Oberauer will Kress.de wiederbeleben.

Johann Oberauer, Verleger

Johann Oberauer bringt neue Ordnung in sein Medien-Imperium. (Foto: Verlag Oberauer)

Frische Brise aus dem Süden: Johann Oberauer ordnet seine Mediendienste neu und versucht vor allem bei Kress.de, Staub der vergangenen Jahre abzuklopfen. Künftig entstehen Newsroom.de und Kress.de in der gleichen Redaktion – unter der Leitung von Bülend Ürük, bisher Newsroom.de, und Marc Bartl, bisher Kress.de. Das Portal soll, wenn es nach Oberauer geht, ausschließlich Nachrichten mit Relevanz verbreiten – anders als bisher: Kress.de streut vor allem Pressemitteilungen, meist im Wortlaut, und nervt mit steinalten "Blitz-Meldungen". Auch vom "Klickwahnsinn", wie ihn Meedia betreibt, soll sich der Dienst unter der neuen Führung verabschieden, Nachrichten wird es nur dann geben, "wenn tatsächlich etwas bedeutsam ist und nicht, weil dringend Klicks für die monatlichen IVW-Zahlen notwendig sind", lässt Oberauer sich zitieren. Bis zum Sommer lässt der Verleger seinen Leuten für den Umbau Zeit, dann soll Kress.de aus einem Netzwerk von "rund 20 Journalisten" entstehen. Bei Newsroom.de will Oberauer auf Hintergründe setzen.
 
Der arg geschundene "kressreport" bekommt künftig ein Eigenleben. Das frühere Lieblingsheft der Chefredakteure, das seit 2004 massiv an Auflage verlor, wird eine Art Medienmanager-Magazin – ein "Bezahldienst für Führungskräfte in der Medienbranche", wie turi2 bereits am 13. Februar berichtete.
kress.de, meedia.de, turi2.de ("kressreport"), turi2.de (Background)