Sylvia Madsack widerspricht "Spiegel"-Bericht zur Firmenhistorie.

Madsack-Mosaik: Sylvia Madsack widerspricht einem kritischen Bericht des "Spiegels". In einem Beitrag in den Zeitungen der Madsack-Gruppe schildert "HAZ"-Chefredakteur Hendrik Brandt die Sicht der Firmenerbin und schreibt, der "Spiegel" habe lediglich einen Stein aus einem großen Mosaik zugespielt bekommen "und ihn nach Art des Hauses auch gleich in Richtung Sylvia Madsack geworfen". In der "Welt" berichtet auch Christian Meier zu dem Sachverhalt und zitiert dabei aus einem fünfseitigen Papier, dass Sylvia Madsacks Rechtsvertreter der Zeitung zum Thema hat zukommen lassen. Laut den Berichten habe Sylvia Madsack persönlich einen Historiker beauftragt, um den letzten verbliebenen Anteilseigner aus der Gründungszeit ausfindig zu machen, für den sie jährlich einen Gewinnanteil zurückhalte und dessen Geschichte ihr keine Ruhe lasse. Da die Arbeit mehrfach gestockt habe, hätten Madsack und der Historiker Stillschweigen über die Qualität der Forschungsarbeit vereinbart.

Der "Spiegel" hatte in seiner Ausgabe 32/2017 berichtet, dass Sylvia Madsack die Veröffentlichung einer von ihr in Auftrag gegebenen Firmenchronik untersage, in der unter anderem zu lesen sei, dass ihr Vater Erich nach Ende des 2. Weltkriegs zunächst nicht bereit war, Ansprüche eines jüdischen Geldgebers aus den frühen Jahren des Verlags anzuerkennen. Laut der Schilderung der Firmenerbin habe der jüdische Hintergrund der Geldgeber in der Familiengeschichte keine Rolle gespielt. Vielmehr habe Sylvia Madsacks Vater Erich mit den Geldgebern nach dem 2. Weltkrieg einvernehmlich eine neue Beteiligung am zwischenzeitlich zerschlagenen Verlag vereinbart. Im Gegenzug hätten diese "Dankbarkeit" ausgesprochen. (Foto: dpa)
haz.de, "Welt", S. 22 (Paid), turi2.de (Background)Kommentieren ...

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