Mein Homescreen: Timm Weber.


Timm Weber, Chief Creative Officer bei Publicis Pixelpark, informiert sich am liebsten bei Quartz. Als Vater von Töchtern muss er mit Pferde-, Hunde- und Lipsync-Apps leben.

Ich muss alle enttäuschen, die auf meinem Homescreen etwas Sensationelles oder Neues erwarten. Es gibt keine neue geniale Co-Working-Software oder ein Zeitoptimierungsprogramm. Hätte ich alles vielleicht gern, hat sich nur noch nicht ergeben. Auf meinem Homescreen sind all die Dinge, die ich so jeden Tag benutze. Ich versuche mal kurz zu erklären, was das so ist und warum das so ist.

Sehr gern nutze ich die HVV-App, wenn’s mal regnet und ich nicht mit dem Fahrrad ins Büro fahren kann. Was ein tolles Gefühl, an den blöden Automaten vorbeizugehen und pro Fahrt sogar noch 5 Cent zu sparen.

Der Kalender klicke ich immer panisch an, wenn ich vermute, dass ich schon wieder einen Termin vergessen habe. Ja, ich weiß – es gibt eine Erinnerungsfunktion. Trotzdem.

Ich habe außerdem eine komische Blog-App auf dem Homescreen, die ich für meinen Blog nutzen muss, seitdem Google die Blogger-App einfach hat verschwinden lassen. Weiß jemand, was damit passiert ist? Sind Blogs schon so durch, dass Google die Apps einfach einstellt?

Die übliche Dosis Klatsch und Filterbubble und Postinggewitter liefern mir Facebook (Android) und Instagram (Android).

Ein bisschen Musik ist auch dabei, wobei ich mich immer schwer entscheiden kann, ob ich Mixcloud (Android) oder Soundcloud (Android) besser finde.

Eine große Portion Nachrichten: Derzeit mag ich Quartz (Android) wirklich sehr gern. Dieses Chatbothafte, die Leichtfüßigkeit, auch mit schweren Themen umzugehen, lässt mich sehr oft draufklicken. Und man ist immer wirklich schnell informiert.

Eine App, die den meisten vielleicht noch nicht bekannt ist, heißt FotoOto. Die habe ich bewußt auf dem Startscreen, denn das ist eine App, die wir bei Publicis Pixelpark entwickelt haben. Und von der ich sehr begeistert bin. FotoOto, japanisch für Bild und Ton, erzeugt ein neuartiges Bildformat, das ein Foto mit Soundeffekten und Sprache kombiniert und so blinden und sehbehinderten Menschen zum ersten Mal die Möglichkeit gibt, Momente und Erinnerungen fotografisch festzuhalten, teilen zu können und später auch wiederzufinden (so viel Werbung in quasi eigener Sache muss sein).

Zurück zu meinem Homescreen. Die unterste Reihe gehört den Kindern. Wir haben den Deal, dass sie ab und zu mit meinem Telefon spielen dürfen. Früher waren das eher so sympathische Dinge wie der Streichelzoo (Android) von Christoph Niemann, jetzt sind es viel öfter MyHorse (Android) und musical.ly (Android) (ich habe Töchter!). Oder, noch schlimmer, das Hundespiel Klatsch (Android), das mehr oder weniger automatisch erfolgreiche Spiele auf Facebook postet. Auf meinem Facebook-Account natürlich!!!

Zuletzt gab Jochen Voß, Crossmedia Producer der "heute-show", einen Einblick auf seinen Homescreen. Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie unter turi2.de/mein-homescreen.