"stern"-Chef Wichmann muss womöglich weichen.

Es rappelt im Karton bei der Wundertüte "stern": Nach Informationen des gewöhnlich gut unterrichteten "Horizont"-Korrespondenten Roland Pimpl verliert "stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann nach nur einem Jahr auf der Kommandobrücke des einstigen Flaggschiffes an Rückhalt in der Redaktion und – schlimmer noch – beim Vorstand. Wichmann stehe vor der Ablösung, hat Pimpl "hier und da im Verlag" gehört, ein Nachfolger stehe in Christian Krug schon bereit. Der "Gala"-Chefredakteur Krug war u.a. Reporter und Ressortleiter beim "stern", auch Chef der G+J-Kundenmedien (u.a. "Lufthansa Magazin"). Krug soll dem "stern" demnach statt harter Themen aus Politik und Wirtschaft wieder "mehr Buntes in die Wundertüte füllen", schreibt Pimpl. Dem bisherigen Chef Wichmann werden "mangelnde Kommunikation und Kritikfähigkeit" vorgeworfen, sowie ein "autoritärer Führungsstil". Seine "Matrixorganisation" der Redaktion funktioniere nicht, ebenso wenig die "Blattkomposition im Markt". Offiziell wird ein Wechsel noch dementiert: Ein Verlagssprecher will gegenüber "Horizont" diese "Personalspekulationen" nicht kommentieren, ergänzt jedoch: "Dominik Wichmann ist und bleibt Chefredakteur des ’stern'." Fragt sich nur, wie lange noch. (Foto: stern.de)
"Horizont" 33/2014, S.5