Zitat: ZDF-Intendant Bellut wundert sich über BDZV-Präsident Döpfner.

"Ich habe noch keine einzige Klage von einem Verleger oder Chefredakteur gehört, wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören."

ZDF-Intendant Thomas Bellut versteht die giftige Debatte nicht. Über kämpferische Aussagen von BDZV-Präsident Mathias Döpfner hat er sich "schwer gewundert".
"Zeit" 51/2017, S. 29 (Paid), zeit.de

Weitere Zitate:

"Google und Amazon sind wohl schwieriger zu kritisieren, denen ist Kritik aus Deutschland am Ende auch egal."


"Wir sollten uns als Qualitätsmedien gemeinsam darauf konzentrieren, in möglichst großer Zahl zu überleben."

"Immer, wenn in Deutschland versucht wird, etwas Größeres zu machen, gibt es den Kartellhammer."1 Kommentar

Ein Gedanke zu „Zitat: ZDF-Intendant Bellut wundert sich über BDZV-Präsident Döpfner.

  1. Peter

    Natürlich konkurrieren sie um das Geld der Kunden. Aber Konkurrenz kann man das ja eigentlich nicht nennen. Die Öffentlich-Rechtlichen lassen ja einfach zugreifen, egal, ob der Mensch nun ihr "Kunde" sein möchte oder nicht. Da die Budgets der privaten Haushalte begrenzt sind ist das schon mal der erste Trick.
    Weiter geht es mit Zeit und Aufmerksamkeit. Herr Bellut braucht sich nur mal die Zahl der Mahnverfahren anzuschauen, um zu wissen, was die Menschen von diesem Kostenblock in ihrem Haushalt halten. Wie hoch ist die Zahl der Menschen ist, die zahlen in der vergeblichen Hoffnung, dass die Beiträge wenigstens in der Höhe da bleiben, wo sie sind? Wie viele zahlen, um in Ruhe gelassen zu werden und nicht weil sie diesen riesigen Apparat gut finden oder das Programm mögen? Ein einfacher Test würde genügen: Die Produktionskosten für den angeblich so beliebten "Tatort" mal nicht aus dem Zwangsbeitrag finanzieren, sondern auf den über 20 Fernsehsendern, den fast 70 Radioprogrammen und den hunderten Websites, Apps usw. um Spenden werben und mit dem Dreh erst beginnen, wenn genug gespendet wurde. Selbstverständlich dazu auch den Zwangsbeitrag entsprechend reduzieren. Da würde sich schnell zeigen, wie gern man auf die umfangreichen und oft seichten Unterhaltungsangebote der Öffentlich-Rechtlichen verzichtet. Die sind letztlich da, um eine Rechtfertigung für Posten und beachtliche Saläre darzustellen, aber nicht, weil die Gesellschaft das brauchte. Hier ist strukturelle Macht entstanden und jede Kritik von Herrn Döpfner an diesen Zuständen ist berechtigt.

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