Media Broadcast droht mit UKW-Abschaltung.

(Foto: Media Broadcast)

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Kohle her, sonst Sendepause: Media Broadcast droht der Bundesnetzagentur, ab März 2017 die Radio-Übertragung über UKW einzustellen, berichtet der "Kontakter". Das Unternehmen will so höhere Entgelte für den Betrieb seiner Sendemasten durchdrücken. Fast alle privaten Hörfunksender nutzen die Technik der ehemaligen Telekom-Tochter Media Broadcast – und würden massiv Reichweite einbüßen.
 
Demnächst entscheidet die Netzagentur über die künftige Vergütung von Sendeleistungen. Media Broadcast will, dass bei den Entgelten die Kosten für Wiederbeschaffung der Anlagen berücksichtigt werden – was zu höheren Einnahmen führen würde. Andernfalls drohten dem Unternehmen Verluste.
 
Die Netzagentur sieht das anders. Ein Sprecher sagt, es "entbehrt jeglicher konkreter Vorstellungskraft", dass die Existenz von Media Broadcast in Gefahr sei. Ziel sei, den Markt für andere zu öffnen und die monopolistische Stellung von Media Broadcast zu beenden. Bundesweit gibt es 1.600 private UKW-Stationen – noch liegen fast alle in der Hand der Firma.
"Kontakter" 23/2015, S. 26