Mein Medienjahr: Christian Meier.

Journalistische Inhalte – und damit die traditionellen Medien – sind für WeltN24-Redakteur Christian Meier die Gewinner des Medienjahres 2015. “Facebook, Twitter, Snapchat, die wollen alle Inhalte von Medienunternehmen zu haben”, resümiert Meier vor allem mit Blick auf Facebooks Instant Articles. “Die brauchen das, um ihre Nutzer zu halten.” Auch die deutsche TV-Serie sei im Aufwind – und überraschend Discovery, das ARD und ZDF im Kampf um die Olympia-Rechte ausstach. Der Kauf von Business Insider sei indes ein “cooler Deal” für seinen Arbeitgeber Springer gewesen.
 

ARD und ZDF gehören zu den Verlierern, sagt Meier, selbsternannter Fan des dualen Mediensystems. “ARD und ZDF haben sich keinen Gefallen damit getan, den Mehrbedarf für die nächste Gebührenperiode zu fordern. Das ist das falsche Zeichen.” Zweiter Verlierer ist in Meiers Augen Sat.1, die mit dem Scheitern von Newtopia den TV-Flop des Jahres hinlegten.
 

Bezahl-Inhalte bleiben das zentrale Thema im Medienjahr 2016 – vor allem die Etablierung neuer Paid Content-Angebote, sagt Meier. Der “Welt”-Journalist lobt den in Deutschland gestarteten Anbieter Blendle, der den Erwerb einzelner Artikel ganz einfach mache. Meier sieht 2016 außerdem als “ein entscheidendes Jahr, in dem wir Journalisten unsere Position in der Gesellschaft durch gute Arbeit stärken sollten”.

Über ihr Medienjahr sprechen außerdem die Branchenbeobachter Kai-Hinrich Renner (“Handelsblatt”), Ulrike Simon (“Horizont”, Madsack), Michael Meyer (ARD-Hörfunk), Vera Linß (Deutschlandradio) und Daniel Häuser (“Clap”).

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