"Wir müssen uns relativ nackig machen" – "Spiegel"-Chef Steffen Klusmann über den Relotius-Skandal.


Klusmann im Krisen-Modus: Steffen Klusmann ist als "Spiegel"-Chefredakteur noch nicht im Amt, schon muss er die erste Krise managen. Im Video-Interview mit turi2.tv reagiert er auf die Fälschungen von Autor und Redakteur Claas Relotius: "Das hat uns alle erschüttert – und zwar in den Grundfesten." Jetzt müsse sich der "Spiegel" seine Glaubwürdigkeit zurückerkämpfen. Eine dreiköpfige Kommission soll in den kommenden Monaten herausfinden, was schiefgelaufen ist, und ob die Regeln der Dokumentation womöglich geändert werden müssen.

Muss der stets mit Stolz geschwellter Brust auftretende "Spiegel" künftig womöglich bescheidener werden? "Eine gewisse Demut im Auftreten kann nicht schaden", sagt der designierte Chefredakteur, das gelte aber für alle. Den Stolz wolle er sich aber nicht abkaufen lassen. "Krisen und Skandale sind schon schlimm genug, aber wenn man nichts daraus lernt, ist es richtig schlimm."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Background)