Mitarbeiter-KG des "Spiegel" will Büchners Abgang.

Entscheidung zum Wochenende? Die mächtige Mitarbeiter-KG, mit 50,5 % Mehrheitseigner des Spiegel-Verlags, wird auf der Gesellschafterversammlung am Freitag wohl die Ablösung von Chefredakteur Wolfgang Büchner fordern, berichten unisono "Horizont" und "Handelsblatt". Büchner hätte somit den seit Monaten schwelenden Machtkampf mit großen Teilen der Printredaktion verloren. Gruner + Jahr… Weiterlesen …

"Spiegel"-Ressortleiter geschlossen gegen Büchner.

Der Machtkampf beim "Spiegel" geht weiter: Wolfgang Büchners Einzelgespräche mit den Print-Ressortleitern haben die Fronten zwischen dem Chefredakteur und den Magazin-Machern nicht gelockert, sondern verhärtet. Die zwölf Vollressortleiter sprechen Büchner in einem Brief an die "lieben Kolleginnen und Kollegen" vom Montag, der turi2 vorliegt, geschlossen ihr Misstrauen aus…. Weiterlesen …

Büchner bleibt Chefredakteur auf Bewährung.

Tagesgeschäft ohne den Chef: Wolfgang Büchner hat von den drei Gesellschaftern des "Spiegel" eine nahezu unlösbare Aufgabe gestellt bekommen – er soll sich auf die überwiegend feindlich gesonnene Print-Redaktion zubewegen und sie dazu bringen, mit ihm die Vision "Spiegel 3.0" umzusetzen. Dazu wird Büchner sich aus dem redaktionellen… Weiterlesen …

Redaktion bezieht Stellung gegen Büchner.

Rein in den Schützengraben und volle Breitseite auf den Chefredakteur: Im Konflikt um den unglücklich agierenden "Spiegel"-Chef Wolfgang Büchner fühlen sich die Print-Redakteure stark genug, um ihrem Chefredakteur das Misstrauen auszusprechen. Büchner-Gegner streuen vernichtende Zahlen: So sollen über 80 % der Print-Redakteure eine Resolution unterschrieben haben, die sich… Weiterlesen …

"Spiegel" holt Clemens Höges in die Chefredaktion.


Blattmacher wird Boss: "Spiegel" beruft Clemens Höges in die Chefredaktion – neben Steffen Klusmann und Barbara Hans. Sein Amt als Blattmacher wird Höges behalten. Er scheidet jedoch aus der Kommission aus, die die internen Verfehlungen rund um den Relotius-Skandal untersucht. Der Verlag betont, dass sich die Fertigstellung des Abschlussberichts dadurch nicht verzögere. Der Bericht werde "in Kürze" an Klusmann und Geschäftsführer Thomas Hass übergeben.

Mit Höges' Berufung endet ein Vakuum an der Spitze des Magazins, ausgelöst durch den Fall Relotius. Ullrich Fichtner und Matthias Geyer ließen ihre Ämter als Co-Chefredakteur bzw. Blattmacher zunächst ruhen – und wurden dann auf Posten mit "besonderen Aufgaben" weggelobt. Fichtner und Geyer waren als Förderer und Ressortchef von Relotius für die Chefredaktion verbrannt. Die Lücke füllte Höges zunächst übergangsweise als Blattmacher, ab sofort offiziell als Teil der Chefredaktion. Höges ist seit 1990 beim "Spiegel", leitete früher Deutschland- und Auslandsressort. Unter Wolfgang Büchner wurde er 2014 schon einmal stellvertretender Chefredakteur. (Foto: Fotoraum Reinhold / Der Spiegel, Montage_ turi2)
spiegelgruppe.de

Aktuell bei turi2.tv: Clemens Höges spricht am vergangenen Freitag über die Relotius-Aufklärung.

"Spiegel" macht Clemens Höges und Armin Mahler zu Interims-Blattmachern.

Spiegel beruft als Interims-Chefs Armin Mahler und Clemens Höges als Blattmacher des Nachrichtenmagazins, schreibt Meedia. Mahler (Foto) leitete über 25 Jahre das Wirtschaftsressort und war auch zeitweise Geschäftsführer der Spiegel Mitarbeiter KG. Höges war bereits stellvertreter Chefredakteur an der Seite von Wolfgang Büchner und ist Mitglied der dreiköpfigen Aufklärungskommission im Fall Relotius. Die Verträge mit Ullrich Fichtner und Matthias Geyer wurden zuvor ausgesetzt.
meedia.de, turi2.de (Background)

Merkel, Madsack, DuMont, Saturn – die meistgeklickten Newsletter-Links im Mai 2018.

Top 1:
Kanzlerin kündigt Lockerung der deutschen DSGVO-Umsetzung an.
771 Klicks

Angela Merkel will die deutsche Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung kurz vor deren Inkrafttreten lockern. "Manches ist wirklich eine Überforderung", sagt sie am Mittwoch – und verweist auf laxere Bestimmungen u.a. in Österreich.
berliner-zeitung.de


Top 2:
Madsack und DuMont verbünden sich in Berlin.
690 Klicks

Madsack und DuMont schmieden eine gemeinsame Hauptstadtredaktion. Wolfgang Büchner und Uwe Dulias werden die Chefs der neuen RND Berlin GmbH, Gordon Repinski leitet das Büro. Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland ist an dem Joint Venture mit 75% beteiligt, DuMont mit 25%.
kress.de


Top 3:
Meinung: Martin Bell beobachtet Saturn beim Aussterben.
586 Klicks

Saturn stirbt den Verantwortlichen unter den Händen weg, beobachtet Martin Bell. Das neue Markenversprechen, den neuen Slogan und Flagship-Store sieht er als Ausdruck der Verzweiflung und "letztes Aufbäumen einer Marke". Seit 2011 hat sich Saturn aus acht Ländern zurückgezogen.
wuv.de


Top 4:
Renner: Gabor Steingart kommt nicht aus seinem Vertrag bei Holtzbrinck raus.
577 Klicks

Gabor Steingart kommt nicht aus seinem Vertrag heraus und verschickt deshalb bisher keine Morning Briefings, erfährt Kai-Hinrich Renner aus dem Flurfunk beim "Handelsblatt". Der Vertrag des Ex-Juniorverlegers soll bis Ende 2020 laufen.
abendblatt.de


Top 5:
WDR: Fernsehfilmchef Gebhard Henke bestreitet öffentlich Missbrauchs-Vorwürfe.
531 Klicks

WDR: Sechs Frauen erheben im "Spiegel" konkrete Belästigungsvorwürfe gegen Filmchef Gebhard Henke. Er soll zwischen 1990 und 2015 Frauen u.a. Förderung gegen "körperliche Zuwendung" angeboten haben. Zu den Betroffenen, die sich äußern, zählt auch die Moderatorin Charlotte Roche.
spiegel.de


Das waren die meistgeklickten Newsletter-Links im April.

Madsack und DuMont verbünden sich in Berlin.


Berliner Partnerschaft: Die Madsack Mediengruppe und DuMont schmieden eine gemeinsame Hauptstadtredaktion. Wolfgang Büchner und Uwe Dulias werden die Chefs der neuen RND Berlin GmbH, Gordon Repinski leitet das Büro.

Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland ist an dem Joint Venture mit 75% beteiligt, DuMont mit 25%. Die gemeinsame Redaktion liefert die Politik- und Wirtschaftsinhalte für beide Mediengruppen. Die Redakteure sitzen im bisherigen Hauptstadtbüro des RND im Gebäude der Bundespressekonferenz. Alle in Berlin ansässigen Journalisten des RND wechseln in die neue Gesellschaft. Thorsten Knuf, Korrespondent von DuMont, schreibt auf Twitter, die DuMont-Mitarbeiter "können sich bei einem neuen Gemeinschaftsunternehmen bewerben, das mit der Madsack-Gruppe gegründet werden soll".

Außerdem werden sechs DuMont-Titel Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland: Ab Oktober können "Berliner Zeitung", "Kölner Stadt-Anzeiger", "Mitteldeutsche Zeitung" sowie der "Express", die "Hamburger Morgenpost" und der "Berliner Kurier" auch auf überregionale Inhalte vom RND zugreifen. Das Kartellamt muss dem Zusammenschluss noch zustimmen.
kress.de, madsack.de, twitter.com (Thorsten Knuf) turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Uwe Dulias macht Madsacks Volontäre fit für die Zukunft.

Spekulation: Augstein-Erben haben "Spiegel"-Reform nicht abgesegnet.

Spiegel-150Spiegel Agenda 2018 wurde wohl nicht von allen Gesellschaftern abgesegnet, sonst hätte Verlags-Geschäftsführer Thomas Hass Einvernehmlichkeit demonstriert, analysiert Christian Meier. Es könne "nur die Erbengemeinschaft der Augsteins gewesen sein", die ihr Veto eingelegt habe. Mit einem Anteil von 24 % hänge von ihrer Zustimmung oder Ablehnung nichts ab. Womöglich ging es den Erben "weniger um das 'Ob' denn um das 'Wie' des Sparprozesses", spekuliert Meier. Die "Spiegel 3.0"-Agenda von Ex-Chefredakteur Wolfgang Büchner hatten die Augstein-Erben noch unterstützt. Die besondere Eigentümerstruktur verhindere zudem, dass der Verlag sich breiter aufstelle, der Marktwert hänge fast allein an nur einer Medienmarke. Meier fürchtet bereits einen "Last Exit Bertelsmann".
medien.welt.de

"Blick"-Chefs tauschen ihre Jobs für eine Woche.

wolfgang-büchner-mai 2015-150Wolfgang Büchner lässt beim "Blick" die Chefs rotieren. Nach der Wahl zum Schweizer Bundeshaus übernehmen die Chefredakteure Christine Maier ("SonntagsBlick"), René Lüchinger ("Blick"), Rüdi Steiner (Blick.ch), Peter Röthlisberger ("Blick am Abend") und Felix Bingesser ("Blick" Sport) für jeweils eine Woche die Verantwortung eines anderen Titels der Blick-Gruppe. Ziel der Übung sei, die Zusammenarbeit und das "Verständnis für die jeweiligen Bedürfnisse zu verbessern", erklärt die Ringier-Pressestelle. Röthlisberger und Steiner haben auch Ambitionen auf dan Posten des übergreifenden "Blick"-Deskmanagers.
blog.tagesanzeiger.ch

dpa-Vize Michael Ludewig wechselt zur "Blick"-Gruppe.

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Go south! Wolfgang Büchner erinnert sich an seinen Erfolg bei der dpa und holt Michael Ludewig, aktuell Vize-Chefredakteur der Nachrichtenagentur, zum Blick. Ludewig verantwortet bei der dpa derzeit die Auslandsdienste und das Korrespondentennetz außerhalb Deutschlands. Bei Ringiers Alpen-"Bild" heuert er als Managing Editor an – ein Job, in dem er vor allem koordinieren soll: Er verantwortet u.a. Layout, Produzenten, Bild, Infografik, iPad und deren Zusammenspiel im Newsroom. Im "Change-Prozesse" der Gruppe soll er so "eine zentrale Rolle" spielen. Büchner, seit Mai Geschäftsführer der "Blick"-Gruppe, bezeichnet ihn als seine "Idealbesetzung". Auf die muss er allerdings noch bis Jahresende warten, dann lässt die dpa Ludewig gen Süden ziehen.

Ludewig ist fast schon ein Dino beim Agentur-Dino: Seit 1997 an Bord, zunächst als Dienstleister, ab 2000 als Landesbüroleiter in Leipzig, Stuttgart und Frankfurt. 2006 folgte der Aufstieg in die Chefredaktion Inland. Vier Jahre später wurde er Chef Ausland und Vize-Chefredakteur. Gelernt hat Ludewig in Hamburg in der Henri-Nannen-Schule, später schrieb er u.a. für den "stern".
presseportal.de (dpa), ringier.com

"Sex sells" könnte beim "Blick" bald vorbei sein.

wolfgang-büchner-mai 2015-150Wolfgang Büchner beerdigt beim Schweizer Blick den Boulevard: Christian Lüscher berichtet aus einer internen Redaktionsdiskussion, in der sich viele Führungskräfte gegen den aktuellen "Sex-sells"-Kurs aussprechen. Lüscher vermutet, dass unter dem neuen "Blick"-Geschäftsführer Wolfgang Büchner bald ein "publizistischen Kurswechsel" kommen könnte.
tagesanzeiger.ch

Saffe übernimmt das Funke-Ruder in Berlin und Hamburg.

ove saffe 2015 - 150Leben nach dem "Spiegel": Ove Saffe, 54, heuert bei Funke an. Der erfahrene Verlagsmanager führt künftig die Geschäfte der von Springer übernommenen "Berliner Morgenpost" und des "Hamburger Abendblatts". Damit folgt er auf Frank Mahlberg, der das Unternehmen nach sieben Jahren mit ungenanntem Ziel verlässt. Mahlberg war als Springer-Mann zu Funke gewechselt, um die zugekauften Blätter in den Essener Konzern zu integrieren.

Ove Saffe bekommt Lydia Schaarschmidt, 29, an die Seite gestellt. Sie kommt aus dem Umfeld von Funke-Boss Manfred Braun, wo sie bisher als Referentin und Projektleiterin gearbeitet hat – sie soll Saffe bei seiner Arbeit unterstützen, wie es in der Pressemitteilung heißt. Offenbar hat der Verlag aber noch größere Pläne mit Saffe: Kai-Hinrich Renner berichtet aus Verlagskreisen, dass Saffe mittelfristig in die Funke-Geschäftsführung aufrücken und als Nachfolger für Manfred Braun aufgebaut werden könnte. Braun ist 63 und marschiert stramm in Richtung Rente.

Auf dem Berliner Zeitungsmarkt ist Saffe ein alter Bekannter: Anfang der 2000er hat er als Verlagsleiter der "Berliner Zeitung" gewirkt, ab 2003 auch als Geschäftsführer des Berliner Verlags. Im Februar 2015 war Saffe nach sieben Jahren als Geschäftsführer des "Spiegel" in Hamburg ausgeschieden – im Zuge des Abgangs von Chefredakteur Wolfgang Büchner, den er mit installiert hatte.
funkemedien.de

"Spiegel"-Chef Brinkbäumer gibt sich selbstkritisch.

Klaus Brinkbäumer 150Keine Angst vor der Wahrheit signalisiert Klaus Brinkbäumer – auch wenn es um Kritik am eigenen Heft geht. Im Gespräch mit Ulrike Simon gibt der "Spiegel"-Chefredakteur zu, beim Titel über die Lust der Frauen "haben wir uns leicht vergriffen", was angesichts schlechter Kioskzahlen dieser Ausgabe kein Geheimnis ist. Bei den wirklich brisanten Fragen lässt Brinkbäumer sich nicht in die Karten gucken: Das betrifft die Absetzung der unter Vorgänger Wolfgang Büchner groß gewordenen Clemens Höges und Nikolaus Blome, aber auch die Frage nach dem Wunsch der Augstein-Erben, ihre "Spiegel"-Anteile zu Geld zu machen.
haz.de, turi2.de (Background)

"Spiegel" verkündet "Agenda 2018".

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Der "Spiegel" will bis Ende 2016 satte 15 Mio Euro sparen und trotzdem in Neues investieren. Auf der "Agenda 2018" stehen u.a. ein Bezahlbereich für Spiegel Online und eine digitale Tageszeitung. Dafür verzichten die Gesellschafter auf Teile ihrer üppigen Gewinnausschüttungen. Auch andere Denkverbote fallen.

Umbauen, bevor es zu spät ist: Der "Spiegel" reagiert auf seine seit Jahren schrumpfenden Umsätze und Gewinne und spart in den nächsten zwei Jahren insgesamt 15 Mio Euro. Dafür will der Verlag Abteilungen zusammenlegen und Stellen abbauen, selbst betriebsbedingte Kündigungen in Verwaltung und Redaktionen will Geschäftsführer Thomas Hass nicht ausschließen. Alles werde überprüft, teilt er gemeinsam mit Chefredakteur Klaus Brinkbäumer während eines Pressegesprächs zur hausinternen "Agenda 2018" mit.

Gleichzeitig will der Verlag das Kunststück vollbringen, in neue Ideen und Geschäftsfelder zu investieren. Auch die Beteiligung an Startups, die am Rande der Geschäftsfelder des Spiegel-Verlags stehen, sind möglich. Damit das Kamel durchs Nadelöhr spaziert, verkündet Thomas Hass quasi das Ende der bisherigen Praxis, die Gewinne des Hauses komplett an die Gesellschafter auszuschütten. Von dem Geld, das der Verlag noch verdient, werde mehr investiert, die Dividende für Mitarbeiter KG, Gruner + Jahr und Augstein-Erben dürfte also deutlich kleiner ausfallen als die 25 Mio Euro, die noch 2015 verteilt wurden.

Fließen sollen die Investitionen in einen Bezahlbereich auf Spiegel Online, der noch in diesem Jahr kommen soll – hier finden investigative Stücke künftig ihren Platz. Außerdem erzählt Chefredakteur Klaus Brinkbäumer von einer digitalen Tages- oder Abendzeitung als abgeschlossenes Bezahlprodukt – auch dieses Projekt soll noch 2015 starten.

Brinkbäumer schreckt auch vor der Entbündelung der Print-Ausgabe nicht zurück. Anders als noch unter seinem Vorvorgänger Georg Mascolo will er einzelne Artikel des "Spiegel" verkaufen – etwa beim Artikel-Kiosk Blendle.

Die Umsätze und Gewinne des "Spiegel" schrumpfen bereits seit 2007, die kommenden vier bis fünf Jahre muss der Verlag zum Umsteuern nutzen, um nicht in die roten Zahlen zu rutschen. Die drohende Verluste sind es vermutlich auch, die die ausschüttungsverwöhnten Gesellschafter mit ins Boot geholt haben.

Auch sonst scheint es Brinkbäumer und Hass derzeit besser zu gelingen, das vielstimmige Haus an der Ericusspitze hinter sich zu vereinen, als ihren Vorgängern Wolfgang Büchner und Ove Saffe. Zumindest, bis die "Agenda 2018" die ersten harten Einschnitte zeitigt.
turi2 vor Ort in Hamburg, spiegelgruppe.de, horizont.net, wuv.de, meedia.de

Klaus Brinkbäumer räumt beim "Kultur-Spiegel" auf.

Kultur Spiegel 6 2015Kultur-Bruch: Klaus Brinkbäumer, seit Januar 2015 Chefredakteur des "Spiegel", räumt auf – und zwar zunächst einmal beim Kultur Spiegel. Die Monatsbeilage ist gerade 20 Jahre alt geworden, defizitär und im eigenen Haus unbeliebt. Medieninsiderin Ulrike Simon berichtet auf horizont.net, dass die Redaktion des "Kultur Spiegel" mit dem Kultur-Ressort des "Spiegel" zusammengelegt wird. Nach Informationen von turi2 ist das Ziel auch die Entmachtung von Redaktionsleiterin Marianne Wellershoff – was heikel ist, da Wellershoff eines von fünf gewählten Mitgliedern der Geschäftsführung der mächtigen Mitarbeiter KG ist. Der anstehenden Neujustierung der Beilage wollte Wellershoff entkommen, indem sie sich eng an Ex-Chefredakteur Wolfgang Büchner schmiegte. Dessen schützende Hand ist weg, jetzt kommt der Totalumbau.

Laut horizont.net ist der starke Mann dabei nicht Kultur-Ressortleiter Lothar Gorris, sondern der Literatur-Mann Volker Weidermann, der erst im Frühjahr von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" kam. Als künftiger Gastgeber des wiederbelebten "Literarischen Quartetts" soll Weidermann seine Fernsehpräsenz auch zum Wohl des "Spiegel" nutzen. Der "Kultur Spiegel" soll dabei laut Simon zur Rezensions-Beilage werden.
horizont.net

"Spiegel" degradiert Auslands-Autor Clemens Höges.

Spiegel-150Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer degradiert seinen Vize Clemens Höges, berichtet Kai-Hinrich Renner. Ex-Chefredakteur Wolfgang Büchner hatte den damaligen Leiter des Ressorts Ausland zum Vize-Chefredakteur ernannt, nun ist Höges nur noch Auslands-Autor. Auch der Berliner Büroleiter Nikolaus Blome (Ex-"Bild) taucht im Impressum nicht mehr hinter den Vize-Chefredakteuren auf.
handelsblatt.com

Wer wird Brinkbäumers Vize? Unklar!

Spiegel: Der künftige Chefredakteur Klaus Brinkbäumer wartet noch auf seinen Sozius. Meedia tippt auf Online-Vize Florian Harms an Brinkbäumers Seite, "Horizont" auf Print-Vize Clemens Höges. Unbestritten ist, was turi2 am Mittwoch abend berichtet hat: Brinkbäumer ist die neue Nummer 1, Vorgänger Wolfgang Büchner geht, und Geschäftsführer Ove Saffe wird ihm folgen. Laut Meedia in spätestens sechs Monaten.
horizont.net, meedia.de, turi2.de (Background)

fragebogen2: Rüdiger Ditz.

turi2.tv – das Branchenfernsehen (Classics): Rüdiger Ditz, bei Spiegel Online künftig ohne seinen Co-Chefredakteur Wolfgang Büchner am Werke, hat einen Leitspruch: “Schaff’ ich!” Dabei wollte der frühere Sportreporter des SDR eigentlich Fußballprofi werden und ist ein begnadeter, aber unterschätzter Gitarrist.
(Erstveröffentlicht am 11.3.2009)
youtube.com/user/turi2tv (70-Sek-Video)

"Spiegel"-Chef Brinkbäumer schwört Mitarbeiter auf Mehrarbeit ein.

Klaus Brinkbäumer ist der erste Diplomat an der Spitze des "Spiegel". Mit Charme, Eloquenz und Empathie hat Brinkbäumer innerhalb von zwei Jahren die streitlustige Redaktion befriedet. Jetzt macht der Westfale den Kollegen eine Ansage in der "turi2 edition3"

Chefredakteur Klaus Brinkbäumer spricht ruhig, fast sanft, lächelt buddhahaft und lässt sich von Interviewer Peter Turi zu keiner Sekunde provozieren. Im großen Interview für die turi2 edition3 spricht Brinkbäumer kurz vor dem 70. Geburtstag des "Spiegel" davon, was passieren muss, damit die Belegschaft auch den 75. Geburtstag noch feiern kann. Und das ist einiges.

Brinkbäumer erwartet von den Mitarbeiter noch mehr Arbeit und Tempo: "Wir werden flexibler, schneller – und das verlangt von allen Kollegen etwas mehr Geschwindigkeit. Wir alle müssen uns fragen: Kann ich nicht am Montag oder Dienstag noch diese oder jene Sache für Spiegel plus machen, und das, obwohl wir fürs nächste Heft einen Text schreiben?" Brinkbäumer betont: "Wir müssen heute schneller agieren, mehr ausprobieren." In der Vergangenheit agierte der "Spiegel", so Brinkbäumer, "unternehmerisch vergleichsweise träge, weil es ihm gut ging". Bitte hier weiterlesen …

"Spiegel"-Hauptstadtbüro bekommt offenbar Doppelspitze.

Doppelt hält besser: Der "Spiegel" verpasst seinem Hauptstadtbüro eine Doppelspitze, meldet der "Tagesspiegel" und beruft sich auf den Flurfunk der Hauptstadtresidenz des Nachrichten-Magazins. Michael Sauga und René Pfister sollen Nikolaus Blome nachfolgen. Der Verlag will die Personalie nicht bestätigt, dementiert sie aber auch nicht. Michael Sauga leitet gemeinsam… Weiterlesen …

Spiegel Online experimentiert mit Bezahl-Angeboten.

Probieren geht über Studieren: Florian Harms, Chefredakteur von Spiegel Online, will mehr Geld mit Journalismus verdienen. In der zweiten Jahreshälfte startet er ein Bezahl-Angebot, das zunächst aber “kein so großer Aufschlag” sein soll wie bei Bild.de oder Sueddeutsche.de. Dem "Journalist" sagt er: "Wir wollen, dass viel mehr von… Weiterlesen …

"Spiegel" und Nikolaus Blome gehen getrennte Wege.

Abgang mit Ansage: Der "Spiegel" tilgt die letzten Spuren von Ex-Chefredakteur Wolfgang Büchner. Nikolaus Blome verlässt das Nachrichten-Magazin, laut Pressemitteilung "in gegenseitigem Einvernehmen". Ein knappes halbes Jahr nach Büchners Abgang ist damit auch für Blome beim "Spiegel" Schluss. Gemunkelt wird über einen Abgang des in der Redaktion ungeliebten… Weiterlesen …

Spiegel Online will Nutzer zahlen lassen.

Paid SpOntent: Die Gratisjournalismus-Pioniere von der Ericusspitze wollen Geld sehen, zumindest ein bisschen. Im Laufe des Jahres will SpOn-Chefredakteur Florian Harms erste bezahlte Testballons steigen lassen.   Im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" sprechen die Häuptlinge von Papier und Netz, Klaus Brinkbäumer und Florian Harms, nicht von einer… Weiterlesen …

Hass ersetzt Saffe beim "Spiegel".

Endlich offiziell: Der "Spiegel" macht Thomas Hass, 49, zum Geschäftsführer und entlässt damit in die Öffenlichkeit, was seit Anfang Januar den Flurfunk an der Ericusspitze beherrschte. Hass, bisher Geschäftsführer der Mitarbeiter KG, löst den glücklosen Ove Saffe, 53, ab. Saffe hatte den Verlag seit 2008 "wirtschaftlich sehr erfolgreich"… Weiterlesen …