lexikon2: Paid Content.

Großes Plus für "Bild" und Springer: Mathias Döpfner (Foto: dpa)

Großes Plus für "Bild" und Springer: Mathias Döpfner (Foto: dpa)

Paid Content ist der Versuch der Verleger, dem Online-Journalismus ein Preisschild anzuheften. Für jüngere Nutzer sind kostenlose News im Netz so selbstverständlich wie der Wisch übers Smartphone-Display oder die Luft zum Atmen. Die Verlage beklagen diese "Kostenloskultur" und errichten dagegen Bezahlschranken. Bei der Umsetzung sind die Medienhäuser sich aber uneinig. Im schlimmsten Fall beklauen sie sich gegenseitig und bringen die Exklusiv-Artikel des Konkurrenten, die eigentlich hinter der Paywall liegen, schadenfroh auf die eigene, freie Website. Ein Verhalten, dass zumindest stellenweise bei focus.de und promiflash.de zu beobachten war.

 

Statt – wie von vielen Netzbewohnern gefordert – an einer gemeinsamen Bezahllösung zu arbeiten, stellt fast jeder Verleger sein eigenes digitales Kassenhäuschen auf. Bezahl-Innovationen kommen von Startups wie dem Pay-per-View-Anbieter Blendle oder der E-Magazin-Flatrate Readly. Das bisher ehrgeizigste und in Ansätzen auch erfolgreichste Paid-Content-Modell kommt von Bild.de. Springer hat für Bild Plus schnell über 200.000 Abonnenten gefunden, die Rechte an Video-Kurzberichten der Fußball-Bundesliga dürften ihren Teil dazu beigetragen haben.
de.wikipedia.org, wirtschaftslexikon.gabler.de, taz.de (Bild Plus), bdzv.de (Übersicht), blendle.nl, de.readly.com

 

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