turi2 edition6: G+J EMS-Sprecher Frank Vogel im Porträt.


Paradiesvogel: Zu Fototerminen erscheint Frank Vogel schon mal mit giftgrünen Socken. Bei öffentlichen Auftritten überzeugt der Anzeigenverkäufer vom Baumwall mit sorgfältig gepflegter Lässigkeit, schreibt Peter Turi im Porträt für die turi2 edition6. (Foto: Johannes Arlt)

Der Anzeigenkunde ist ein scheues Reh und Frank Vogel lockt ihn mit einem Lächeln auf die Lichtung. In knapp geschnittenem Karojackett und mit sorgsam verwuscheltem Haar steht der Chefverkäufer auf der Bühne des Auditoriums von Gruner + Jahr und buhlt um die Aufmerksamkeit von 80 meist weiblichen Kunden der Kosmetik-Branche. Es ist Montagmorgen, 10 Uhr, Vogel hat zum „Digital Beauty Day“ an den Baumwall nach Hamburg geladen.

fragebogen2: Frank Vogel könnte seinen Lebensunterhalt notfalls auch mit der Klampfe in der Hand als Straßenmusiker verdienen.

Vogel spricht sanft, aber pointiert. Warum auch Printmedien in digitalen Zeiten als Werbeträger wichtig sind? Das erklärt er lässig und einleuchtend: Er redet vom „Info-Snacking“, von digitalem Fastfood, und vom „Deep-Diving“, dem entspannten Lesen einer Zeitschrift auf dem heimischen Sofa. Vogel spricht über „Achtsamkeit und Entschleunigung“, wirkt dabei achtsam und entschleunigt wie ein Gelassenheits-Coach. In den gut 20 Minuten auf der Bühne bringt er geschickt alle seine Botschaften unter.

Die Bühne gehört Frank Vogel nicht nur an diesem Montagmorgen. Auf ihr fühlt er sich wohl, denn er ist eigentlich Musiker. Sein Studium hat er sich als Gitarrist und Sänger einer Band finanziert. Wie die Band hieß, will Vogel nicht verraten.
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