DuMont-Papier offenbart Zweifel an "Berliner Zeitung".

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Berliner Sorgenkind: DuMont steht fest zum “Berliner Kurier”, die Zukunft der “Berliner Zeitung” ist dagegen ungewiss. Diesen Eindruck vermittelt ein internes Kommunikationspapier von September 2014, aus dem Meedia.de zitiert.
 
Darin wird ein Verkauf des "Berliner Kuriers" rundweg ausgeschlossen – erst zu Jahresbeginn hat der Verlag die Redaktion ausgegründet. Zur "Berliner Zeitung" zeigt DuMont weniger klare Kante, spricht stattdessen von "sehr schwieriger Marktlage". Der Markt für Qualitätszeitungen mit Lokalbezug ist in Berlin ohnehin eng, der besser finanzierte und digital auffälligere "Tagesspiegel" liegt auflagenmäßig etwa gleichauf. Die kleinere "Berliner Morgenpost" profitiert bis Ende April 2015 von der bezahlten Redaktions-WG mit Springers "Welt", danach übernimmt die Funke-Redaktionsgemeinschaft.
 
Das pressierende Problem für DuMont sind laut internem Papier die durch den Mindestlohn erhöhten Zustellkosten der Abozeitung. Hier soll die Kooperation von Funke, Tagesspiegel-Verlag und DuMonts Berliner Verlag im Gemeinschaftsunternehmen BZV helfen.
meedia.de