Thalia soll zum Treffpunkt werden: Buchhändler Michael Busch erklärt seine Anti-Amazon-Strategie.


Home sweet Buchhandlung: Thalia-Chef Michael Busch hadert nicht mit Amazon, sondern investiert. 300 Buchhandlungen sollen zu heimeligen "Treffpunkten in deiner Nähe" werden, sagt Busch im Video-Interview von turi2.tv. Seine Vision sind großzügige Wohnzimmer mit angeschlossenem Buchverkauf, das Personal nennt er "Botschafter geistiger Nahrung". Buschs optimistischer Ansatz: Er bekämpft den Online-Handel nicht, sondern studiert ihn und arbeitet an seinen eigenen Stärken.

Michael Busch, der am Vorabend des Interviews noch einen Film via Amazon gestreamt hat, meint: "Ich glaube, wir wären nicht so gut, wie wir heute sind, wenn Amazon nicht da wäre." Vom digitalen Riesen hat er den radikalen Fokus auf den Kunden gelernt. Der soll es möglichst gemütlich haben – auf Polsterstühlen im Laden, aber auch durch diverse Optionen, bei Thalia sein Geld loszuwerden. Die Thalia-Filialen neuen Typs befinden sich am Hauptsitz Hagen, in Leipzig und in Düsseldorf. Bei diesen Piloten werde nicht alles gut sein, aber Busch will im Weihnachtsgeschäft lernen und das verbesserte Konzept dann wie in der modernen Software-Entwicklung global "ausrollen".
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Amazon bringt Bezahlsystem Amazon Pay in Restaurants und an Tankstellen.

amazonAmazon tritt im Bezahlsektor in Konkurrenz zu Apple und Google und will Kunden mit seinem Bezahlsystem Amazon Pay künftig auch per App mobil bezahlen lassen, schreibt das "Wall Street Journal". Insbesondere Tankstellen und Restaurants will Amazon als Nutzer gewinnen, da beide den Versandhändler nicht als direkten Konkurrenten ansehen.
wsj.com (Paid) via businessinsider.de

CNBC: Amazon will die regionalen Sportsender von Fox übernehmen.


Athletische Akquise: Amazon interessiert sich offenbar für die 22 regionalen Sportsender aus dem Fox-Universum, die bei der Disney-Übernahme übrig bleiben, berichtet CNBC. Die US-Kartellbehörde hatte dem Kauf von 21st Century Fox durch den Micky-Maus-Konzern nur unter der Bedingung zugestimmt, dass die Sportsender wieder veräußert werden müssen. Zum Verkauf steht u.a. auch das YES Network – die New York Yankees hatten ihren Sender erst vor sechs Jahren an Fox verkauft. Mit Anteilen von 20 % hat das Baseball-Team außerdem den Anspruch auf ein vorrangiges Rückkaufrecht.

Neben Amazon seien u.a. auch die beiden Medienunternehmen Sinclair Broadcast Group und Tegna an dem Gesamtpaket der Sender interessiert und sollen ein Gebot abgegeben haben. Die Bewertung der Sender beläuft sich auf 20 bis 22 Mrd Dollar, schreibt Alexander Krei.
cnbc.com, dwdl.de, turi2.de (Background)

MediaMarkt-Saturn zieht in die Google Cloud.

Mediamarkt Logo 150MediaMarkt-Saturn verlässt sich künftig auf Googles Cloud-Speicherplatz, schreibt Giuseppe Rondinella. Der Konzern will durch Googles Rechenleistung flexible Traffic-Skalierbarkeit auch in Stoßzeiten garantieren; zusätzlich werden Anwendungen des Unternehmens mithilfe der G-Suite modernisiert. Google strauchelte zuletzt im Cloud-Geschäft, dessen größter Player Amazon ist.
horizont.net

Amazon entscheidet sich für zwei neue Hauptquartierchen.

Amazon baut doch kein zweites Hauptquartier, sondern zwei neue Hauptquartierchen: Die 50.000 geplanten Mitarbeiter werden in Arlington bei Washington DC sowie in Long Island City in New York arbeiten, berichtet das "Wall Street Journal". Auch seien weitere "größere Ansiedlungen" in anderen US-Städten möglich. Die Auswirkungen auf Verkehr und Wohnungsmarkt durch 50.000 neue Mitarbeiter an einem Standort seien zu massiv.
wsj.com (Paid), techcrunch.com

Amazon führt künftig mehr Apple-Produkte.

Amazon will mehr iPhones, iPades und Co auf seiner Plattform verkaufen und schließt einen Deal mit Apple für die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Japan und Indien. Nur von Apple autorisierte Wiederverkäufer dürfen künftig Apple-Produkte auf Amazon verkaufen. Apples Smart Speaker, der mit Amazons eigenen Geräten konkurriert, ist nicht Teil des Deals.
cnet.com

Amazon profitiert am meisten vom Weihnachtsgeschäft.

Weihnachtsgeschäft: Nur 6 % der Deutschen kaufen ihre Geschenke ausschließlich im stationären Handel, ergibt eine repräsentative Umfrage des E-Commerce-Dienstleisters Diva-E. Rund zwei Drittel nutzen das Internet und den stationären Handel. Jeder Vierte kauft nur oder überwiegend online. 82 % steuern für ihren Online-Einkauf Amazon an. Online-Shops der jeweiligen Hersteller sind für 39 % Anlaufstation.
horizont.net

Amazon öffnet im Weihnachtsgeschäft erstmals Pop-Up-Store in Deutschland.


Sie fahren nach Berlin: Amazon öffnet vom 22. bis zum 27. November erstmals einen Pop-Up-Store in Deutschland. Direkt am Berliner Kurfürstendamm will der Versandhändler unter dem Motto Home of Christmas vom stationären Weihnachtsbummel profitieren. Amazon stellt über 500 potentielle Weihnachtsgeschenke zum Anfassen und Ausprobieren aus. Kunden können sie via QR-Code direkt über die Amazon App bestellen. Der Shop hat mit Ausnahme des Sonntags jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Mit Aktionen und Gästen will Amazon potentielle Kunden anlocken. So kündigt das Unternehmen unter anderem ein Konzert mit Rea Garvey für Prime-Mitglieder, eine Buchsession mit Lorenz Wagner vom "SZ Magazin" und ein Workshop mit Fitness-Influencerin Sophia Thiel an.
handelsblatt.com, presseportal.de

"WSJ": Amazon will seine zweite Zentrale auf zwei Standorte verteilen.

Amazon halbiert den geplanten zweiten Firmensitz und eröffnet HQ2 gleich an zwei Standorten, berichtet das "Wall Street Journal". Die Entscheidung hänge davon ab, ob Amazon genügend qualifiziertes Tech-Personal rekrutieren kann. Auch Engpässe auf dem Wohnungsmarkt oder im Nahverkehr wolle Amazon durch die Aufteilung abfangen.
wsj.com (Paid), businessinsider.de

Basta: Rache ist Blutwurst. Auf einem Media-Brötchen.

Schmollbär-Bezos: Amazon und Apple üben Vergeltung gegen Bloomberg. Genauer: gegen einen Artikel über einen angeblichen chinesischen Hack bei Mikrochips. Nachdem Tim Cook öffentlich gefordert hatte, den Beitrag zurückzuziehen, zieht er selbst zurück – die Unterlippe und Anzeigen. Apple-Ätschibätsch lädt Bloomberg nicht zum Herbstevent ein.
buzzfeednews.com

Studie: 28 % der Besitzer von smarten Lautsprechern kaufen über diese ein.

Voice Commerce: Besitzer eines smarten Lautsprechers kaufen zu 28 % auch darüber ein, ergibt eine Studie von Visa und Pymnts. Am beliebtesten bei den Besitzern von Amazon Echo oder Google Home sind Bestellungen von Lebensmitteln (5 %) oder bei Lieferdiensten (4 %). 77 % der Befragten gaben an, die vernetzten Geräte wegen Zeitersparnis und Komfort zu nutzen, 74 % sehen ihre Lebensqualität verbessert.
mediapost.com

Amazon kann die Umsatzprognosen für das 3. Quartal nicht erfüllen.

Amazon erwirtschaftet im 3. Quartal einen Gewinn von 2,88 Mrd Dollar. Beim Umsatz legt der Versandriese fast 30 % auf 56,58 Mrd Dollar zu. Damit verfehlt Amazzon die durchschnittliche Prognose der Analysten von 57,1 Mrd Dollar. Die Prognosen für das kommende Quartal fallen mit einem Umsatz zwischen 66,5 und 72,5 Mrd Dollar verhalten aus. Grund dafür sind höhere Lohnkosten sowie teurere Preise bei der US-Post.
cnbc.com, golem.de

Amazon und Netflix überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber.

Streamingdienste fressen immer mehr Zeit und überfordern ihre Nutzer, glaubt Joachim Huber vom "Tagesspiegel". Netflix und Co pumpten ihre Kanäle bis mit Inhalten voll, damit der Algorithmus den Nutzern möglichst viel anbieten könne. Hubert prognostiziert, wer der Angebotsinflation nicht mehr Herr werde, wird auf Dauer frustriert sein. Vielleicht eine Chance fürs Kino, als kuratierter Film-Vorführort.
tagesspiegel.de

Amazon soll die Platzierung seiner Eigenmarken manipulieren.

Amazon: Kleine Händler werfen dem Onlineriesen vor, mithilfe von Vine Produkt-Bewertungen zugunsten seiner Eigenmarken zu manipulieren. Vine ist ein Programm, mit dem Amazon sich gegen Gebühr zwischen Händler und Kunden, die gegen Geld Rezensionen verfassen, schaltet – offiziell, um Betrug vorzubeugen. Die Händler werfen Amazon nun vor, mit Vine innerhalb kürzester Zeit massig Bewertungen für seine Eigenmarken zu sammeln, was das Ranking verbessert. Amazon sagt, Vine-Rezensenten könnten frei wählen, was sie bewerten.
derstandard.de, handelsblatt.com

Amazon Publishing verlegt ab 2019 auch Sachbücher und Ratgeber.

Amazon Publishing baut sein Programm im deutschsprachigen Raum aus und startet 2019 eine Sachbuch-Sparte. Amazon verlegt unter dem Titel Topicus Biografien, Memoiren, Politik- und Geschichtssachtitel und Ratgeber. Laut Dominic Myers, Europa-Chef von Amazon Publishing, zeigen die Zahlen bei Prime Reading, dass deutschsprachige Leser sich dafür interessieren. Bisher setzt Amazon auf Belletristik.
buchreport.de

Google bekommt in China nichts mehr vom Kuchen ab, glaubt Christoph Giesen.

China: Google versteht nicht, dass der Kuchen längst verteilt und Dragonfly zu spät dran ist, meint Christoph Giesen. Statt bei Amazon kaufen Chinesen bei Alibaba, statt bei Google suchen sie bei Baidu, zum kommunizieren nutzen sie WeChat. Die Frage sei nicht, wann und wie das Silicon Valley in China Fuß fasst, sondern wann der vielfach größere, chinesisch Digitalmarkt herüberschwappt.
sueddeutsche.de

Zitat: Amazon lässt Kreativen mehr Raum, sagt Schauspieler Jonas Nay.

"Bei Amazon gibt es keine Redaktion im klassischen Sinne. Keine Verantwortlichen des Senders, die ein Filmprojekt eng begleiten. Bei Amazon lässt man den Kreativen ziemlich viel Raum."

Jonas Nay, Hauptdarsteller der Serie Deutschland 86, erzählt im Teleschau-Interview, wie sich die Drehbedingungen durch den Wechsel von RTL zu Amazon verändert haben.
teleschau.de

US-Post will Preise für Paketlieferungen erhöhen.

US-Post will ihre Preise für die Auslieferung von Paketen erhöhen. Die Preise für den Service "Parcel Select" sollen bis zu 12 % steigen. Dabei liefert die Post Pakete – oftmals von Amazon und anderen Online-Händlern - von anderen Versanddiensten in ländlichen Gebieten zum Ziel. US-Präsident Trump hatte kritisiert, Amazon zahle der Post nicht genug. Die Post bestreitet einen Zusammenhang.
faz.net

"WiWo" lässt Amazon auf Herz und Nieren prüfen.

Amazon versteckt hinter seiner immer weiter wachsenden Fassade "allerlei Problemzonen", untersucht die Unternehmensberatung Oliver Wyman im Auftrag der "Wirtschaftswoche". Besonders in Sachen Markenbindung und Nutzerfreundlichkeit habe Amazon Defizite. Zusätzlich mache ein "massives Imageproblem", besonders bei Luxusmarken, Amazon und Gründer Jeff Bezos verwundbar. Zudem wachse die Konkurrenz aus China mit Alibaba und JD.com.
"Wirtschaftswoche", S. 16-22 (Paid)

Zitat: Amazon hat eine enorme Bedeutung für das Buch, findet Carel Halff.

"Es garantiert ferner die 24-Stunden-Lieferfähigkeit der gedruckten Bücher bis in den letzten Einödhof. Das sind infrastrukturelle Leistungen, die der Branche und dem Medium Buch zugutekommen."

Carel Halff, Weltbild-Gründer und Chef von Bastei Lübbe, wünscht sich im "Handelsblatt"-Interview ein faires Miteinander zwischen Amazon und der Buchbranche.
handelsblatt.com

Apple versichert dem US-Kongress, keine Spionagechips gefunden zu haben.


Kein fauler Apfel: George Stathakopoulos, Apples Chef für Informationssicherheit, widerspricht einem Bloomberg-Bericht, chinesische Hacker hätten Spionagechips von der Firma Supermicro in Apples Server verbaut, berichtet Reuters. In einem Brief an den US-Kongress versichert Stathakopoulos, Apple habe die Server wiederholt überprüft und keinen Beleg für die Anschuldigungen gefunden.

Bloomberg hatte am Donnerstag unter Berufung auf 17 Informanten berichtet, chinesische Spionagechips seien in tausende Server bei Apple, Amazon und weiteren US-Unternehmen verbaut worden. Regierungsbehörden aus den USA sowie Großbritannien hatten die Dementi der Internetriesen zuvor bereits als glaubwürdig eingestuft. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Apple und Amazon um Stellungnahmen gebeten.
reuters.com, theverge.com, faz.net, turi2.de (Background)