Zitat: Gabor Steingart will keinen medialen Kleinkrieg.

"Der mediale Kleinkrieg, dessen schärfste Waffe oft das Totschweigen des anderen ist, gehört beendet. Journalismus ist eine pluralistische Veranstaltung."

Gabor Steingart sagt im "Horizont"-Interview, dass er möglicherweise auch in rechercheintensivieren Journalismus investieren will, er deshalb die Medien, auf die er sich derzeit beziehe, aber nicht als Gegner sehe.
"Horizont" 21/2019, S. 10 (Paid)

Meinung: Gabor Steingarts Jubel-Zahlen machen Podcastern das Leben schwer.

Podcasts fehlt eine einheitliche Währung zur Reichweiten-Messung, berichtet Annika Schneider. Gabor Steingart meldet für seinen Podcast mehr als 400.000 Downloads pro Woche. Audio-Experte Marc Krüger kritisiert, mit einer solchen "Maximalzahl" mache Steingart den Markt für Podcaster, die genauer hinschauen, schwieriger.
deutschlandfunk.de

Aus dem Archiv: Das lange Interview mit Gabor Steingart, der ein Medienimperium mit 30 neuen Leuten baut. (April 2019)

Zitat: Für Gabor Steingart stellen Anzeigen eine Art Sollbruchstelle dar.

"Wichtige Anzeigenkunden stellen Forderungen und der Übergang zur Prostitution ist schleichend."

Für Media Pioneer Gabor Steingart sind Anzeigen eine Sollbruchstelle. Durch sie entstünde bei kleinen Fachmedien oder Lokalzeitungen eine Art Angreifbarkeit, sagt er im Interview mit Christian Meier.
soundcloud.com/medien-woche (19-Min-Interview, ab Min 25)

Springer steigt bei Firma von Gabor Steingart ein.


Schiff Ahoi! Springer verbündet sich mit Gabor Steingart und erwirbt 36 % an Steingarts Firma Media Pioneer Publishing. Als Hauptquartier dient der Firma ab Frühjahr 2020 ein 40 Meter langes und 7 Meter breites Redaktionsschiff inklusive Newsroom, Tonstudio und Event-Bereich. Mit Elektroantrieb soll die "Pioneer One" täglich auf der Spree im Berliner Regierungsviertel umherschippern.

Mit an Bord ist als Chefredakteur Michael Bröcker (2. von links im Bild), derzeit noch Chefredakteur der "Rheinischen Post", dessen Wechsel zu Steingart bereits bekannt ist. Ingo Rieper (links), zuletzt Finanzchef der Handelsblatt Media Group, agiert als Vorstandsvorsitzender, Steingart selbst konzentriert sich als Herausgeber auf den Ausbau des journalistischen Angebots.

Ziel der Firma ist es, wie Gabor Steingart jüngst bereits im Podcast-Gespräch mit Peter Turi ankündigte, ein profitables Geschäftsmodell für neue Medienangebote zu etablieren, das auf Werbeerlöse verzichtet und inhaltlich sowie wirtschaftlich auf Leser-Beteiligung setzt. Auf das Gerücht, zur Experimentier-Abteilung von Springer zu werden, sagte Steingart im turi2 podcast: "Wir sind kein Labor. Wir sind eine Firma, die produzieren möchte, am Ende auch Gewinne machen wird und natürlich offen ist für Partnerschaften, aber nicht als Experimentierlabor."
axelspringer.com

Anzeige: Bulo findet das dauernde Bohei um Gabor Steingart ziemlich nervig.

Anzeige

Warum Bulo das dauernde Bohei um Gabor Steingart mittlerweile ziemlich nervig findet, erzählt der Gary-Glotz-Kreativgeschäftsführer und Clap-Herausgeber Freunden und Partnern von turi2 am 7. Mai in München live auf der turi2 FuckUp-Night und Launchparty zur turi2 edition #8 Erfolg. (Wenn er sich nicht gerade am Buffet den Ranzen vollschlägt.)

ZDF-Pensionär Udo van Kampen vertritt Gabor Steingart regelmäßig im Podcast.

Steingart-Stellvertreter: Ex-ZDF-Korrespondent Udo van Kampen, 70, vertritt Gabor Steingart künftig einmal pro Woche im Morning Briefing Podcast. Steingart hat dann die Möglichkeit, sein Podcast-Imperium weiter aufzubauen – oder einfach mal auszuschlafen. Heute moderieren beide zusammen.
gaborsteingart.com, turi2.de (Background), turi2.de (Steingart-Interview)

"manager magazin": Michael Bröcker steigt bei Gabor Steingart ein.

Neustart: Michael Bröcker, 41, Noch-Chefredakteur der "Rheinischen Post", schließt sich Gabor Steingart an, schreibt das "manager magazin". Der baue u.a. ein digitales Informationsangebot für Fachleute aus Politik und Wirtschaft auf. Bröcker, der bei seinem Abgang intern ankündigte, ein "neues digitales Angebot im Journalismus" aufzubauen, soll laut "manager magazin" in Steingarts Firma als Journalist arbeiten.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Korrektur 1.5., 11.15: In einer früheren Version dieser Meldung hatten wir geschrieben, Michael Bröker sei Ex-Chefredakteur der "Rheinischen Post". Er bleib noch bis Ende September auf dem Posten. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Debatte: Christoph Schwennicke gibt Gabor Steingart recht – aber nur in Teilen.


Gabor Steingart will den Journalismus der Zukunft ohne Papier und Werbung realisieren (Text, Video und Podcast hier). Christoph Schwennicke, Verleger von "Cicero" und "Monopol" widerspricht in Teilen und warnt: "Wer Geld gibt, will Einfluss nehmen" – auch bei Steingarts Medienprojekt.

"Was Gabor Steingart sagt, ist immer interessant und immer schön markant. Seine Aussagen zum Papier teile ich gleichwohl nicht. Es wird weiter einen Markt für inhaltlich, optisch und haptisch reizvolle Magazine geben. Nicht mehr den Massenmarkt. Aber jenen, den sich Vinyl gerade von der CD zurückerobert. Wie bei der Musik wird es Vinyl geben und Streamingdienste, aber keine CD mehr. Heißt: Es wird weiter Feinkost-Magazine geben, aber keine Papier-Massenware mehr – und es wird die digitalen Kanäle geben, wie Gabor Steingart gerade einen auf- und ausbaut.

Dass wir besser mit unserer originären Dienstleistung (Inhalte) als über den Umweg Werbung unser Geschäft finanzieren, teile ich uneingeschränkt. Deshalb sind wir auch so froh mit dem Aufwuchs von Cicero Plus und unseren digitalen Abos. Da hat sich was verändert in der Bereitschaft der Nutzer, für guten Stoff auch im Netz zu bezahlen. Spotify und Netflix wirken hier.

Die Frage ist nur: Reicht das mittelfristig fürs Geschäftsmodell? Und wie verhält es sich mit den anderen Geldgebern, von denen er spricht: Ich wünsche Gabor Steingart wirklich, dass er Partner und Investoren findet, die Geld geben, ohne sich inhaltlich einzumischen. Unsere Erfahrung ist bei Sondierungen immer eine andere: Wer Geld gibt, will Einfluss nehmen. So einfach ist das. Und so verständlich irgendwo auch. Deshalb sind wir froh und dankbar, dass sich in den drei Jahren unserer Selbständigkeit der Res-Publica-Verlag ohne fremde Hilfe trägt."

Ohne Werbung: Gabor Steingart baut an einem Medienimperium mit 30 neuen Leuten.


Journalismus im Schaufenster: Gabor Steingart arbeitet von einer ehemaligen Berliner Bekleidungs-Boutique aus an seinem eigenen Medienreich. Im Video- und Podcast-Interview mit Peter Turi sagt der frühere Juniorverleger des "Handelsblatts", dass er ein weiteres Studio in bester Lage eröffnen und noch in diesem Jahr fünf bis zehn neue Podcasts starten will. Dafür sucht der Chef von bisher rund 20 Leuten 30 weitere Mitarbeiter. Bei der Frage nach der Finanzierung des Projekts wird Steingart ungewohnt schmallippig. Bisher stemmt er die Mio-Investition aus eigener Tasche und erteilt Werbe-Finanzierung eine schroffe Absage: Werbung sei "ein Übers-Ohr-Hauen der Leser und Hörer".

Steingart sagt, dass auch andere Medien die Werbefreiheit entdecken werden und nimmt sich demokratische US-Politiker zum Vorbild, die auf Gelder von Waffen- und Pharma-Riesen verzichten. Wie Steingart künftig mit seinem "Morning Briefing" Geld verdienen will, deutet er allenfalls an: Partner und Investoren sind willkommen, solange sie inhaltlich nicht zu sehr mitreden. Auch von Lesern und Hörern Geld zu nehmen, sei eine Option – im Moment aber zu früh.

Hat Gabor Steingart Recht und welche Chance hat sein Kurs ohne Werbung? Mailen Sie uns Ihre Meinung an post@turi2.de!

Das 45-Min-Gespräch von Gabor Steingart mit Peter Turi ist als turi2.tv-Video bei YouTube abrufbar und steht als Audio unter turi2.tv/podcast sowie bei iTunes, Spotify, Deezer und AudioNow bereit.

Kapitelmarken bei YouTube:

0:47 Gabor Steingart findet Papier als Medium "prähistorisch" und "autokratisch" – Bücher schreibt er dennoch.

2:28 …über seinen "zeitgemäß interpretierten Journalismus"

3:58 … will dem "Handelsblatt" keine Konkurrenz machen

6:21 … über einen partnerschaftlichen Umgang mit Lesern und Hörern

8:05 … über die Akquise von Promi-Gesprächspartnern

8:55 … erklärt, warum er derzeit kein Geld verdienen will, und warum er eine Werbe-Vermarktung ablehnt

12:57 … erklärt, warum er auch keine klassischen Abos verkaufen will, und vergleicht sich mit Mick Jagger

15:47 … über einen Club als Geschäftsmodell

17:03 … will sich als Gründer in seinem Unternehmen ersetzbar machen

18:43 … will keine One-Man-Show machen, weitere Shows entwickeln und neue Mitarbeiter einstellen

31:39 … will noch 5-10 weitere Podcasts produzieren und ein weiteres Studio aufbauen

24:32 … will moderner Verleger und aktiver Journalist sein

25:31 … hat keinen Plan aber einen Business-Plan

26:40 … will keine Experiementier-Abteilung für einen klassischen Verlag sein

28:49 … will noch nichts zur wirtschaftlichen Zukunft seines Unternehmens sagen

31:07 … über Podcasts als Mittel der Hörer-Emanzipation

33:39 … über seinen Arbeitsalltag

38:13 … wie lange er noch früh aufstehen und an der Front Journalismus betreiben will

41:09 … über seine Rausschmiss-Routine von der Schulbank bis zum "Spiegel"

43:13 … will seinen Kindern keine publizistische Macht hinterlassen

Anzeige: Hören Sie Gabor Steingart, Miriam Meckel und Christoph Keese im turi2 podcast.

Anzeige

Im turi2 podcast erzählen Medien- und Markenmacher*innen wie Gabor Steingart, Miriam Meckel und Christoph Keese, wie sie die digitalen Umbrüche meistern und was sie persönlich antreibt.
turi2.de/podcast – auch bei iTunes, Spotify, Deezer und in der turi2 App

Gabor Steingart bekommt vom "Handelsblatt" erneut Werbung für sein Morning Briefing.

Handelsblatt wirbt im Morning Briefing erneut für das Morning Briefing von Ex-Herausgeber Gabor Steingart. Chefredakteur Sven Afhüppe versichert, Steingart stünde "höchstpersönlich im Serverraum", um alle Anmeldungen anzunehmen – beim ersten Werbemailing gingen Steingarts Server in die Knie. Steingart kündigt unterdessen sein neues Buch "Deutschland. Eine Gewinnwarnung." an, das im Frühjahr 2019 erscheinen soll.
morningbriefing-handelsblatt.maileon.com, gaborsteingart.com (Buch)

Renner: Handelsblatt will Meedia verkaufen – Gabor Steingart kauft es aber nicht.

Meedia M LogoAbsatzbewegung: Die Handelsblatt Media Group will das Medienportal Meedia verkaufen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der "eher boulevardeske Online-Mediendienst" habe nicht die "erhofften Synergieeffekte" zur verlagseigenen "Absatzwirtschaft" gebracht. Die sei, im Gegensatz zu Meedia, "staubtrockenen, aber hochprofitabel". Gabor Steingart wird Meedia aber nicht kaufen, schreibt Renner.
morgenpost.de, clap-club.de (Background)

Dazu passend, am 6.10.18 bei turi2.tv: Frank Dopheide über die neue Strategie der Handelsblatt Media Group.

Clap: Handelsblatt will Meedia an Gabor Steingart abgeben.

Meediaplan aus Düsseldorf: Morningbriefler Gabor Steingart könnte neuer Besitzer des Medienportals Meedia werden – jedenfalls, wenn es nach den Quellen geht, die Daniel Häuser für "Clap" aufgetan hat. Die Komplettübernahme von Meedia, das Wert darauf legt, nicht "defizitär" genannt zu werden, wäre demnach Teil eines Trennungsdeals von Handelsblatt Media Group und Steingart. Ob der Deal zustande kommt – unklar.
clap-club.de

Anzeige: Der Podcast von Gabor Steingart: Die heutige Ausgabe zum Nachhören.

Anzeige


Das haben Sie heute Früh verpasst:
– Die bewundernswerte Präzision der Deutschen: Politico-Korrespondent Matthew Karnitschnig über Peter Altmaier als EU-Kommissionspräsident.
– Thea Dorn spricht über die Nation und ihre Angst vor ihrem Verschwinden.
Hören Sie alle Epidsoden unter gaborsteingart.com/der-podcast

Anzeige: Der Podcast von Gabor Steingart: Die heutige Ausgabe zum Nachhören.

Anzeige


Das haben Sie heute Früh verpasst:
– Geldvernichtung im Staatsauftrag: Ex-EZB-Chefökonom Prof. Jürgen Stark über die Folgen der Geldflutung.
– White-House-Insider Peter Ross Range spricht über Trump und ein mögliches Amtsenthebungsverfahren.
Hören Sie alle Epidsoden unter gaborsteingart.com/der-podcast

Gabor Steingart startet täglichen Briefing-Podcast am Montag.

Radio-aktiv: Gabor Steingart startet seinen angekündigten Briefing-Podcast am morgigen Montag. Der ehemalige "Handelsblatt"-Herausgeber will Schalten an Finanzplätze, zu Experten, Politikern und wirtschaftlichen Akteuren einbauen – und duzt seine Hörer, zumindest im Trailer.

Steingart hostet seinen Podcast beim Dienstleister Podigee. Die Sendung ist als Podcast-Abo für die üblichen Empfangsprogramme sowie bei Spotify verfügbar. Zusätzlich steht eine entsprechende Gratis-App in Apples Appstore bereit.
per Mail, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.

Zitat: Gabor Steingart stichelt gegen "FAZ" und "Zeit".

"In Berlin gilt: 3 Schmeicheleinheiten = 1 Interview. Bei Dauerlob lockt – ähnlich dem Prämienprogramm der Lufthansa – sogar ein Business-Class-Sitz im Regierungsflieger der Kanzlerin."

Gabor Steingart stichelt in seinem "Morning Briefing" gegen die "FAZ", die auf Seite 1 den CDU-Vorstoß zur Wehrpflicht-Wiedereinführung lobt – und gegen die "Zeit"-Chefredaktion, die wisse, wie solcherlei journalistischer Opportunismus funktioniert.
gaborsteingart.com

Ürük: Gabor Steingart verhandelt mit Burda.

Gabor Steingart sucht offenbar Anschluss für sein Morning Briefing bei einem großen Verlag, schreibt Bülend Ürük in "Kress Pro". Er berichtet von einem Gespräch über eine mögliche Kooperation zwischen Gabor Steingart und Burda in München. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen, so Ürük. Dass Steingart in einem anderen Verlag weniger Freiheiten habe als zuletzt beim "Handelsblatt", "wird ihm wohl nicht schmecken".
"Kress Pro" 6/2018, S. 88 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.