Mein Homescreen: Thomas Lohmeier.


Thomas Lohmeier ist als PR-Chef der Linkspartei auf Helfer angewiesen. Digital hilft seinem Hirn die Gedächtnisstütze Evernote aus dem Chaos. Zum Entspannen in diesen Wahlkampf-Zeiten kommt Sport-Fan Lohmeier mit diversen Apps vom Kicker bis zum Sport-Radio. Um eigene Aktivitäten aufzuzeichnen, hat sich der Linke gar "neoliberales Teufelszeug" auf den Homescreen geladen.

turi2 und der Hamburger Wahlbeobachter spicken vor der Bundestagswahl auf die Handys der Kampagnenchefs. Nach Peter Tauber (CDU), Elias Kouloures (Piraten), Robert Heinrich (Grüne), Hubertus Heil (SPD), Christian Lüth (AfD) und Christian Lindner (FDP) zeigt heute Thomas Lohmeier sein linkes Digitalleben:

Kommunikation stellt einen stets vor neue Herausforderungen. Trotz Strategie regiert oft genug das Chaos. Dies muss der Homescreen nicht auch noch reproduzieren, deshalb sind alle wichtigen Funktionen in Ordnern abgelegt, die wichtigsten mit einem Klick erreichbar. Am häufigsten nutze ich Evernote, für mich Gedächtnisstütze und Zweithirn.

Im Hintergrund ist übrigens ein Bild des Grafikers und Malers Hans Ticha zu sehen. Das habe ich vor einigen Jahren in einer Kunstaustellung in Jena fotografiert.

Auch wenn ich lieber auf dem Tablet lese, ist häufig nur das Smartphone griffbereit. Apps der gängigen Zeitungen und Magazine sind meiner Meinung nach überbewertet, mobile Websites in den meisten Fällen völlig ausreichend – nur die App der FAZ war bis zur kürzlichen Aktualisierung herausragend. Wichtige Apps sind mein individualisiertes Google News, die praktische Lesemappe für längere Lesestücke aus dem Netz Pocket, sowie die App Blendle, die Zeitungsartikel, die nur im Print erschienen sind, günstig zugänglich macht.

Wer ohne Auto mobil ist, braucht Apps: Sei es für den ÖPNV, die Bahn oder die verschiedenen Carsharing-Anbieter. Ich bin bei fast allen angemeldet und auch wenn mir Free2Move alle freien Autos übersichtlich anzeigt, verwende ich zur Buchung die Apps der einzelnen Anbieter.

Mein Huawei P8 ist eines der letzten Smartphones mit UKW-Radio, schon allein deshalb will ich es so lange wie möglich behalten. Mit dem Radio höre ich morgens auf dem Weg mit dem Fahrrad zum Karl-Liebknecht-Haus die Meldungen des Tages und am Wochenende die Fußball-Bundesliga.

Was Fußball betrifft, lebe ich in einer offenen Beziehung. Kicker und 11Freunde sind die Apps, die mich über meine Lieblingsmannschaften Borussia Dortmund, 1860 München und den FC Barcelona auf dem Laufenden halten. Damit ich die Spiele jederzeit von überall live hören konnte, ist Sport1.fm installiert. Inzwischen überträgt Amazon.

Als leidenschaftlicher Fahrradfahrer will ich die Tour de France nicht verpassen, deshalb schmückt die aktuelle Tour-App meinen Homescreen. Und wenn ich vom Sport-Konsumenten zum aktiven Bürger werde, wird die eigene Leistung mit Meine Tracks erfasst (obwohl ich natürlich weiß, dass diese ständige Selbstoptimierung neoliberales Teufelszeug ist). Nicht alle Meetings benötigen die volle Aufmerksamkeit. Die Spiele-App 2048 ist dann eine willkommene Ergänzung. 8192 ist bisher der höchste von mir erzielte Wert.

Social Media und Messenger-Dienste sind heute so zentral wie das Smartphone selbst und bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Auf dem Screenshot nicht zu sehen, aber nur einen Wisch entfernt, ist der zweite Homescreen. Dort findet sich neben einem Kalender-Widget noch GTasks, die mit meinen Kalender verbundene To-Do-Liste, und Shortcuts, um schnell Notizen oder Scans bei Evernote abzulegen.

Zuletzt gab FDP-Chef Christian Lindner einen Einblick auf seinen Homescreen. Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie unter turi2.de/mein-homescreen.

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