turi2.tv: Kai Gniffke tastet die DNA der "Tagesschau" nicht an.


"Die DNA der Tagesschau bleibt." Kai Gniffke, erster Chefredakteur von ARD-aktuell, hat nicht vor, das Nachrichten-Flaggschiff der ARD grundlegend zu ändern. "So kurios es klingt: Die Tagesschau muss im Kern so bleiben, wie sie ist, damit sie die Relevanz behält", sagt Gniffke im Interview mit turi2.tv. Das heißt: Eine Sprechersendung, die in 15 Minuten "mit all dieser Herzlosigkeit" die Nachrichten des Tages aufbereitet. Nichts würden die Zuschauer mehr übel nehmen, "als wenn wir jetzt versuchen, einem fiktiven Zeitgeist hinterherzurennen", sagt Gniffke. Bunte Geschichten könnten andere ohnehin viel besser.

Dennoch sei der "Tanker 'Tagesschau' manövrierfähiger, als viele sich das vorstellen". In ihren 63 Jahren habe sich die Sendung langsam weiterentwickelt - zuletzt mit Beinfreiheit für die Sprecher. Inhaltlich sollen weniger Themen mehr Hintergründe ermöglichen. Künftig will die "Tagesschau" kleine "Beiboote nach und nach zu Wasser lassen", auch auf anderen Plattformen. Aufmachung und Bildsprache könnten dabei variieren, aber der Grundkern der Marke "Tagesschau" solle bleiben wie er ist.
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

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