Mein Homescreen: Mustafa Isik.

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Mustafa Isik, 36, leitet die Abteilung Softwareentwicklung und Plattformen im Bayerischen Rundfunk und nennt sich selbst einen Happy Hacker. Als Ultrageek müssen es beim Papa der BR24-App schon zwei Smartphones sein – entsprechend viele Tipps hat Isik auf seinem Homescreen geparkt. Ganz besonders bewundert er eine Allerwelts-Anwendung: Facebook. (Foto: BR, Samsung/Montage: turi2)

Ich nutze für gewöhnlich zwei Smartphones: ein iOS- und ein Android-Gerät. Ich könnte sagen, dass der Grund dafür einzig in meinem Beruf liegt, muss aber zugeben, dass ich als Geek seit langem zweigleisig fahre. 🙂 Aktuell ist mein "Daily Driver" das Samsung Galaxy S7 edge.

Ich programmiere auch in meiner Freizeit noch gerne für Android und habe mir das S7 edge privat angeschafft – wasserdicht, lange Lebensdauer, großes Display bei gleichzeitig knappen Abmessungen. Spannend, wie die Koreaner Premium-Hardware-Primus Apple unter Druck setzen. Für Apps, die es nur in der iOS Welt gibt oder zum facetimen mit meiner sehr in der Apple-Welt verhafteten Familie kommt ein iPhone 6S Plus zum Einsatz. Familienfotos tauschen wir vornehmlich über das Family Sharing in der Standard-Foto-App von iOS aus.

Meine wichtigsten Apps gibt es zum Glück für die beiden führenden Smartdevice-Plattformen:

  • Signal zur sicheren Kommunikation – wer mich googelt, findet eine ganze Phalanx an öffentlichen Informationen. Das könnte dazu verleiten anzunehmen, dass da jemand sein Leben umfänglich der Öffentlichkeit preisgibt. Sollte der Eindruck entstehen, so trügt er: Dinge, die geheim bleiben sollten, tausche ich nur über sichere Kanäle in begrenztem Kreis aus und werden nicht unverschlüsselt im Netz persistiert.
  • Microsoft Outlook App, die in Zusammenarbeit mit Exchange sehr gute Dienste leistet. Obwohl ich zugeben muss, dass E-Mail sich aus meiner Sicht als Kommunikationsmedium überholt hat – nicht nur, aber auch aufgrund mehr als zwei Jahrzehnten hakeliger Verschlüsselungstechnologie, die keinen Anklang in der breiten, nicht technologieaffinen Masse gefunden hat. Ich schätze die App insbesondere wegen der guten Kalender- und Meetingfunktionen.
  • Slack ist das mit Abstand wichtigste Kommunikationsmedium in unserem Team: Wir haben ein Abo mit mehr als 100 Nutzern, vielen Channels, diversen selbstgeschriebenen Automatismen und Dienstintegrationen im Einsatz – so landen z.B. Meldungen und Rezensionen zu unseren verschiedenen Apps automatisiert in dedizierten Channels in Slack, so bleiben alle digitalen Produktentwickler auf dem Laufenden.
  • 1Password, das ich zur Verwaltung von mehreren hundert Passwörtern auf allen Mobilgeräten, Windows und OS X Geräten verwende. Wer weiß bzw. mitverfolgt, wie einfach Passwörter bzw. Passwort-Hashes den unterschiedlichen Dienstanbietern abhanden kommen können (und es oft genug tun), der legt sich für jedes Angebot dedizierte komplexe Zugangsdaten an. Diese im Kopf zu behalten ist schwierig, aber mit Angeboten wie LastPass oder 1Password auch kein Problem mehr.
  • Authy ist mein "2-Factor-Authenticator" der Wahl: Das plattformübergreifend-synchronisierte Angebot hat bei mir den Google Authenticator abgelöst. Jeder Onlinedienst, der die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung über eine entsprechende App unterstützt, bekommt Einmal-Codes aus der App.

Ich lese gerne und viel auf dem Smartphone – auch Bücher und Fachliteratur. Gerade weil die Geräte inzwischen Phablet-Größe und eine noch vor wenigen Jahren nicht vorstellbare Pixeldichte erreicht haben, ist das auch kein Problem mehr. FBReader, Google PDF Viewer und die Kindle-App sind meine Apps der Wahl für die unterschiedlichen Dateiformate ePub, PDF und das Amazon-Format mobi.

Unter den Social-Media-Apps ist mir die Facebook-App am ehesten ans Herz gewachsen: Ich finde das soziale Netzwerk aus Palo Alto immer noch am attraktivsten und nutze es sehr gerne, um mit Freunden und Familie rund um den Globus in Kontakt zu bleiben. Technisch wirkt die App einfach, dabei handelt es sich aus Engineering-Perspektive um eine der handwerklich besten Apps überhaupt: Ein Maßstab, den man sich gerne tagtäglich vor Augen hält.

Vor nicht langer Zeit habe ich Uber für mich entdeckt und nutze den Dienst unerwartet oft: Die Integration von physikalischer Dienstleistung und einer sehr einfach wirkenden App, ist der Truppe um Travis Kalanick sehr gut gelungen.

Meine Unterhaltungs-Highlights mögen langweilig wirken: Ich nutze Spotify, Netflix und YouTube täglich – ebenso die Chromecast-Funktionen der drei Apps, um die Musik auf die heimische Anlage zu bringen oder YouTube-Videos und Serien ohne Weiteres auf diversen großen Displays im Office oder den heimischen vier Wänden anzuschauen.

Für Wetter und Verkehr
zähle ich auf Google Now und das Spracherkennungs-Interface.

Vor vielen Jahren habe ich gerne Albert Wengers Delicious zum Verwalten von Links zu Webseiten genutzt. Read it later und Instapaper waren nie so meins, Pocket dafür umso mehr: Mit der App sichere ich Links zu für mich Wichtigem und Interessantem bzw. Webinhalten, denen ich mich erst später widmen kann.
twitter.com/codesurgeon, codesurgeon.com, linkedin.com, geek-week.de (Podcast)

Vorige Woche zeigte Springers Head of Data Innovation Jana Moser ihren Homescreen. Davor gewährten Nikolaus Röttger, Marcus Schwarze, Florian Harms, Nora Abousteit, Nana Siebert, Joël Kaczmarek, Dirk Benninghoff, Torsten Beeck, Julian Reichelt, Stefan Plöchinger, Matthias Dang, Anke Rippert, Dunja Hayali, Christian Schalt, Sebastian Matthes, Daniel Bröckerhoff, Isabelle Sonnenfeld, Alexandra Föderl-Schmid, Carl-Eduard Meyer, Hermann-Josef Tenhagen, Hans Demmel, Ole Reißmann, Jochen Wegner, Tobias Schmid, Dominik Schütte, Miriam Meckel, Lars Hinrichs, Jan-Eric Peters, Armin Wolf, Kai Diekmann und Ralf Ressmann Einblick in ihre Startbildschirme.