Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

Meinung: Die Cashcow Smartphone ist demnächst abgemolken.

Smartphones haben als wichtigster Gewinnbringer der Tech-Konzerne demnächst ausgedient, glaubt Helmut Martin-Jung. Der Tech-Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" sieht bei neuen Top-Handys immer weniger Innovationen und hört dafür wie Apple und Samsung die Werbetrommeln immer lauter schlagen. Der Boom zerstört sich seiner Meinung nach selbst: "Je unverzichtbarer Smartphones werden, desto schwächer wird die Aura, die sie noch immer ein wenig umgibt."
sueddeutsche.de

Zahl des Tages: Apple ist 1 Billion Dollar wert.

Zahl des Tages: Auf rekordverdächtige 1 Billion Dollar steigt der Wert von Apple beim Start der New Yorker Börse. Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen am Dienstag hatte der Börsenwert noch einmal einen Schub bekommen, bei einem Wert von 207,05 Dollar pro Aktie überschreitet Apple die Billionen-Grenze. Damit ist Apple die erste "Trillion-Dollar-Company" der USA und gewinnt das Kopf-an-Kopf-Ren­nen der Tech-Giganten.
theverge.com, blick.ch, turi2.de (Background)

Musik-Streaming übersteigt den Umsatz von CDs.

Audio-Streaming überholt im ersten Halbjahr 2018 erstmals den Umsatz von Audio-CDS, sagt der Bundesverband Musikindustrie. Spotify und Co machen inzwischen 47,8 % des Gesamt-Umsatzes von 727 Mio Euro aus, ein Zuwachs von 35 %. Musik-CDs steuern nur noch 34,4 % bei, fast 25 weniger als Mitte 2017. Auch der Anteil von Downloads ist mit 8,5 % weiter rückläufig.
faz.net, musikindustrie.de

Marcus Schuler kritisiert maulfaule Tech-Konzerne im Silicon Valley.

Hör-Tipp: ARD-Korrespondent Marcus Schuler, seines Zeichens Europäer, fühlt sich im Silicon Valley manchmal "wie ein Korrespondent fünfter Klasse." Google, Apple und Co bevorzugten bei Interviews und Akkreditierungen Tech-Webseiten und US-Medien. Korrespondenten ausländischer Medien seien wegen der hohen Lebenshaltungskosten ohnehin Exoten. Google findet Schuler "launisch, undurchsichtig", vielleicht "aber auch einfach nur konzeptlos."
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)

Apple Music holt in den USA langsam Spotify ein.

Apple Music schließt in den USA langsam zu Spotify auf, in der vergangenen Woche hatte Apple laut Insidern aus der Musikbranche rund 21 Mio Nutzer, vor einem Jahre waren es noch 13 Mio. Spotify hat sich im selben Zeitraum von 17 auf rund 22 Mio Nutzer gesteigert. Besonders das neue Album von Drake hat Apple Music mit 170 Mio Streams im Vergleich zu Spotifys 130 Mio einen Vorteil verschafft.
ft.com

"The Information": Apple denkt über Kombi-Abo für Musik, Video und Digitalmagazine nach.

Apple denkt über ein vereinheitlichtes Abo für Serien, Musik und digitale Zeitschriften à la Amazon Prime nach, berichtet "The Information". Gegenüber Spotify wären die Serien ein Mehrwert, gegenüber Netflix die Musik und gegenüber Amazon Prime die digitalen Zeitschriften - Apple hat kürzlich den Digitalkiosk Texture gekauft. In einem ersten Schritt solle 2019 ein Digitalnews-Abo kommen, das Apple News mit Texture kombiniert, zitiert "The Information" seine Quellen.
theinformation.com (Paid), cnet.com

Apple News will US-Nutzern Nachrichten abseits der Filterblase bieten.

Apple bietet in seiner News App künftig eine kuratierte Rubrik an, um der Verbreitung von Fake-News über die anstehenden Zwischen-Wahlen in den USA entgegenzuwirken. Nutzer bekommen so auch News außerhalb ihrer Filterblase und kontroverse Meinungen angezeigt. Axios, Politico und "Washington Post" sollen außerdem exklusive Wahl-Inhalte beisteuern.
mashable.com

Apple begrenzt den Zugriff von Entwicklern auf Kundendaten.

Apple hat vergangene Woche leise die Regeln für den App Store geändert, um den Zugriff von Entwicklern auf die Kontakte von iPhone-Nutzern einzuschränken. Bisher ermöglichte ein Schlupfloch den Entwicklern den Zugang zu Daten, ohne die Zustimmung der Betroffenen zu haben. In der Vergangenheit sollen entsprechende Daten an Dritte verkauft worden sein.
bloomberg.com, theverge.com

Apple geht in die Augmented-Reality-Offensive.

Augen auf: Apple startet eine Augmented-Reality-Offensive und hat dafür zusammen mit Pixar ein neues Augmented-Reality-Dateiformat namens USDZ entwickelt. Adobe soll als Partner mit seiner Creative Cloud die Verbreitung des Formats unterstützen. USDZ wird es Nutzern ermöglichen, Augmented-Reality-Inhalte zu speichern und mit anderen zu teilen.

Siri soll künftig besser mit Apps von Drittanbietern zusammenarbeiten und öfter automatisch erstellte Vorschläge für die nächsten Aktionen machen, teilt Apple auf seiner hauseigenen Entwickler-Messe WWDC 2018 mit. Der Videochat Facetime bekommt eine Gruppenchat-Funktion. Eine neue App namens Measure soll Entfernungen oder Objekte vermessen können. Apple gestaltet die App iBooks neu und benennt sie in Apple Books um.
howtogeek.com, thenextweb.com, noz.de, curved.de (Facetime)

Verbraucherschützer mahnen Apple wegen Schulausflügen ab.


App-gemahnt: Apple fängt sich eine Abmahnung der Verbraucherzentralen ein, die die Teilnahmebedingungen an den Schülerkursen des Unternehmens bemängeln. Apple hat bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben und angekündigt, bis Ende der Woche neue Teilnahmebedingungen zu veröffentlichen. Der US-Konzern bietet in Deutschland Kurse an, bei denen Schüler in Geschäften des Unternehmens Projekte gestalten können.

Aus Sicht der Verbraucherschützer lässt Apple sich dabei zu viele Rechte für die Verwendung von Fotos und Filmaufnahmen einräumen. Außerdem behält sich Apple bisher vor, Kinder ohne Angabe von Gründen aus dem Programm auszuschließen. (Foto: AP / Picture Alliance)
tah.de, heise.de

Microsoft und Apple erarbeiten zusammen ein Standard-Display für Brailleschrift.

Apple und Microsoft machen das Netz barrierefreier und bringen gemeinsam mit der Non-Profit-Organisation USB-IF einen neuen Standard für Braille-Displays heraus. Mithilfe des HID-Standards soll es für Blinde oder eingeschränkt Sehende leichter werden, Braille-Displays mit herkömmlichen Systemen und ohne spezielle Treiber zu nutzen.
engadged.com

Apple stellt Selbstfahr-Projekt auf elektrifizierte VW-Busse um.

Apfeldiät gegen Skandalimage: Volkswagen wird Apples Partner für selbstfahrende Mitarbeiter-Shuttles, berichtet die "New York Times". Apples einst sehr ambitioniert gestartetes Selbstfahr-Projekt Titan wurde offenbar auf ein Mitarbeiter-Shuttle namens Pail zurückgestutzt, das Mitarbeiter zwischen zwei Apple-Standorten im Silicon Valley befördern soll. VW habe auf dem Höhepunkt des Diesel-Skandals ohne Zögern angebissen, Daimler und BMW hätten zuvor abgewunken.

Die Fahrzeuge auf Basis des VW T6 sollen bei einer VW-Tochter in der Nähe von Turin zu Elektro-Vans umgebaut werden. Deals mit BMW und Daimler seien an Fragen der Kontrolle über das Design und die anfallenden Daten gescheitert, so der Bericht. Apple hat bereits größere Flotten an selbstfahrenden Testfahrzeugen auf kalifornischen Straßen als die Konkurrenten Uber und Waymo. Apple nutzt bisher SUVs des Typs Lexus RX450h, hat aber keine Partnerschaft mit Konzernmutter Toyota.
nytimes.com, theverge.com

Ulla Strauß von United Kiosk: Verlage sollten Amazon und Apple umarmen.


Keine Angst vorm A: United-Kiosk-Vorstand Ulla Strauß erweist ihrem Mädchennamen Fröhlich alle Ehre. Die digitale Zeitschriften-Händlerin findet es ganz wunderbar, wenn sich Amazon und Apple im Presse-Vertrieb breitmachen. Im turi2.tv-Interview beim Kongress der Deutschen Fachpresse plädiert die fröhliche Strauß für eine radikale Kunden-Perspektive und ruft 2018 zum Jahr aus, in dem die Branche richtig was bewegt.

Strauß trägt nicht nur das Jeff-Bezos-Mantra "still day one" am Körper, sie glaubt auch an optimistische Silicon-Valley-Thesen. Verlage, United Kiosk und die großen Tech-Unternehmen könnten "gemeinsam den Kuchen größer machen" für digitale Zeitschriften. Die Zukunft des Lesens sieht die Vertriebs-Fachfrau in einer Super-Plattform, dem "Spotify fürs Lesen", weil der einfache Zugriff heute wichtiger sei als der Besitz.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Europäischer Gerichtshof: Netflix muss in die deutsche Filmförderung einzahlen.

Netflix und andere Streaming-Anbieter müssen die Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz zahlen, auch wenn sie keinen Sitz in Deutschland haben. Der Europäische Gerichtshof hat eine entsprechende Klage von Netflix als unzulässig abgelehnt. Auch Anbieter wie Microsoft und Apple wehren sich gegen die 2016 von der EU-Kommission bestätigte Regelung.
horizont.at, spiegel.de, turi2.de (Background)

EFF: E-Mail-Verschlüsselung über PGP und S/Mime ist offenbar unsicher.

E-Mail-Verschlüsselung: Beliebte Tools für das Verschlüsseln von E-Mails sind unsicher, warnen Sebastian Schinzel von der FH Münster und die Datenschutz-Organisation EFF. Betroffen seien die Plug-ins für PGP und S/Mime in den Mail-Programmen Thunderbird, macOS Mail und Outlook. Nutzer sollten verschlüsselte Html-E-Mails meiden und Nurtext-Mails nutzen - und bis auf Weiteres ihre Mails in einer eigenen Anwendung statt in ihrem E-Mail-Client entschlüsseln.
eff.org, twitter.com (Schinzel) via arstechnica.com, efail.de

Bloomberg: Apple TV will Streaming Abos direkt über seine App verkaufen.

apple tvApple TV will eine zentralere Rolle im Streaming-Geschäft spielen und Abos für andere Anbieter direkt über seine App verkaufen, berichtet Bloomberg. Ähnlich wie bei Amazon Channels müssten Nutzer so nicht mehr extra neue Apps installieren. Aktuell können die Inhalte von u.a. ABC und HBO zwar in Apples TV App genutzt werden, Abos müssen jedoch bei jedem Anbieter einzeln abgeschlossen werden.
bloomberg.com, theverge.com, turi2.de (Amazon Channels)