Vorrednern anschliessen. Natürlich ist das eine Form der Erpressung und eine schwache Reaktion vom SWR. Richtiges Vorgehen wäre meiner Meinung nach gewesen, alle einzuladen, und wer nicht kommen will, weil er sich einer demokratischen Diskussion nicht imstande sieht, soll weg bleiben. Volksabstimmung rufen, wenn es der eigenen Meinung dient und sonst die Machtkarte ausspielen passt einfach nicht zusammen. Wieder nichts gelernt aus der gegenwärtigen Diskussion ob der vertrauenswürdigkeit der Politik und der Medien.

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  3. Ahnbeck

    …ich gebe meinen Vorrednern recht. Offener Meinungsaustausch sieht sicher anders aus, aber das halten Grüne und SPD wohl schon lange nicht mehr aus … Jetzt haben sie der AfD doch genau das geliefert, was ihnen Zulauf bringt.

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  4. Stefan Maier

    Es gab “Keine Alternative?” Natürlich. Sich nicht erpressen lassen, alle (relevanten) Parteien wie geplant einladen – wer sicht nicht beteiligen möchte, (in diesem Fall Grüne und SPD) muss nicht erscheinen. Grüne und SPD hätten dann eingespielt oder per Video zu Wort kommen können – da sie ja nicht kommen wollten.

    Spätestens wenn die Afd durch das Fehlen anderer Parteien dann mehr Sendezeit bekommen hätte, wäre än die ferngebliebenen Parteien ganz schnell wieder zurück an den demokratischen Diskussionstisch gekommen.

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  5. Schröder

    1. Eine Elefantenrunde gibts ja seit einigen Jahren nur noch nach Wahlen.
    2. Wenn man seit vielen Jahren eine von Konstellationen und Umfragen unabhängige Verfahrensweise (=Einladungspraxis) umsetzt, ist das nicht zu kritisieren.
    3. Bei wievielen Umfrage-Prozenten und/oder nach welchen Kriterien soll man denn einladen, wenn man ein transparentes von konkreten Parteien unabhängiges Verfahren umsetzen will? Das Wichtigste ist es doch, z.B. die AfD deshalb nicht einzuladen, weil dies den langjährig erprobten Kriterien nicht entsprechen würde und nicht, weil es die AfD ist.

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  6. Verklaerbaer

    Wer sich jetzt noch über Polen aufregt macht sich lächerlich. Ertragen wir keinen Widerspruch? In Europa gibt es in jedem Parlament eine rechte Minderheit, warum nicht hier? Das ertragen wir nicht?
    Wir haben doch auch Linksextremisten im Bundestag, da wird die Waagschale lediglich demokratisch ausgeglichen. Doch Demokratie und Toleranz gegenüber einer anderen Meinung hat in Deutschland wahrhaft keine Tradition, Moralimperialismus aber schon…

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