"Von der Wiege bis zur Bahre": Horst Ohligschläger über das Angebot der Bayard Mediengruppe.


Bunte Palette mit Stafette: Sinkende Auflagen bei den Zeitschriften der Bayard Mediengruppe, die "salopp gesagt von der Wiege bis zur Bahre das komplette Programm" bieten, haben in den letzten zehn Jahren zum Wandel des Verlags beigetragen. So hat Bayard-Chef Horst Ohligschläger das Verlagskonzept umgekrempelt und das "früher mal vorhandene Massenmedium zu einem Exzellenzmedium" gemacht. Und dieser Umschwung im Konzept hat sich gelohnt: Heute habe die Bayard Mediengruppe "mehr Vertriebserlöse als vor fünf oder sechs Jahren – auch wenn "in Wirklichkeit ein anderes Geschäftsmodell dahinter steht", verrät er im Interview mit Horizont und turi2.tv bei der Jahrestagung des Verbands der Zeitschriftenverlage in Bayern.

Ohligschläger selbst bezeichnet diese Kursänderung nicht als den Weg ins Luxusgeschäft, sondern eher in ein Werte- und Anspruchsgeschäft. Die Titel wie u.a. "Leben & erziehen", "Tierfreund" oder "Stafette" seien gekennzeichnet durch eine gewisse Werteverankerung, die jedoch nicht in den Bereich der katholischen Zeitschriften falle. Und da Zeitschriften wie "Frau im Leben" bereits seit 70 Jahren am Markt sind und damit ebenso lang existieren wie der VZB selbst, ist der Bayard-Chef "optimistisch, dass selbst zu einem Zeitpunkt, wo ich nichts mehr damit zu tun haben werde, noch genug Menschen diese Zeitschriften lesen werden".
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)