Mein Homescreen: Michaël Jarjour.


Michaël Jarjour, Product Manager bei der NZZ und zuständig für neue Produkte im deutschen Markt, guckt mit seinem iPhone nicht nur ins eigene E-Paper, sondern vor allem in die "New York Times". Über einen VPN-Tunnel checkt er das für Deutschland regionalisierte NZZ.ch. Außerdem hilft ihm der kleine Screen beim Kochen, Meditieren und Daten.

Die "New York Times"-App (iOS/Android) ist mit ganz großem Abstand die beste News-App, die ich kenne. Es stimmen Inhalt, Features, Design, Innovationsfreude. Andere Apps, die ich fast so oft nutze, helfen dabei, mich wahlweise dem ungebremsten Informationsfluss auszusetzen (Twitter) oder genau diesen in den Griff zu kriegen (Nuzzel, Android).

Gar nicht leben könnte ich ohne Casts (Android). Mein Profil zeigt, dass ich zusammengerechnet 64 volle Tage und Nächte und acht Stunden meines Lebens damit verbracht habe, mit dieser App Podcasts zu hören, etwa Five Thirty Eight Politics, Switched on Pop, oder Still Processing.

Seit ich bei der "NZZ" bin, habe ich wieder damit angefangen, E-Paper zu lesen. Die Abgeschlossenheit, die autoritative Gewichtung und Auswahl müssen Medienhäuser unbedingt stärker, zuverlässiger und schöner ins Digitale übertragen. Unsere nutze ich, um die neue "NZZ"-Ausgabe (Android) zu lesen, die ich gemeinsam mit meinen Kollegen extra für unser neues Deutschland-Abo „NZZ Perspektive“ entwickelt habe. Shameless Plug: Kann man hier für 1 Euro testen: nzz.ch/perspektive.

Für die Arbeit könnte ich nicht auf Wunderlist (Android) für Aufgabenlisten nach dem „Getting Things Done“-Prinzip, iA Writer, (Android) für Notizen, oder auf NordVPN (Android) verzichten, mit der ich die sachte lokalisierte Homepage von NZZ.ch so sehe, wie sie ein Besucher aus Deutschland sehen würde.

Vier andere Tipps für Ihre Freizeit:

1. Die Cooking-App der "Times" ist großartig. Kostet ohne "NYT"-Abo 5 Dollar pro Monat. Ist fein designed, hat Rezepte, die sogar ich hinkriege und — mein Lieblingsdetail — der Screen schläft nicht ein, wenn man ein Rezept geöffnet hat.

2. Headspace (Android): Die Meditationsapp ist extra hübsch gemacht, ich nutze sie jetzt möglichst jeden Morgen für 10 bis 20 Minuten. Die innere Ruhe hält nicht lang, weil ich gleich danach Twitter öffne — aber man tut, was man kann.

3. Strava (Android) zeigt mir zuverlässig mein Laufverhalten und informiert mich darüber, dass meine Freunde fleißiger, disziplinierter und schneller sind. Das spornt an.

4. Seit ich wieder in der Schweiz lebe, ist Netflix (Android) zurück auf meinem Homescreen. Denn mein unlimitiertes Datenpaket ist wohl das einzige Produkt, das hier günstiger ist als in Deutschland. So kann ich BoJack Horseman in der Tram, im Zug, überall schauen. (Bin gerade durch und damit bereit für neue Serien-Tipps: @derjarjour.)

(Und nein, Tinder (Android) habe ich absichtlich nicht weggeräumt. Für alle anderen ewigen Singles da draußen.)

Zuletzt zeigte Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, seinen Homescreen. Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie unter turi2.de/mein-homescreen.