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TV-Tipp von TV Spielfilm: Greta Gerwig ("Frances Ha") manipuliert als Kontrollfreak mit Kinderwunsch das Leben von Ethan Hawke und Julianne Moore. Charmante Satire im New Yorker Intellektuellenmilieu, inszeniert von Rebecca Miller, Tochter des Stardramatikers Arthur Miller ("Tod eines Handlungsreisenden").
"Maggies Plan", 3Sat, 22.25 Uhr
Unser Tipp: direkt ins laufende TV-Programm einschalten mit Smartphone, Tablet, PC oder TV: live.tvspielfilm.de

"Welt": Netflix zahlt ab September in die deutsche Filmförderung ein.

Netflix rudert rum und zahlt nun doch ab September in die deutsche Filmförderung ein, berichtet die "Welt". Die Entscheidung sei das Resultat eines Besuchs von Chef Reed Hastings bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters während der Berlinale. Es sei noch nicht geklärt, anhand welcher Zahlen die Filmabgabe für den Streaminganbieter berechnet werden soll.
welt.de

Zitat: Sergej Lochthofen traut Funkes Sparplänen für Thüringen nicht.

"In Essen haben sie keine Vorstellung davon, wie die Orte in Thüringen heißen, wer die Leser überhaupt sind und was die hier so machen."

Sergej Lochthofen, ehemaliger Chefredakteur der "Thüringer Allgemeinen", sieht in Funkes Zukunftsprogramm einen Print-Rückzug auf Raten. Der Standort Thüringen sei in Essen "offensichtlich unwichtig", sagt er der "FAZ".
faz.net

Meinung: Die Clubs sind selbst verantwortlich, dass Fußball nur noch im Pay-TV läuft.

Fußball: Dass die Spiele der Champions League nur noch im Pay-TV zu sehen sind, geht auch auf das Konto der Vereine, kontert Jacques Raynaud, Sky-Chef für Sport und Vermarktung der Kritik von Karl-Heinz Rummenigge. Die Übertragungsrechte seien eindeutig so ausggeschrieben gewesen, dass "das meiste Geld gewinnt". Dies sei u.a. auch "auf starken Druck der Spitzenklubs" geschehen.
bild.de (Paid), dwdl.de, turi2.de (Background)

Bild des Tages: Amazon sagt Ansiedlung in New York nach Protesten ab.

Annahme verweigert: Ein rostiger Kahn liegt am Ufer von Long Island City in New York. Amazon beerdigt seine Pläne für eine Ansiedlung dort mit geschätzt rund 25.000 Arbeitsplätzen. Nach Bekanntwerden der Ansiedlung, versüßt mit rund 3 Mrd Dollar an Subventionen, gab es massive Proteste. Viele Bürger befürchteten steigende Mieten und zusätzliche Belastungen der Infrastruktur. (Foto: Mark Lennihan / AP Photo / Picture Alliance)
nytimes.com

Gruner + Jahr verlängert die Lizenz für die deutsche Ausgabe der "National Geographic" nicht.

Gruner + Jahr gibt die Lizenz für die deutschsprachige Ausgabe von "National Geographic" zum Jahresende ab, entdeckt Robert Tusch auf der Website des Kartellamts. Der Verlag hat die Lizenz fast 20 Jahre lang im Fünf-Jahres-Rhythmus beim US-Mutterkonzern erneuert. Tusch vermutet, G+J rechne mit Problemen mit dem Kartellamt wegen seiner zwei weiteren Wissensmagazine "P.M." und "Geo".
meedia.de

Lese-Tipp: Philipp Westermeyer ist Podcast-Vorreiter, schreibt Vera Vobel.

Lese-Tipp: Philipp Westermeyer, 39, Gründer der Online Marketing Rockstars, träumte als Kind von einem Job als Sportjournalist, sucht sich dann aber doch lieber Online-Nischen, in denen er Unternehmen hochzieht und sie verkauft. OMR gründete er, weil er selbst nicht programmieren kann und nicht von Entwickler-Einschätzungen abhängig sein wollte. Vera Vaubel porträtiert Westermeyer als Podcast-Vorreiter Deutschlands.
changelog.blog.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi.tv-Archiv: OMR-Chef Philipp Westermeyer über Influencer Marketing und Personal Branding. (01/2017)

AfD-Jugendorganisation Junge Alternative akkreditiert die "taz" nicht.

Politik: Die AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" verweigert der "taz" die Akkreditierung für ihren Bundeskongress. Andere Medien sind zugelassen. Der Verfassungsschutz hat die Organisation zum Verdachtsfall erklärt, die "taz" berichtete darüber. Auch die AfD hat schon mehrmals Journalisten von öffentlichen Parteiveranstaltungen ausgeschlossen.
blogs.taz.de, tagesspiegel.de

RTL startet die Sendung "Gartenduell" mit Ex-Cindy Ilka Bessin.

RTL macht nach Küche und Karaoke auch den Garten zur Wettkampf-Arena: In der Sonntagnachmittag ausgestrahlten Sendung "Ran an den Rasen - Das Gartenduell" bekommen je zwei Teams 4.000 Euro und 72 Stunden Zeit, um aus furchtbaren Flora-Flecken rosige Rasen-Paradiese zurechtzugärtnern. Ilka Bessin, ehemals Cindy aus Marzahn, lebt dabei als Jurymitglied ihr Schrebergarten-Gen aus.
dwdl.de

Zitat: Bitkom findet Uploadfilter und Leistungsschutzrecht nicht so toll.

"Von der uns bekannten Meinungsfreiheit werden wir uns in einem gewissen Maß verabschieden müssen. Die Pressevielfalt im Internet wird spürbar abnehmen."

Bernhard Rohleder, Chef des IT-Lobbyverbands Bitkom, kritisiert den Kompromissvorschlag von EU-Parlament und Rat zur Urheberrechtsnovelle. Außer bei der Künstlichen Intelligenz kenne "die Richtlinie nur Verlierer".
infosat.de

Facebook rollt seine YouTuber-Vermarktungstools in Deutschland aus.

Facebook fb-logo-neuFacebook ergänzt den Video-Bereich und YouTube-Konkurrenten Facebook Watch nun auch in Deutschland um Fan-Abos und die Influencer-Fernsteuerung Brand Collabs Manager. Damit können Video-Produzenten nun Geldbeträge von Fans einsammeln und ihnen im Gegenzug exklusive Inhalte bereitstellen. Werbetreibende können mit dem Brand Collabs Manager "Markenkooperationen" mit influencenden Video-Produzenten anschieben und verwalten.
newsroom.fb.com

Marketing- und Vertriebschef Ivo Hoevel verlässt "Handelsblatt".

Handelsblatt Media Group: Marketing- und Vertriebschef Ivo Hoevel, 50, geht - offiziell im Sommer, de facto hat Hoevel seinen Arbeitsplatz Ende Januar geräumt. Hoevel kam Anfang 2018 als Chef des "Handelsblatt"-Wirtschaftsclub, im April übernahm er zusätzlich Marketing und Vertrieb der Gruppe. In beiden Bereichen wird kräftig gespart, es ist deshalb unklar, ob ein Nachfolger kommt oder die Aufgaben unter den bestehenden Führungskräften aufgeteilt werden.
turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background Handelsblatt), turi2.de (Background Hoevel)

Zitat: Auf Agenturen hat er keine Lust mehr, sagt Thomas Strerath.

"Auf die nächste Weihnachtskampagne für Media-Markt oder die Frühlingswochen bei VW hatte ich keine Lust mehr."

Thomas Strerath sagt im "Horizont"-Interview, er habe keine Lust mehr auf Agenturen, auch nicht auf hundertfache Personalverantwortung, und die "Geländegängigkeit für Konzerne" fehle ihm. Den Begriff "Berater" mag er zwar nicht, ist aber nun trotzdem einer.
horizont.net

Weitere Zitate:
"Sie machen noch viel zu viel manuell. Die handwerkliche Umsetzung garantiert Einkommen, daher zeigen manche Agenturen sogar ein nahezu arrogantes Desinteresse an technologischen Lösungen für Prozesse und Produktion."

"Am Ende habe ich es nicht geschafft, mich bei Jung von Matt durchzusetzen. Das erkennt man weniger an den Zahlen als an inhaltlichen Dimensionen. Und dann ist es auch richtig, sich wieder zu trennen."

Zwischenbuchhändler KNV meldet Insolvenz an.

Bücher Buch Bücherstapel 150KNV meldet Insolvenz an. Der Zwischenbuchhändler, der insgesamt 5.600 Buchhandlungsfilialen beliefert, teilt mit, die Verhandlungen mit einem Investor für die ganze Unternehmensgruppe seien "überraschend gescheitert". KNV gehe aber davon aus, dass der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb fortsetzen und den Verkauf an einen Investor weiterverfolgen werde. 2016 wies das Unternehmen in seinem Abschluss einen Fehlbetrag von 17,9 Mio Euro aus und rechnete ab 2019 wieder mit Gewinn. Die zur Gruppe gehörende Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft ist als einzige nicht von der Insolvenz betroffen.
buchmarkt.de, boersenblatt.net

Apple will seinen Streaming-Dienst im Frühjahr starten.

Apple startet seinen Streamingdienst im April oder Mai mit Inhalten von Lionsgate, CBS und Viacom. Der Konzern will für das Angebot auch eigene Serien und Filme produzieren und investiert rund 1 Mrd Euro in die Produktion. Außerdem können Nutzer die Kanäle anderer Anbieter abonnieren. Netflix und HBO sind nicht dabei, weil ihnen die Gewinnbeteiligung von Apple – 30 % des Abo-Preises – zu gepfeffert ist. Wann der Streamingdienst in Deutschland startet, ist nicht bekannt.
handelsblatt.com via cbnc.com, turi2.de (Background)

Barbara Haase wird Marketingchefin von Sky Deutschland.

Sky Deutschland holt Barbara Haase, 55, als Marketingchefin. Sie kommt von Tui Deutschland, dort ist sie bisher als CMO bei TUI Deutschland und der TUI Group verantwortlich für die europaweite Markenführung. Beim Pay-TV-Sender ist Haase künftig fürs das Marketing aller Kanäle zuständig und soll die Marken weiterentwickeln. Alice Mascia, zuletzt bei Sky für Produkte und Marketing verantwortlich, ist zu Boxtel nach Australien gewechselt. Arianna Saita, zuletzt Senior Vice President Marketing, hat das Unternehmen ebenfalls schon vor der Verpflichtung von Haase verlassen.
horizont.net

Handelsblatt-Gruppe streicht 20 bis 30 Stellen, beerdigt Global Edition.


Orange blutet rot: Die Handelsblatt Media Group hat 2018 ihre Finanzziele nicht erreicht und will deshalb den Rotstift ansetzen, sagt Geschäftsführer Frank Dopheide zu "Horizont". Der Umsatz habe 2018 stagniert, das Ergebnis sei gesunken. Bis Ende 2021 will die Handelsblatt-Gruppe laut "Horizont" mehrere Mio Euro sparen: Die Personalkosten sollen um 3 % sinken, was 20 bis 30 Stellen weniger bedeutet. Sie sollen über Vorruhestände entfallen, Kündigungen kommen wohl dazu. Die englischsprachige Digitalausgabe "Handelsblatt Today" bekommt der Verlag "auf absehbare Zeit nicht profitabel" und stellt sie deshalb ein.

Dopheide sagt zu "Horizont": "Wir müssen genügend Finanz- und Managementkraft aufbringen, um unsere Transformation schnell genug umsetzen zu können. Die Ressourcen zum Investieren in neue Produkte und in Technologie müssen wir freischaufeln und steigern." Der Verlag wolle sich künftig auf reine Wirtschaftsthemen fokussieren und habe deshalb auch Meedia verkauft. Damit enden nach dem Abgang Gabor Steingarts auch zwei seiner Projekte: Er hatte Meedia gekauft und die Global Edition des "Handelsblatts" gegründet.
horizont.net

Aus dem turi2.tv-Archiv: Handelsblatt wird zum Bildungs-Unternehmen: Das große Interview mit Frank Dopheide.

Apple News: Einige US-Magazinverlage akzeptieren Apples hartes Angebot.

Apple hat bereits einige Zeitschriftenverlage für seine geplantes Digitalkiosk-Flatrate gewonnen - trotz der umstrittenen Umsatzaufteilung von je 50 %, schreibt Peter Kafka. Die Logik der teilnehmenden Verlage sei, dass ein niedrigerer Prozentsatz einer großen Geldsumme besser wäre als ein höherer Anteil an einem kleinen Betrag.
recode.net, turi2.de (Background)

Meinung: Funke verfolgt die gleiche Taktik wie Madsack – aber weniger energisch.

Funke und Madsack sind Profiteure der Marktkonsolidierung auf dem Zeitungsmarkt und verfolgen eine ähnliche Taktik, schreibt Ulrike Simon in "Horizont". Allerdings gehe Madsack dabei konsequenter vor, habe neben einer Zentralredaktion auch die Verlagsbereiche zentralisiert. Funke ziehe jetzt erst nach. Außerdem ließen die Essener die Zügel lockerer, erlaubten den einzelnen Redaktionen mehr Freiheiten und benötigten deshalb bislang mehr Personal.
"Horizont" 07/2019, S. 14 (Paid)

Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sieht den öffentlichen Raum im Internet in Gefahr.

Grundsatzkritik: Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm beklagt im Interview mit der "FAZ", dass Europa die Kontrolle über das Internet an US-Firmen abgegeben hat. Die Politik habe versäumt, frühzeitig Spielregeln für den öffentlichen Raum im Internet festzulegen. Nun sei es wichtig, Internetgiganten stärker zu regulieren und gemeinwohl-orientierte, europäische Gegengewichte zu schaffen. Dabei könne auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk helfen.
"FAZ", S. 7 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv (11/2018): ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.

Die EU einigt sich auf Leistungsschutzrecht und Uploadfilter.


Hyperlinks-Ruck: Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich am Mittwoch auf eine Reform des EU-Urheberrechts geeinigt, die ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger beinhaltet, berichtet die dpa. Künftig sollen Portale wie Google News für die Anzeige von Artikel-Ausschnitten Geld an die Verlage zahlen. Links und kurze Textausschnitte seien demnach weiter erlaubt, Überschriften oder ganze Sätze jedoch nicht.

Das EU-Parlament und die Mitgliedsstaaten müssen den Reformvorschlag noch bestätigen. Dies gilt als wahrscheinlich, aber nicht sicher. Stimmen beide Seiten zu, haben die EU-Staaten zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in ihrem nationalen Recht festzulegen. In Deutschland existiert bereits ein Leistungsschutzrecht, die Verlage beklagen jedoch, dieses kaum durchsetzen zu können. Auch die umstrittenen Uploadfilter sind Teil des Deals. Bei Twitter trendet der Protest-Hashtag "#NieMehrCDU".
welt.de, heise.de, netzpolitik.org, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Der "stern" widmet sich den Bezos-Erpressungsvorwürfen.

Lese-Tipp: Der "stern" betrachtet in seiner aktuellen Titelgeschichte auf zehn Seiten die Erpressungsvorwürfe von Amazon-Chef Jeff Bezos gegenüber dem National Enquirer. Nicolas Büchse und Jens König beschreiben dabei die Feindschaft zwischen "Washington Post"-Besitzer Bezos und Donald Trump, die die öffentliche Ehekrise zu einer Staatsaffäre mache. Im Kampf "reich gegen mächtig" rückten Geschäftsbeziehungen und sogar der Khashoggi-Mord in den Fokus der Diskussionen.
"stern" 08/2019, S. 24 (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Netflix veröffentlicht Zugriffszahlen nur, um seine popkulturelle Relevanz zu zeigen.

Netflix veröffentlicht in seinem aktuellen Quartalsbericht ausgewählte Zugriffszahlen nur, um die eigene popkulturelle Relevanz zu untermauern, schreibt Jürgen Schmieder in der "Süddeutschen Zeitung". Die ungewohnte Offenheit werde daher nicht zur Gewohnheit, weil Netflix mit seinem Datenmonopol einen Vorteil bei Verhandlungen mit den Produzenten und gegenüber der Konkurrenz habe.
sueddeutsche.de

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Auf ins Bauhaus-Jahr: Lotte Brendel (Alicia von Rittberg) studiert unter Schulleiter Walter Gropius (Jörg Hartmann) an der Kreativ-Schmiede in Weimar und setzt sich mutig in einer Männerwelt durch. Stimmig ausgestattetes Historiendrama aus der Nico-Hofmann-Produktion .
"Lotte am Bauhaus", Das Erste, 20.15 Uhr
Unser Tipp: direkt ins laufende TV-Programm einschalten mit Smartphone, Tablet, PC oder TV: live.tvspielfilm.de

"Kontext" darf Namen des rechtsextrem chattenden AfD-Mitarbeiters nennen.

Kontext, Wochenzeitung aus Stuttgart, darf den Namen eines AfD-Mitarbeiters nennen und Chatprotokolle veröffentlichen, die dessen rechtsextreme Gesinnung nahelegen, entscheidet das Oberlandesgericht Karlsruhe. Es hebt damit eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Mannheim auf. Der wissenschaftliche Mitarbeiter zweier AfD-Abgeordneter im BaWü-Landtag war früher NPD-Mitglied und hatte sich in einem privaten Facebook-Chat "menschenverachtend, rassistisch und demokratiefeindlich geäußert".
olg-karlsruhe.de via epd.de