Amazon packt in den USA erste Pakete per Roboter.

Amazon ersetzt einige Verpacker in US-Logistikzentren durch Roboter, berichtet Reuters. Die Maschinen scannen die Größe von Artikeln und bauen dazu passende Versandboxen. Amazon will zunächst je zwei Maschinen an weiteren Standorten einsetzen und damit jeweils 24 Arbeiter ersetzen. In vielen Logistikzentren, auch in Deutschland, fahren bereits Regale automatisch zu Mitarbeitern.
reuters.com, turi2.de (turi2-Besuch bei Amazon)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ein Besuch in der Versandfabrik – bei Amazon in Winsen.

Google und Amazon könnten Niederlassungen in Oberösterreich errichten.

Österreich: In Kronstorf könnten Google und Amazon künftig Standorte errichten, schreiben die "Oberösterreichischen Nachrichten". Bereits vor elf Jahren war dort eine Server-Farm von Google angedacht, woraus aber nichts wurde. Der Bürgermeister von Kronstorf bestätigt der Zeitung erneute Gespräche. Auch Amazon habe Interesse an einem Verteilzentrum in Oberösterreich.
nachrichten.at (Paid), diepresse.com

Meinung: Product Placements sind in digitalen Medien nur der Anfang.

Streamingdienste setzen stark auf Product Placement, um Werbebotschaften zu den Zuschauern zu bekommen – Nicolas Freund fragt sich, ob auch politische Einflussnahme denkbar wäre. Aus Massenkompatibilität verzichteten Netflix und Co zwar auf "allzu klare politische Positionierung", die Produktplatzierungen zeigen aber laut Freund die Manipulationskraft digitaler Medien.
sueddeutsche.de

Meinung: Tech-Verantwortliche handeln nicht absichtlich böse.

Facebook-LogoFacebook, Google und Co rutschen durch die "computerlogische Denkweise in der Tech-Industrie" in Skandale, glaubt Soziologe Oliver Nachtwey. Die Verantwortlichen dächten sich oft nichts Böses und nutzten schlichtweg die technischen Möglichkeiten, z.B. bei Google Streetview. Gesellschaftliche Probleme lösen sie laut Nachtwey durch Technologie, vergessen aber die Probleme, die daraus folgen – z.B. steigende Mietpreise durch Airbnb.
faz.net

Meinung: Die Tech-Riesen in den USA treiben erfolgreich ihre eigene Transformation voran.

Tech-Riesen in den USA erfinden sich derzeit, obwohl hochprofitabel, überwiegend erfolgreich neu, schreiben Alexander Armbruster und Roland Lindner. Microsoft habe unter Satya Nadella die Verwandlung vom Windows-Konzern zu einem Cloud-Anbieter, der an Zukunftstechniken forscht, geschafft. Facebook wolle vom Social Network zum "digitalen Wohnzimmer" werden und auf Privatsphäre setzen, Apple dränge auf den Software und Inhalte-Markt. Amazon und Google versuchten, in die Breite zu wachsen.
"FAZ", S. 24 (Paid)

Lese-Tipp: Das "Handelsblatt" beleuchtet die Bedeutung von Lauschsprechern.

Lese-Tipp: Auf acht Seiten behandelt das "Handelsblatt" heute das Thema Datenschutz im Zeitalter von Alexa und Co. Christof Kerkmann, Sebastian Matthes und Christian Rickens beschreiben Fälle, die zeigen, wie viel Internetkonzerne nicht zuletzt dank Spracherkennung über uns wissen. Kritiker nennen die Situation "Überwachungskapitalismus" oder "Spionage 4.0".
"Handelsblatt", S. 52

Amazon soll von Oracle ausspioniert worden sein.

Oracle versucht Amazon im Konkurrenzkampf um das wachsende Cloudgeschäft mit versteckten Störaktionen zu schädigen, schreibt "Welt am Sonntag". Auch Jeff Bezos solle geschwächt werden, u.a. durch Erpressungsvorwürfe wie beim "National Enquirer". Oracle habe Amazon ausspioniert, um ein Negativ-Dossier zu verfassen, das Amazons Image schädigen solle. An dem Dossier soll auch eine Münchener Firma involviert sein. Oracle dementiert das Vorgehen.
"Welt am Sonntag, S. 32-33 (Paid), turi2.de (Background)

Amazon plant "Prime"-Lieferungen innerhalb von 24 Stunden.

Amazon will Bestellungen von "Prime"-Kunden künftig innerhalb von 24 Stunden zustellen. Ab wann Amazon die schnellere Lieferung für alle Artikel anbietet, lässt der Vorstand offen. Amazon plane zunächst den Start in Nordamerika und wolle das Angebot später auf andere Länder ausweiten. Weltweit hat Amazon nach eigenen Angaben mehr als 100 Mio "Prime"-Kunden.
"FAZ", S. 21 (Paid), handelsblatt.com

Amazon plant Streamingdienst in CD-Qualität.

Amazon Music will künftig Musik in CD-Qualität streamen, schreibt Music Business Worldwide. Die meisten Streaminganbieter spielen Musik komprimiert ab. Amazon plane das unkomprimierte Streaming ab Ende 2019. Mit einem Monatspreis von 15 Dollar wolle Amazon Konkurrent Tidal preislich unterbieten. Tidal bietet auch höhere Abspielraten an.
musicbusinessworldwide.com, mactechnews.de

Deutschland liebt den Offline-Supermarkt, schreibt Jan Hauser.

Online-Handel: Die Deutschen kaufen Lebensmittel bisher lieber offline, schreibt Jan Hauser. Nur 1 % des Lebensmittelumsatzes entfalle auf das Online-Geschäft. Amazon und Rewe setzten jährlich jeweils "einen niedrigen dreistelligen Millionenumsatz" um. Der Mindestbestellwert von 40 Euro schließe kleinere Einkäufe aus, die aber die Mehrzahl der Lebensmittelkäufe ausmache. Zudem sei die Filialdichte konventioneller Supermärkte im Vergleich zum Ausland hoch.
faz.net (Paid)

Hör-Tipp: Neue Streamingdienste könnten Dominanz von Netflix brechen.

Hör-Tipp: Apple und Disney könnten mit ihren Streamingangeboten Netflix schwächen, glaubt Marcus Schuler bei WDR5. Ähnlich wie bei Büchern, zahlen Zuschauer künftig für einzelnen Content, sagt DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath im Interview. Die öffentlich-rechtlichen Sender müssten künftig stärker auf Innovationen statt "auf Nummer sicher" setzen.
overcast.fm (11-Min-Audio)

Amazon startet werbefinanzierten Musikdienst für Echo-Nutzer.

Amazon tut es Google gleich und veröffentlicht für seine Alexa-Smartspeaker einen kostenlosen, werbefinanzierten Musikdienst. Der Dienst ist in den USA verfügbar und greift auf denselben Song-Katalog wie Prime Music zurück. Bislang konnten Echo-Nutzer ausschließlich über eine Prime-Mitgliedschaft oder externe Streamingdienste wie Spotify Musik hören.
techcrunch.com

Facebook arbeitet an einem eigenen Sprachassistenten.


Alexa, was hat Facebook vor? Facebook rüstet im Kampf gegen Amazon, Apple und Google auf und plant einen eigenen smarten Sprachassistenten, berichtet CNBC. Der Speaker soll Amazons Alexa, Apples Siri und Googles Home Konkurrenz machen. Bereits seit Anfang 2018 arbeitet die AR- und VR-Abteilung an dem Projekt.

Der KI-Assistent soll u.a. in Oculus Headsets oder Facebooks smartem Videochat-Bildschirm Portal (Foto) laufen, bestätigt Facebook. Portal arbeitet bereits mit einer integrierten Spracherkennung. Nutzer können ihn mit "Hey Portal" aktivieren, jedoch nur einfache Kommandos erteilen. Für komplexere Anfragen ist bislang Amazons Alexa integriert.
cnbc.com, theverge.com

Bundesbank will europäische Alternative zu Apple Pay.

Apple Pay: Die Bundesbank fordert eine europäische Alternative zu den digitalen Bezahlangeboten der Tech-Konzerne, sagt Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz in der "Welt am Sonntag". Apple, Google, Paypal und Amazon übernehmen "mehr und mehr die Kundenbeziehung" und degradierten die Banken zu Zahlungsabwicklern im Hintergrund.
"Welt am Sonntag", S. 37 (Paid)

Nutzer müssen Gefahr durch Alexa selbst abschätzen, sagt Innenministerium.

Lausch-Risiken durch digitale Sprachassistenten wie Amazons Alexa müssen Nutzer selbst abschätzen, schreibt das Innenministerium auf eine Anfrage der Grünen. Konstantin von Notz, Grünen-Fraktionsvize, kritisiert die Antwort als lapidares "selbst Schuld" an die Nutzer. Die Bundesregierung müsse ihrer "Schutz-Verantwortung" endlich gerecht werden.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)“

Bloomberg: Amazon lässt Alexa durch Menschen verbessern.

Alexa: Amazons Assistenzsystem besteht nicht nur aus künstlicher Intelligenz, sondern auch tausenden Menschen, berichtet Bloomberg. Sie perfektionieren den Algorithmus schrittweise, indem sie sich Aufnahmen anhören und die Reaktionen darauf verbessern. Amazon bestätigt die Abläufe. Zu den betreffenden Tondateien sind laut Bloomberg die Account-Nummer, dem Vornamen und der Seriennummer des Geräts vermerkt. Wird das gesprochene zu privat, sollen die Auditoren dazu notieren, dass es sich um sensible Daten handelt. Die Aufzeichnungen werden dem Bericht zufolge u.a in Boston, Costa Rica, Indien und Rumänien ausgewertet. Pro Schicht werte ein Prüfer zu bis zu 1.000 Mitschnitten aus, was gesagt wird, und was Alexa verstanden hat. Privatsphäre-Bedenken kontert Amazon mit dem Argument, nur ein sehr kleiner Teil der Aufnahmen werde von Menschen geprüft. Außerdem gebe es eine Nulltoleranz-Politik bei Missbrauch der Aufnahmen. Auch Apple und Google lassen Menschen dem Bericht zufolge prüfen, ob ihre Assistenten verstehen, was ihre Besitzer sie fragen.
bloomberg.com, spiegel.de, theverge.com

Meinung: Teenager bevorzugen Online-Shopping bei Amazon.

amazonAmazon ist auf dem besten Weg, die kommende Kundengeneration an sich zu binden, schreibt Dennis Green. Laut einer aktuellen Umfrage von Piper Jaffray in den USA nennt die Hälfte der befragten 8.000 Teenager Amazon als ihre bevorzugte Shopping-Website. Weit abgeschlagen landet Nike auf Platz zwei mit 5 %. Insbesondere bei reicheren Teenagern ist Amazon beliebt.
businessinsider.de, businesswire.com

Basta: Der Amazonas lässt sich nicht von Amazon kaufen.

Waldreichende Probleme: Amazon will die Top-Level-Domain .amazon. Die zuständige Behörde Icann spielt aber noch nicht mit, weil acht Länder Einwände haben. Ihr Argument: In ihrem Territorium gebe es einen Fluss und Regenwald mit demselben Namen. Mutmaßlich muss die Icann nun abwägen, was noch länger existiert: Das Unternehmen oder das Naturgebiet.
businessinsider.com

Amazon will 3.236 Satelliten für die Internet-Versorgung ins Weltall schießen.

Virgin Satelliten-Netz 150Amazon will für sein "Project Kuiper" 3.236 Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen schicken, entdeckt Geekwire.com. Damit will Amazon vor allem unterversorgte Regionen an das Internet anschließen. Die Satelliten sollen zwischen den Breitengraden von 56 Grad Nord bis 56 Grad Süd platziert werden und würden so etwa 95 % der Weltbevölkerung erreichen.
geekwire.com

Amazon macht Alexa-Skills fit für den Gesundheitsmarkt.

Amazon macht seinen Smartspeaker Alexa fit und veröffentlicht sechs Skills für den Gesundheitsmarkt. Damit können Nutzer über ihre Alexa Geräte nun Arzttermine vereinbaren oder ihren Gesundheitszustand abfragen. Die Anwendungen sind HIPAA-kompatibel – die US-Richtline schreibt vor, dass sensible Daten nur zwischen Patienten und dem Gesundheitssektor ausgetauscht werden dürfen.
cnbc.com, theverge.com

Zahl des Tages: Jeff Bezos erhält bei seiner Scheidung 75 % der Amazon-Anteile von Mackenzie Bezos.

Zahl des Tages: Geschiedene 75 % der Amazon-Anteile erhält Amazon-Chef Jeff Bezos nach seiner Scheidung, schreibt Mackenzie Bezos in einem Tweet. Über die verbleibenden 25 % behält Jeff Bezos die Stimmrechte. Durch die Scheidung steigt Mackenzie Bezos mit einem geschätzten Vermögen von rund 36 Mrd Dollar zur viertreichsten Frau der Welt auf.
techcrunch.com, twitter.com, n-tv.de