turi2 edition6: Madsack-Chef Thomas Düffert im Porträt.


Ärmel hoch, Krawatte weg: Thomas Düffert steht im blauen Hemd im kalten Wind des Wandels. Peter Turi porträtiert ihn in der turi2 edition Netze als den Mann, der Madsack zum 125. Geburtstag komplett umgebaut hat. (Foto: Oliver Reetz)

Die Führungskräfte von Madsack staunen nicht schlecht, als Thomas Düffert bei ihrer Klausur-Tagung 2017 ein Chart an die Wand wirft, das die blendende Stimmung erheblich trübt. Seit 2013, dem Jahr von Düfferts Dienstantritt als Vorsitzender der Geschäftsführung, ist der Gewinn der Mediengruppe Madsack Jahr für Jahr gestiegen – von 53,5 über 56,7 bis auf 65,7 Millionen Euro. Doch ab 2018 soll’s bergab gehen, so die Zeichen an der Wand. Allerdongs sind die Schreckenszahlen mit einer Fußnote versehen: "Prognose ohne weitere Maßnahmen".

Dass nichts passiert, wo Thomas Düffert wirkt, ist allerdings nicht zu erwarten. Und was zu tun ist, damit der Gewinn der Gruppe weiter wächst, steht dann doch auf dem Chart: "Wachstum in der Region, Digital, Konsolidierung, Post, weitere Kosteneinsparungen.

Darunter Düfferts trockene Conclusio: "Gute Ausgangslage, aber wir brauchen mehr Wachstum"

Die Strategie von Düffert, dem großen Mann von 50 mit grauen Strähnen und sonorer Stimme, steht auf zwei Beinen: sparen und expandieren. Düffert will aus Madsack, dem regionalen Zeitungshaus, Deutschlands stärksten Verbund von regionalen Medien machen. Schon jetzt beziehen mehr als 40 Tageszeitungen, darunter 15 Madsack-eigene, überregionale Politik-, Wirtschafts- und Sport-News aus Hannover. Zeiotungsmann Düffert ist überzeugter Netzwerker. Die Zeiten, in denen der kürzeste Witz "Einigen sich zwei Verleger" lautete, sollen vorbei sein.
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