Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

Foxconn könnte iPhones bei Bedarf außerhalb Chinas herstellen.


With a little help from my friends: Die Eskalationsstufe "iphone-los" wird es im Handelsstreit zwischen den USA und China nicht geben, sagt Foxconn – das Unternehmen habe genügend Produktionskapazitäten außerhalb Chinas, um den gesamten US-Bedarf zu decken. Aktuell produziert Apples Auftragsfertiger die meisten Smartphones auf dem chinesischen Festland, China ist außerdem der größte internationale Markt für iPhones und iPads.

Der Handelsstreit spitzt sich zu, Donald Trump hat China zuletzt mit neuen Zöllen in Höhe von rund 300 Mrd Dollar gedroht. Apple kann sich laut Foxconn auf einen Plan B verlassen, der diese Strafzölle umgeht. Foxconn investiere für die iPhone-Produktion u.a. gerade in Indien. Bisher habe Apple Foxconn nicht beauftragt, die Produktion aus China abzuziehen.
bloomberg.com, heise.de

Apple lässt Apps zur Smartphone-Überwachung von Kindern wieder zu.


Kinderüberwachung: Apple lässt Apps im Store wieder zu, mit denen Eltern die Handynutzung ihrer Kinder überwachen können. Mindestens elf der 17 beliebtesten Apps hatte Apple aus dem App Store entfernt. Nun stehen die Anwendungen zur Kindersicherung wieder zum Download bereit, die Betreiber müssen sich jedoch verpflichten, keine sensible Daten an Dritte weiterzugeben. Die US-Kartellbehörden haben am Montag angekündigt, Apple und anderen Techkonzernen künftig genau auf die Finger zu schauen.

Offiziell hatte Apple die Apps wegen Sicherheitsbedenken gelöscht – die betroffenen Entwickler hatten jedoch einen eher eigennützigen Seitenhieb vermutet, da Apple eine eigene Überwachungssoftware entwickelt hat. Die zuvor geblockten Apps dürfen nun wieder mit den Systemfunktionen MDM und VPN arbeiten. Deren Nutzung hatte Apple als Grund für die Sperre angegeben.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Apple mottet iTunes ein.


RIP, iTunes: Apple entfernt die Software von den Macs. Nutzer können die Dateien künftig über die Apps Music, Podcasts und TV abrufen. Die dazugehörige Synchronisierung wandert ins Betriebssystem. Nutzer bekommen ihre Käufe und Downloads aufgeschlüsselt auf die drei Apps. Apple-Gründer Steve Jobs hatte iTunes 2001 vorgestellt, als Plattform zur Musikspeicherung und später auch Shop. Inzwischen hat das Streaming Einzelverkäufe abgelöst.

Apple kündigt zudem ein datensparsames Single-Sign-On an. "Sign In with Apple" ist ein Konkurrent für die Plattform-Login-Funktionen von Google und Facebook. Siri soll künftig auch Radio streamen.
sueddeutsche.de, theverge.com, niemanlab.org, theverge.com (Login-Dienst), billboard.com (Radio-Streams)

Deutsche Banken wollen US-Tech-Konzerne einholen.


All about Money: Die deutschen Banken wollen ihre digitalen Bezahlverfahren bündeln und so wettbewerbsfähig machen, schreibt das "Handelsblatt". Genossenschaftsbanken, private Banken und Sparkassen überlegen, wie sie die Girocard, die Onlinebezahldienste Paydirekt und Giropay und das Zahlverfahren Kwitt unter einem Dach zusammenführen können. Google Pay und Apple Pay starteten 2018 in Deutschland und machen den deutschen Verfahren Konkurrenz.

Die Banken werden erste Ergebnisse des Projekts #DK laut "Handelsblatt" in wenigen Wochen präsentieren. Die Girocard, das bundesweit verbreiteste Zahlungsmittel, könne das Ankerprodukt sein.
"Handelsblatt", S. 30 (Paid)

Zahl des Tages: TikTok ist im 1. Quartal mit 33 Mio Downloads die meistgeladene App im App Store.

Zahl des Tages: Wohlklingende 33 Mio Downloads bescheren TikTok Platz 1 im App Store im 1. Quartal. Damit verweist die Karaoke-App YouTube, Instagram, WhatsApp und den Messenger auf die nachfolgenden Plätze. Bei Android-Geräten liegt WhatsApp mit nahezu 199 Mio Downloads vorn, gefolgt von Messenger, TikTok, Facebook und Instagram.
techcrunch.com

Musik-Streaming: EU-Kommission plant ein Kartellverfahren gegen Apple.

Apple muss sich kritische Blicke der EU-Kommission gefallen lassen. Die Wettbewerbshüter wollen untersuchen, ob der US-Konzern seine iOS-Marktmacht nutzt, um den eigenen Musikstreaming-Dienst zu bevorteilen. Auslöser ist eine Beschwerde von Konkurrent Spotify. Spotify kritisiert, dass Apple bis zu 30 % Provision einhält, wenn Abos über Apple-Geräte gebucht werden und Dienste, die Apples Bezahlsystem nicht anwenden, bei Updates benachteilige.
focus.de, turi2.de (Background)

Meinung: Die Tech-Riesen in den USA treiben erfolgreich ihre eigene Transformation voran.

Tech-Riesen in den USA erfinden sich derzeit, obwohl hochprofitabel, überwiegend erfolgreich neu, schreiben Alexander Armbruster und Roland Lindner. Microsoft habe unter Satya Nadella die Verwandlung vom Windows-Konzern zu einem Cloud-Anbieter, der an Zukunftstechniken forscht, geschafft. Facebook wolle vom Social Network zum "digitalen Wohnzimmer" werden und auf Privatsphäre setzen, Apple dränge auf den Software und Inhalte-Markt. Amazon und Google versuchten, in die Breite zu wachsen.
"FAZ", S. 24 (Paid)

Lese-Tipp: Das "Handelsblatt" beleuchtet die Bedeutung von Lauschsprechern.

Lese-Tipp: Auf acht Seiten behandelt das "Handelsblatt" heute das Thema Datenschutz im Zeitalter von Alexa und Co. Christof Kerkmann, Sebastian Matthes und Christian Rickens beschreiben Fälle, die zeigen, wie viel Internetkonzerne nicht zuletzt dank Spracherkennung über uns wissen. Kritiker nennen die Situation "Überwachungskapitalismus" oder "Spionage 4.0".
"Handelsblatt", S. 52

Apple blockt Apps zur Handy-Kindersicherung.


Sicher ist unsicher: Apple entfernt mehrere Kinderüberwachungs-Apps aus seinem Store, mit denen Eltern die Handynutzung ihrer Sprösslinge im Blick behalten – offiziell aus Sicherheitsbedenken wegen der darin verwendeten Technologie Mobile Device Management. Betroffene Entwickler glauben, Apple wolle eher die Konkurrenz dahin jagen, wo der digitale Pfeffer wächst. Apple bietet seit kurzem ein eigenes Überwachungsprogramm an. Laut "New York Times" hat das Unternehmen mindestens elf der 17 am meisten heruntergeladenen Apps aus dem App Store entfernt oder mit Restriktionen versehen. 
faz.net

Basta: Stop, look, listen to your heart.

Luftschoten: Apples Hipster-Hörgeräte machen Friseuren und Baristas das Leben schwer. Viele finden es respektlos, wenn Kunden ihre Airpods nicht rausnehmen, weil so unklar bleibt, ob sie zuhören. Vielleicht gilt das ja als Zustimmung zur Glatze oder zum Senf im Kaffee.
buzzfeednews.com


Facebook arbeitet an einem eigenen Sprachassistenten.


Alexa, was hat Facebook vor? Facebook rüstet im Kampf gegen Amazon, Apple und Google auf und plant einen eigenen smarten Sprachassistenten, berichtet CNBC. Der Speaker soll Amazons Alexa, Apples Siri und Googles Home Konkurrenz machen. Bereits seit Anfang 2018 arbeitet die AR- und VR-Abteilung an dem Projekt.

Der KI-Assistent soll u.a. in Oculus Headsets oder Facebooks smartem Videochat-Bildschirm Portal (Foto) laufen, bestätigt Facebook. Portal arbeitet bereits mit einer integrierten Spracherkennung. Nutzer können ihn mit "Hey Portal" aktivieren, jedoch nur einfache Kommandos erteilen. Für komplexere Anfragen ist bislang Amazons Alexa integriert.
cnbc.com, theverge.com

Apple und Qualcomm beenden Patentstreit.


An Apple a day keeps Qualcomm away: Apple und Qualcomm einigen sich im jahrelangen Patentstreit kurz nach Prozessbeginn. Die beiden Unternehmen wollen sämtliche Rechtsstreitigkeiten weltweit beenden. Apple zahlt einen nicht öffentlich kommunizierten Betrag an Qualcomm. Beide Parteien unterzeichnen zudem eine auf sechs Jahre angelegte Lizenzvereinbarung sowie ein auf mehrere Jahre angelegtes Lieferabkommen.

Bisher liefert Intel die Halbleiter an Apple. Der Aktienkurs von Qualcomm stieg nach der Einigung um mehr als 20 %. Der Kurs von Apple notierte weitgehend unverändert. Zuvor warf Qualcomm Apple vor, Patente verletzt zu haben. Apple beschuldigte Qualcomm, überhöhte Lizenzgebühren für Patente zu verlangen.
faz.net, turi.de (Background)

Bundesbank will europäische Alternative zu Apple Pay.

Apple Pay: Die Bundesbank fordert eine europäische Alternative zu den digitalen Bezahlangeboten der Tech-Konzerne, sagt Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz in der "Welt am Sonntag". Apple, Google, Paypal und Amazon übernehmen "mehr und mehr die Kundenbeziehung" und degradierten die Banken zu Zahlungsabwicklern im Hintergrund.
"Welt am Sonntag", S. 37 (Paid)

Meinung: Apple News Plus ist kein großer Wurf.

Apple wird mit seiner News-Flatrate den Journalismus "weder retten noch ruinieren", kommentiert Marcus Schuler im Deutschlandfunk. Die ersten zwei Wochen hätten gezeigt, dass die App kein großer Wurf sei und bisweilen anstrengend in der Bedienung. Mittelfristig könnte sich das Angebot am ehesten für Magazine lohnen, die so ein Schaufenster für neue Leser erhalten.
deutschlandfunk.de

US-Wahlkampf heizt Debatte um Aufsplittung von Tech-Konzernen an.

Tech-Konzerne wie Google oder Apple verlieren in den USA an politischen Zuspruch, beobachten Roland Lindner und Winan von Petersdorff. Forderungen wie von der Präsidentschaftskandidatin Elisabeth Warren, Konzerne zu zerschlagen, sorgen für einen Stimmungswandel gegenüber den bisher als unangreifbar geltenden Vorzeigekonzernen. Doch Vormachtstellungen könnten flüchtig sein - wie einst beim Aufstieg und Fall von MySpace.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Microsoft, Google und Amazon krempeln den Gaming-Markt um, glaubt Axel Postinett.

Microsoft, Google und Apple drehen den Gaming-Markt mit Streaming auf links, beobachtet Axel Postinett. Konsolen und das Installieren seien passé, mit ihren Gaming-Abos machten Google und Apple auch anderen Digitalmedien Konkurrenz, weil Nutzer nur auf einer Bildschirm-Hochzeit tanzen können. Größte Macht habe Amazon, wegen des massiven Cloud-Marktanteils, der Spieleplattform Twitch und Millionen Prime-Mitgliedern, glaubt Postinett.
handelsblatt.com (Paid)

Deutsche Verlage reagieren verhalten auf Apple News+.

Apple News+ stößt bei den deutschen Verlagen auf verhaltene Reaktionen, beobachtet Christian Meier. Gruner + Jahr und Burda wollten erst einmal das konkrete Modell abwarten. Bei der "FAZ" erntet das Angebot scharfe Kritik, weshalb der Verlag es "schlichtweg ablehnen" müsse, sagt Geschäftsführer Thomas Lindner. Aktueller Journalismus sei nicht auf das Prinzip Spotify übertragbar. Einzig Bauer mit seinen zahlreichen Zeitschriften in den USA habe das Angebot von Apple bereits angenommen.
welt.de

Basta: Huawei schneidet sich mit Apple-Diss ins eigene Fleisch.

Huauweia: Huawei schießt nach der gestrigen Showtime gegen Konkurrent Apple. Auf Twitter bedankt sich der chinesische Tech-Gigant für das Warm-up und verweist auf die eigene "Hauptveranstaltung" heute. Ein Apple-Jünger antwortet schlicht mit einem Foto der Verhaftung von Meng Wanzhou, Finanzchefin und Tochter des Huawei-Gründers, in Kanada – bei der sie MacBook, iPhone 7 Plus und iPad Pro im Gepäck hatte.
giga.de

Apple gibt Details zur Video-Plattform Apple TV+ bekannt.


Alles auf Abo: Apple nennt bei seiner Produktshow Details zum erwarteten Video-Abodienst namens Apple TV+ – er versammelt exklusive Filme und Serien und soll im Herbst in mehr als 100 Ländern starten. Der Abopreis bleibt noch geheim. In den USA startet Apple außerdem den Dienst Apple News+, eine Art Digital-Kiosk. Rund 300 Zeitschriften sind dabei, u.a. "Vogue", "Wired" und "People", aber nur zwei Zeitungen, das "Wall Street Journal" und die "Los Angeles Times".

Ferner kündigt Apple ein neues Spiele-Abo, Mobilspiel-Flatrates und eine eigene digitale Kreditkarte an. Goldmann Sachs und MasterCard sind Apples Partner bei der AppleCard. Insgesamt setzt der Konzern künftig auf neue Abo-Modelle als Wachstumstreiber.
spiegel.de, heise.de, lead-digital.de

"WSJ": Apple Streamingangebot kommt mit Abos für HBO, Showtime und Starz für je 9,99 Dollar.


Netflix Killer? Apple präsentiert bei der Vorstellung seines eigenen Streaming-Dienstes auch Abos für die Bezahlsender HBO, Showtime und Starz für jeweils 9,99 Dollar, berichtet das "Wall Street Journal". Die Abos sollen Bestandteil von Apples TV App und mit einem Klick verfügbar sein. Zum Vergleich: Wer etwa das Streaming-Paket von HBO direkt bucht, zahlt 14,99 Dollar im Monat. Für deren Verbreitung auf Smart TVs verhandle der Tech-Riese mit zahlreichen Herstellern. Für das neue Streaming-Angebot produziere Apple auch eigene Inhalte, die in jedem Fall nicht kostenlos sein werden. Apples Mitarbeiter bezeichnen die TV-Bestrebungen des Konzerns als "Netflix Killer".

Apple News werde ebenfalls 9,99 Dollar kosten und Inhalte von mehr als 200 Zeitschriften und aus Zeitungen beinhalten. Apple News und das neue Streamingangebot sind Teil der Bestrebungen von Apple-Chef Tim Cook, den Konzern mehr auf Services zu trimmen. Er arbeite bereits seit der Übernahme von Beats Electronics im Jahr 2014 und dem Start von Apple Music 2015 daran.
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