"Zu langsam in die Gänge gekommen" – Steffen Klusmann über die Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal.


Strukturwandel der Gesellschaft: "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann kündigt erste Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal an. Das Gesellschafts-Ressort, unter dessen Dach Relotius fälschen konnte, werde umgebaut. Details nennt Klusmann im Video-Interview mit turi2.tv am Rande eines Pressegesprächs in Hamburg noch nicht. Erst wolle er mit den Kollegen sprechen. Eine Schließung des Ressorts – wie von der Prüfkommission vorgeschlagen – schließt er aus. "Aus diesem Ressort kommen auch verdammt gute Geschichten", so Klusmann.

Druck, dass die Redaktion Journalistenpreise liefert, wie der Abschlussbericht zum Relotius-Skandal es beschreibt, soll es unter Chefredakteur Klusmann nicht geben. Die Geschichten müssten relevant und imagebildend sein, "wenn dann mal ein Journalistenpreis dabei abfällt, ist es gut, aber gezielt auf Journalistenpreise zuzuschreiben, das fand ich schon immer totalen Schwachsinn."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)