Turner will Politikkommunikation ausbauen.

Sebastian Turner wähnt den "Tagesspiegel" in "der Mitte des Sonnensystems".

Sebastian Turner wähnt den "Tagesspiegel" in "der Mitte des Sonnensystems".

Sebastian Turner, vom Verleger über den Werber zum Verleger zurückmutierter Kreativkopf, sieht die Zukunft des "Tagesspiegel" in der Nischen-Kommunikation. Deshalb will er die Schiene Fach- kommunikation für Politik-Entscheider, die er bei der defizitären Tageszeitung eingezogen hat, ausbauen. Er plant "etwas in der gedruckten Zeitung, etwas Digitales und was zum Hingehen", konkreter will Turner im Interview mit turi2 nicht werden. Schon bisher schreibe der "Tagesspiegel" wachsende Umsätze mit dem neuen Zeitungsteil Agenda, sowie mit Newslettern und Fachkonferenzen, freut sich der hochdekorierte Ex-Werber Turner, der seit Anfang des Jahres 20 % am "Tagesspiegel" hält und eine Art Junior-Verleger neben Alt-Verleger Dieter von Holtzbrinck ist. Turner definiert sich bei der Tageszeitung als "entrepreneur in residence", was keinesfalls mit "Unternehmer im Ruhestand" übersetzt werden darf. Sondern als "Unternehmer vor Ort" – wahrscheinlich weil Dieter von Holtzbrinck im 600 Kilometer entfernten Stuttgart sitzt, wo Turner 2012 als OB-Kandidat scheiterte. Knapp, wie er betont.
turi2.de (Interview), spiegel.de (Background)