Türkei: "Tagesspiegel" macht mit der inhaftierten Journalistin Mesale Tolu auf.


Sippenhaft: Der "Tagesspiegel" widmet den Titel seiner Montagausgabe der in der Türkei inhaftierten türkischstämmigen, deutschen Journalistin Mesale Tolu. Auf Seite drei erzählt das Blatt die Geschichte von Tolu, die seit Ende April gemeinsam mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn in einem Gefängnis in Istanbul einsitzt, der Vorwurf lautet – wie so oft – Terror-Propaganda und Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation. Auch ihr Ehemann sitzt in einem türkischen Knast, allerdings in einem anderen.

Der "Tagesspiegel" beschreibt, wie Tolu und ihr Sohn sich eine 50-Quadratmeter-Zelle mit 24 weiteren Frauen teilen müssen, dass es eine Stunde Hofgang pro Tag gibt und der Sohn nur einen Plastikball zum Spielen hat. Die Details kommen von Tolus Bruder, der die Geschichte von Deutschland aus erzählt. Er traue sich nicht in die Türkei zu reisen, aus Angst selbst verhaftet zu werden.
epaper.tagesspiegel.de (Paid), twitter.com, per Mail, turi2.de (Background)

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