Mein Medienjahr: Kai-Hinrich Renner.


Springer ist der Gewinner der deutschen Medienlandschaft 2015, ist "Handelsblatt"-Redakteur Kai-Hinrich Renner überzeugt. Das Unternehmen "macht Sachen, die sich andere nicht trauen", lobt der bestens vernetzte Exklusiv-News-Produzent. Die Investition in Business Insider und das Joint Venture Upday mit Samsung seien riskant, aber notwendig im digitalen Zeitalter.
 


Springer heißt zugleich auch der größte Medien-Verlierer 2015, sagt Renner – weil der Einstieg bei der "Financial Times" in die Hose ging. "Dadurch hätte Springer ein internationales, ein globalisiertes Unternehmen werden können." Am Ende fehlten knapp 200 Mio Euro und Nikkei bekam den Zuschlag. "Da haben sie sich einfach verkalkuliert."
 


Neue Inhalte-Produzenten werden das Medienjahr 2016 bestimmen, glaubt Kai-Hinrich Renner beim Blick in die Glaskugel. Ein Vorgeschmack lieferte 2015 bereits Xing, ein soziales Netzwerk, das mit Ex-"Wirtschaftswoche"-Chefredakteur Roland Tichy an der Spitze eine Redaktion aufbaut und selbst Nachrichten generiert.

Über ihr Medienjahr sprechen außerdem die Branchenbeobachter Ulrike Simon ("Horizont", Madsack), Michael Meyer (ARD-Hörfunk), Vera Linß (Deutschlandradio), Daniel Häuser ("Clap") und Christian Meier (WeltN24).