Mein Homescreen: Dunja Hayali.

homescreen-dunja-hayali600Dunja Hayali, 41, macht ihr iPhone zum Taschenradio. Die ZDF-Moderatorin führt ihre Hündin Emma mit TuneIn auf den Ohren Gassi. Hayalis Handy ist zugleich ihr mobiler Fernseher, der unterwegs zeigt, wie sich Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga schlägt.

Auf meinem Homescreen liegt das Sehen, Lesen und vor allen Dingen das Hören in der ersten Reihe. Ich liebe Radio! Beim Hörfunk habe ich mit dem Journalismus angefangen. Über TuneIn lausche ich morgens meistens dem Inforadio vom rbb, während ich in der Küche stehe und mir Kaffee und Stullen für die Arbeit mache. In einer "Morgenmagazin"-Woche läuft das Radio ab 3.45 Uhr. Dass ich so viel Radio nutze, liegt aber auch an meinem Golden Retriever Emma. Die sieht man hinter meinen Apps und auch auf meinem Lockscreen. Wenn ich mit ihr abends meine Runde drehe, lasse ich den Tag mit dem Deutschlandfunk Revue passieren. Da ich aber auch Musik liebe, komme ich ohne Shazam nicht mehr aus. Es kommt oft vor, dass ich im Café sitze und denke: Welches Lied läuft da gerade? Shazam erkennt eigentlich alle.

Die Podcast-App nutze ich vor allem, wenn ich im Ausland bin. Die Hintergründe vom Deutschlandfunk habe ich abonniert, das Interview der Woche, das heute-journal und Doyé und Wiemers. Die beiden Satiriker von "Frontal 21" finde ich toll. Und ja, ich weiß, da steht eine rote 658. Mein Untergang ist, dass ich die Tagesschau in 100 Sekunden abonniert habe, da kommt ständig was Neues. "Sehen" ist eh wichtig für mich, deshalb gibt es auch einen eigenen TV-Ordner. Ich muss gestehen, die wichtigste App darin ist, neben der ZDF-Mediathek, Sky Go. Ich will halt auch wissen, wie meine Gladbacher spielen, wenn ich unterwegs bin. Neulich stand ich im Flughafen-Bus, als Gladbach ein Tor geschossen hat. Ich habe so laut gejubelt, dass mich alle Leute etwas entgeistert angestarrt haben.

Genau so wichtig wie Radio und Fernsehen sind mir aber die sozialen Netzwerke und Nachrichten. Häufig nutze ich Tame. Man kriegt ja tausend Newsletter. An Tame schätze ich, dass es mir wirklich relevante Themen zusammenfasst, also die Themen, über die sich mein Twitter-Netzwerk jetzt gerade austauscht. Toll ist auch Simply News, das ist auch wie ein Newsletter, den man sich aber persönlicher einstellen kann. In dieser App kann ich leichter entscheiden, welches Thema ich wo vertieft lesen will. Es bietet mir also Links zu diversen Zeitungen etc. So habe ich das Schlagzeilen-Junkie-Dasein, dass durch die Flut von Nachrichten in den sozialen Netzwerken entstanden ist, besser unter Kontrolle.

Kommunikation ist natürlich sehr wichtig. Eigenartig ist: Mit manchen Freunden nutze ich nur die Nachrichten-App, mit manchen nur WhatsApp oder Viber oder Threema. Viber ist fast nur für Bekannte aus dem Ausland. Über die App kann ich halt kostenlos mit ihnen telefonieren.

Gut erreichbar für meinen Daumen ist dann noch der Ordner mit den Kamera-Apps. Der ist inzwischen drei Seiten groß. Ich fotografiere irrsinnig viel, neulich habe ich mal 2.000 Bilder gelöscht, um Platz zu schaffen. Als Kind der 70er empfehle ich die App 8mm Vintage Camera – da kann man tolle Effekte einbauen und Fotos oder Videos sehen aus wie aus den 70er Jahren. Die Position von Apps auf dem Homescreen sollte man nicht unterschätzen. Ich halte das iPhone mit rechts und muss alles mit dem Daumen erreichen können. Von meinen Nichten habe ich mir gerade abgeschaut, das Handy in beiden Händen zu halten und beidhändig zu tippen. Momentan kann ich das noch nicht wirklich – zu viele Fehler – ich tue aber so cool.
twitter.com/dunjahayali, facebook.com/DunjaHayali, dwdl.de (Mini-Porträt)

Vergangene Woche zeigte Radioberater Christian Schalt seinen Homescreen. Davor gewährten Sebastian Matthes, Daniel Bröckerhoff, Isabelle Sonnenfeld, Alexandra Föderl-Schmid, Carl-Eduard Meyer, Hermann-Josef Tenhagen, Hans Demmel, Ole Reißmann, Jochen Wegner, Tobias Schmid, Dominik Schütte, Miriam Meckel, Lars Hinrichs, Jan-Eric Peters, Armin Wolf, Kai Diekmann und Ralf Ressmann Einblick in ihre Startbildschirme.