lexikon2: Stefan Niggemeier.

Stefan Niggemeier, Jahrgang 1969, ist Deutschlands bester, bekanntester, produktivster und beliebtester Medienkritiker. Wo immer es in Deutschland etwas am Gebaren von Fernsehen, Funk und Printmedien zu kritisieren gibt – Stefan Niggemeier ist zur Stelle. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang, kein anderer ist mit Runterschreiben so weit hochgekommen: Bert-Donnepp-Preis, Grimme Online Award, LeadAward, Journalist des Jahres uvm., nur auf den Literaturnobelpreis wartet "Niggi", wie er sich auf Twitter nennt, noch.

Seine Methode ist meistens dieselbe: Niggemeier findet Schwachstellen, seziert diese akribisch und wortgewaltig und leitet aus dem Detail die Verderbtheit des Ganzen ab. Nur gelegentlich überzieht Niggemeier, dann wird er zum Niedermacher der Nation, zum Tasten-Taliban, zum Shitstorm mit Schmerbauch, zum Ein-Mann-Exekutionskommando, z.B. bei Konstantin Neven DuMont oder Markus Lanz. Das eigene Geschäftsmodell sucht Niggemeier noch: Die Werbe-Vermarktung seiner Blogs scheiterte ebenso wie der Versuch, als gut bezahlter Hauskritiker den "Spiegel" von innen zu verändern; sein Bildblog dümpelt vor sich hin. Zu den Anfangs-Erfolgen der Krautreporter trug Niggemeier als journalistisches Aushängeschild bei, stieg jedoch bald aus. Seit 2016 versucht er sich mit Kompagnon Boris Rosenkranz mit einem abofinanzierten Blog namens Übermedien.de, wo Niggemeier nach eigenen Angaben Tausende seiner Fans zu zahlenden Kunden macht.

Stefan Niggemeier 2015 600Medienkritiker Stefan Niggemeier räumt Preise ab
 

Niggemeier beeinflusst eine Reihe von Medienkritikern: Vom Papst der Presseschelte selbst gefördert wurden der Regenbogen-Bekämpfer Mats Schönauer und der TV-Kritiker Peer Schader. Ohne Förderung durch den Meister – häufig sogar in Konkurrenz – agiert Meedia-Co-Chefredakteur Stefan Winterbauer. Die Niggemeiersche Perfektion im Gestus des Besserwissenden bleibt aber unerreicht.

News über Stefan Niggemeier auf turi2.de

Geboren am 15. Dezember 1969 in Harderberg/Osnabrück

stefan.niggemeier@gmail.com

Profile: 
twitter.com/niggi
facebook.com/niggemeier
wikipedia.de
linkedin.com/stefan-niggemeier
stefan-niggemeier.de (Lebenslauf)
uebermedien.de

dwdl.de (28-Min-Interview mit Thomas Lückerath)
zeit.de (Bericht über den Start von Übermedien.de 2016)


Stefan Niggemeier erklärt übermedien.de. turi2.tv (8-Min-Interview Januar 2016)

 


Stefan Niggemeier in einer Ringvorlesung an der Freien Universität Berlin über "Von wegen: Lügenpresse!" YouTube (90-Min-Video Juni 2016)

 


Stefan Niggemeier über 10 Jahre Bildblog. YouTube (20-Min-Interview Mai 2014)

 
 
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3 Gedanken zu „lexikon2: Stefan Niggemeier.

  1. Marius

    Es nervt mich, dass auch Mainstream Medien die Bezeichnung "Ausländer" als Synonym für Flüchtlinge einsetzen. Ich bin – wie 250.000 andere ÖsterreicherInnen ein Ausländer in Deutschland, lebe hier seit 20 Jahren, zahle brav meine Steuern, und habe mir nichts strafrechtliches zuschulden kommen lassen. Flüchtlich war ich nie.

    Warum werden wir in einen Topf mit Kriminellen geworfen? Ach ja und es gibt auch jede Menge Italiener, Türken, Griechen, und andere Ausländer, die ebenso redlich seit Jahrzehnten hier in Deutschland leben und arbeiten.

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  2. Ingo Neitzke

    Danke dafür, weil es mir bestätigt, was ich bisher nur dumpf fühlte: Lagerspaltendes Gegeneinander, statt Miteinander.
    Raab würde ihm vermutlich als Kampfparole empfehlen 'Wer schlägt den Niggi?'.

    Es ängstigt mich, dass auch Anwälte – also für manipulationsarme Sachlichkeit bezahlte Menschen – als Fans in der Schreibarena undifferenziert jubeln "Der Niggi nimmt … auseinander".

    Der Beitrag motiviert mich die Buchung des Einführungskurses für ethisch korrekten Journalismus nicht mehr zu lange vor mir herzuschieben.

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  3. DL2MCD

    "kein anderer ist mit Runterschreiben so weit hochgekommen"

    LOL, aber auch nur, was die Preise betrifft, für die er aber nur Ärger hat, und jene, die darüber berichten wollen/sollen, erst recht.

    Ansonsten, mit Verlaub, schreibt sich doch die ganze Branche gegenseitig runter. Anwesende selbstverständlich ausgeschlossen, pardon, NICHT ausgeschlossen….

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