Murdoch spart "Wall Street Journal Deutschland" ein.

WSJ.de-screenshotRadikaler Rückzieher: Rupert Murdoch stellt "Wall Street Journal Deutschland" nach nur drei Jahren zum Jahresende ein. Die digitale Wirtschaftszeitung konnte sich bei Nutzern und im Werbemarkt nicht durchsetzen. Auch bei der türkischsprachigen Ausgabe "Wall Street Journal Türkiye" zieht Murdoch den Stecker. Überbringen muss Murdochs Entscheidung William Lewis, Chef der "WSJ"-Mutter Dow Jones. Er schreibt in einer E-Mail an die Mitarbeiter, die Auslandsableger seien nicht mehr "Kern" des künftigen Geschäfts. Lediglich die Korrespondentenbüros in Deutschland und der Türkei blieben erhalten. Dow Jones setzt nun ganz auf die englischsprachige Ausgabe. Auch im "WSJ"-Mutterland wird gekürzt: Das "Wall Street Journal"-Radio-Network, das US-Sender mit Wirtschaftsnachrichten beliefert, macht zum Jahresende dicht, Audiobeiträge gibt’s dann nur noch im Web. Das so genannte "Sunday Journal", das Inhalte des "Wall Street Journals" an Partner-Zeitungen liefert, soll "in den kommenden Monaten" ebenfalls beendet werden.
meedia.de, newsroom.de, kress.de, jimromenesko.com (E-Mail Lewis)