"Guardian"-Chef Alan Rusbridger hört nach 20 Jahren auf.

Alan Rusbridger, Chefredakteur Guardian (Foto: dpa/EPA)

Alan Rusbridger sagt Goodbye. (Foto: dpa/EPA)

Abtritt zum Aufstieg: Alan Rusbridger gibt im Sommer nach 20 Jahren sein Amt als Chefredakteur des "Guardian" auf. Die Fäden der britischen Tageszeitung behält er aber indirekt in der Hand – 2016 wird er Vorsitzender des Scott Trust, der gemeinnützigen Stiftung, die hinter dem "Guardian" steht. Dort folgt er auf Liz Forgan, deren Amtszeit endet.

 

Unter Rusbridgers Führung wurde die Website der linksliberalen Zeitung, die gedruckt mit knapp 200.000 Exemplaren zu den kleineren überregionalen Blättern gehört, zu einer der meistgelesenen englischsprachigen Nachrichtenseiten weltweit. Dazu beigetragen habt nicht zuletzt die Enthüllung der NSA-Dokumente von Edward Snowden. Auch die Mailbox-Abhöraffäre der britischen Murdoch-Zeitungen haben Rusbridgers Reporter aufgedeckt.

 

Geld verdienen musste Rusbridger mit Zeitung und Webseite indes nicht, im Gegenteil: Der Scott Trust gleicht jedes Jahr Millionenverluste aus, die der "Guardian" einfährt – im vergangenen Jahr 34 Mio Pfund. Doch die Kassen sind gut gefüllt, sodass sich Rusbridger auch in seinem neuen Amt ums Geld keine Sorgen machen muss.
sueddeutsche.de, theguardian.com, nytimes.com