Mein Homescreen: Frank Berning.


Frank Berning, 44, Gründer und Chef der Hamburger Agentur Dokyo, hat anfangs vor lauter Hype und Neugier viel zu viele Apps heruntergeladen. Heute sieht er das gelassener und nutzt sein iPhone tatsächlich noch zum Telefonieren und "immer noch ganz altmodisch" zum Verschicken von SMS.

Mein Telefon und ich haben eine bipolare Beziehung. Einerseits ist es das komfortabelste Ding mit der krassesten Technik, die es je gab: Einkaufen, News, Service, alles drin und überall verfügbar. Und ich bin dankbar für die vielen Möglichkeiten. Aber andererseits weiß ich auch, dass es schlecht für mich ist, weil es mich ablenkt, ich die Zeit "verdaddel" und ich überall erreichbar bin. Aber ich bin bestimmt auf dem Weg der Besserung. Meine drei Kinder sollen mich nicht ständig mit dem Ding in der Hand sehen. Aber es fällt mir schwer, weil es so verdammt cool ist und ich mir alles anschauen kann, was ich gerne mag.

Qualitätsjournalismus at its best: Die App der "Süddeutschen Zeitung" ist ultra bequem und mein gutes Gewissen zugleich. Für guten Journalismus zahle ich gerne Abogebühren, besonders gerne lese ich die Artikel von Heribert Prantl und ich liebe das Meinungsressort.

Die Pille für den Mann: Kicker ist für mich Fußball ohne Schnickschnack. Ich bin mit der Zeitschrift "Kicker" aufgewachsen. Ganz klar, dass ich meinem Lieblingsmagazin auch digital folge, dafür ist die App aber auch überhaupt nicht komfortabel. In meiner Traumvorstellung heiratet meine "SZ"-App die "Kicker"-App.

Fußball ist elementar für mich und besonders der BVB. Da ist der BVB mit SkyGo wohl keine Überraschung. Ich muss alle BVB-Champions-League-Spiele sehen können, egal ob ich in der Agentur sitze oder unterwegs bin – wenn Sky nicht mal wieder an der Technik gespart hat.

Echtes PowerPoint: Asana. Unsere Agentur ist mit den Jahren größer geworden und die Kampagnen komplexer. Ich brauche ein Instrument, das mir die Arbeit erleichtert. Asana ist genau die richtige Unterstützung für mich, hier ist einfach alles drin, weil ich alle Jobs vor Augen habe und sie nach und nach abarbeiten kann.

Sauber unterwegs auf den Straßen von Hamburg bin ich mit der Emmy-App für E-Vespas. Als Ex-Mod habe ich nun endlich auch einen Roller – den Emmy-Elektroroller. Mit der E-Vespa durch Hamburg zu cruisen, macht Spaß. Ich bin noch auf der Suche nach der richtigen Kutte. Falls jemand Empfehlungen hat, kann er sich gerne bei mir melden. Regenfest sollte sie sein.

Dass Radiomachen anders gehen kann, beweisen die Macher von Deutschlandfunk. Am liebsten höre ich Andruck. Hier reden kluge Menschen über kluge Bücher und ich darf ein wenig zuhören.

Zuletzt zeigte Christiane Wolff, Kommunikationschefin der Agentur-Gruppe Serviceplan, ihren Homescreen. Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie unter turi2.de/mein-homescreen.