Mein Homescreen: Julian Reichelt.

Mein Homescreen Julian Reichelt 600
Julian Reichelt, Chefredakteur von Bild.de, hat Anforderungen, mit denen ein schnödes iPhone einfach nicht mithalten kann. Für seinen harten Alltag schätzt Reichelt die "Kalaschnikow unter den Smartphones", das treue, tapfere Blackberry Classic.

Wir sehen oben Plus-1-Screen (mit Apps) und weiter unten den Homescreen (ohne Apps) meines Blackberry Classic. Als Hintergrundbild habe ich das Abzeichen von Seal Team Six Red Squadron eingestellt. Es erinnert mich an meine Zeit als Reporter im Irak und in Afghanistan und an viele beeindruckende Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, sowie an ihren großartigen Teamgeist.

jreichelt-homescreen-extended Alle meine Mails, alle meine Kommentare, Reportagen, Analysen, Artikel und SMS schreibe ich seit einem Jahrzehnt auf dem Blackberry.‎ Ich liebe die Blackberry-Tastatur. Ich kann darauf schneller schreiben als auf meinem Laptop.

Außerdem kann ich blind auf der Tastatur schreiben – Notizen bei Interviews machen und dabei weiter meinen Gesprächspartner angucken, bei langweiligen Abendessen unterm Tisch tippen, am Steuer auf der Autobahn (was ich nicht mehr mache, seitdem ich dabei mal geblitzt wurde), immer und überall kann ich SMS schreiben, mein liebstes Kommunikationsmittel.

Das Blackberry ist inzwischen so erfolglos und unbeliebt, dass viele Apps dafür gar nicht mehr aktualisiert werden. Das hat Vorteile: Mit der Facebook-App kann man noch Nachrichten verfassen, ohne extra den Messenger zu benutzen. In der Twitter-App gibt es für Likes noch den Stern, nicht das bescheuerte Herz.

Ich versuche, alle meine Mails so schnell wie möglich zu beantworten. Das kann ich am besten mit dem Blackberry. Auf der Touch-Tastatur meines iPhones, das ich vor allem für News-Seiten, Fotos usw. benutze, brauche ich ewig, um auch nur eine Zeile zu tippen.

Blackberrys sind mir schon in Staub, Schnee und Schlamm gefallen, auf Asphalt und Beton – und nie ist eines kaputt gegangen, nie das Display zersprungen. Das Blackberry die Kalaschnikow unter den Smartphones – sieht nicht modern aus, aber funktioniert immer.

Ich liebe Blackberry. Es ist das Einzige, worin Barack Obama (hat ein Spezial-Blackberry von der NSA) und ich einer Meinung sind.

Vorige Woche zeigte "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger seinen Homescreen.

Davor gewährten Matthias Dang, Anke Rippert, Dunja Hayali, Christian Schalt, Sebastian Matthes, Daniel Bröckerhoff, Isabelle Sonnenfeld, Alexandra Föderl-Schmid, Carl-Eduard Meyer, Hermann-Josef Tenhagen, Hans Demmel, Ole Reißmann, Jochen Wegner, Tobias Schmid, Dominik Schütte, Miriam Meckel, Lars Hinrichs, Jan-Eric Peters, Armin Wolf, Kai Diekmann und Ralf Ressmann Einblick in ihre Startbildschirme.

Ein Gedanke zu „Mein Homescreen: Julian Reichelt.

  1. Frank Reichelt

    So einen schrägen Vergleich sollte sich mal in diesen Zeiten ein Politiker oder andere Prominente leisten. Gerade "Bild" würde denjenigen tagelang grillen und nach einer Entshuldigung schreien.
    Meine Betrübnis, mit dem Herrn den gleichen Namen zu teilen nimmt immer weiter zu!

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