Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

Zahl des Tages: Huawei profitiert von schwachen iPhone-Verkäufen.

Zahl des Tages: Lediglich 64,5 Mio iPhones verkauft Apple im letzten Quartal 2018 - der größte Rückgang seit drei Jahren, sagen US-Marktforscher von Gartner. Verfolger Huawei verkauft im Vergleichszeitraum 60,4 Mio Smartphones und steht hinter Samsung und Apple auf dem dritten Platz. Apple veröffentlicht keine offiziellen Verkaufszahlen.
futurezone.at, gartner.com

Meinung: Medien dürfen sich von Apple nicht ausnutzen lassen, schreibt Christian Meier.

Journalismus verkauft sich nicht so locker wie eine Netflix-Serie, schreibt Christian Meier. Wenn Apple oder Google eine Nachrichten-Flatrate vermarkten wollen, müsste es einen fairen Deal mit den Medien geben. Zwar ließen sich einzelne Nachrichten kaum noch verkaufen, doch bei hochwertigen Informationen sei die Zahlungsbereitschaft gestiegen.
"Welt", S. 3 (Paid)

Apple will seinen Streaming-Dienst im Frühjahr starten.

Apple startet seinen Streamingdienst im April oder Mai mit Inhalten von Lionsgate, CBS und Viacom. Der Konzern will für das Angebot auch eigene Serien und Filme produzieren und investiert rund 1 Mrd Euro in die Produktion. Außerdem können Nutzer die Kanäle anderer Anbieter abonnieren. Netflix und HBO sind nicht dabei, weil ihnen die Gewinnbeteiligung von Apple – 30 % des Abo-Preises – zu gepfeffert ist. Wann der Streamingdienst in Deutschland startet, ist nicht bekannt.
handelsblatt.com via cbnc.com, turi2.de (Background)

Apple News: Einige US-Magazinverlage akzeptieren Apples hartes Angebot.

Apple hat bereits einige Zeitschriftenverlage für seine geplantes Digitalkiosk-Flatrate gewonnen - trotz der umstrittenen Umsatzaufteilung von je 50 %, schreibt Peter Kafka. Die Logik der teilnehmenden Verlage sei, dass ein niedrigerer Prozentsatz einer großen Geldsumme besser wäre als ein höherer Anteil an einem kleinen Betrag.
recode.net, turi2.de (Background)

Meinung: Nichts, was das iPhone kann, ist 50 % journalistischer Einnahmen wert.

Apple: Eine Welt, in der Verlage wie beim geplanten Apple News die Hälfte ihrer Einnahmen an Tech-Firmen abdrücken müssen, ist genauso besorgniserregend wie die Abhängigkeit von Algorithmen in sozialen Netzwerken, kritisiert Casey Newton. Neue Einnahmequellen für den Journalismus seien zwar zu begrüßen, jedoch wolle Apple hier nur für sich das Beste herausholen. Sogar Facebook habe Verlagen bei der Einführung von Instant Articles erlaubt, 100 % der Werbeerlöse zu behalten.
theverge.com

Zitat: Apple fordert zu viel.

"Apple liebt den Journalismus so sehr, dass die Firma den Verlagen einen Deal anbietet, der noch schlechter ist als der, den die Musikindustrie bekommen hat."

Wolfgang Blau, Chef des Condé-Nast-Geschäfts außerhalb der USA, ist von der geplanten hälftigen Umsatzaufteilung bei Apple News, der geplanten Flatrate für Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften, nicht gerade begeistert.
twitter.com

Zahl des Tages: Apple will die Hälfte der Erlöse aus seiner Zeitungs-Abo-Flatrate.

Zahl des Tages: Apple will satte 50 % der Erlöse aus der geplanten Flatrate für Zeitungen und Zeitschriften bei Apple News für sich behalten, berichtet das "Wall Street Journal". Die andere Hälfte will Apple im Verhältnis der Nutzung auf die beteiligten Medien verteilen. Bisher hätten Apple und die meisten großen Medien noch keine Einigung erzielt. Gerüchteweise will Apple das Angebot am 25. März vorstellen.
wsj.com (Paid) via theverge.com, buzzfeednews.com (Vorstellung), turi2.de (Background)

Basta: Crowdfunding-Initiative will Apple-Store in Melbourne verhindern.

Australische Anti-Apple-Allianz: Eine Initiative in Melbourne will einen Apple-Store nahe der Nationalgalerie verhindern. Die Aktivisten befürchten eine Kommerzialisierung des Platzes und wollen per Crowdfunding die Immobilie erwerben. "The next big thing" droht zu scheitern: Der Staat kassiert 40 Mio australischen Dollar für das Gebäude - mit Apple Pay in Echtzeit.
theage.com.au via spiegel.de, theguardian.com

Apple bestraft auch Google wegen Datensammel-App.

Apple dreht auch Google-internen Apps den Saft ab. Google-Entwickler können vorerst nichts mehr auf iPhones testen oder sich einen Bus zum Büro bestellen – als Strafe für eine Datensammel-App, mit der Google das Verhalten von iPhone-Nutzern auslesen konnte. Eine ähnliche Abschaltung für Facebook-Apps hat Apple wieder aufgehoben.
theverge.com (Google), businessinsider.de (Facebook), turi2.de (Background)

Facebook leidet unter Abschaltung interner Apps durch Apple.

Facebook müht sich fieberhaft, von Apple wieder einen Zugang zum Programm für Mitarbeiter-Apps zu bekommen, schreibt "Business Insider" unter Berufung auf interne Kommunikation. Apple hatte den Zugang am Mittwoch nach einem umfassenden Missbrauch durch Facebook abgeschaltet - und damit auch Facebooks interne Mitarbeiter-Apps auf iPhones und iPads deaktiviert. Kommunikation, interne Datenbanken und sogar interne Transportdienste seien betroffen.
businessinsider.de

Facebook erzürnt Apple mit regelwidriger Marktforschungs-App.

Das App-perium schlägt zurück: Apple schmeißt Facebook nach einem Missbrauchsfall aus seinem Programm für Firmenapps. Facebook hatte mithilfe der App Facebook Research im Tausch gegen 20-Dollar-Gutscheinkarten erhebliche Datenmengen auf den iPhones von Freiwilligen zwischen 13 und 35 ausgelesen. Fraglich ist, ob den Nutzern der App den Umfang ihrer Forschungshilfe klar war. Da die App ziemlich klar gegen die Bedingungen des App Store verstoßen hätte, hat Facebook sie als Firmen-App lanciert, die Apple nicht vorab prüft. Dieser Weg darf aber laut Apples Regeln nur auf die iPhones von Mitarbeiter der jeweiligen Firma führen.

Die Existenz des Programms wurde in der Nacht breiter bekannt, Facebook hat am Morgen ein Ende der App angekündigt. Die App fungierte als ein sogenanntes VPN und hatte damit Zugriff auf Daten anderer Apps auf Betriebssystem-Ebene, also auch auf Daten von verschlüsselten Apps oder vermeintlich sicheren Browser-Sessions. Facebook ergründete mit der App, welche Funktionen von konkurrierenden Anbietern von den freiwilligen Teilnehmern wie stark genutzt werden. Mithilfe einer früheren, ähnlichen App namens Onavo soll Facebook entschieden haben, welche Firmen es kauft - und von welchen es entscheidende Funktionen "nachbaut" - möglicherweise auch WhatsApp, Instagram und Snapchat.
recode.net, turi2.de (Background)

Microsoft steigert den Wert seiner Marke deutlich.

Microsoft kann den Wert seiner Marke im Ranking der Unternehmensberatung Brand Finance um fast 50 % im Vergleich zu 2018 steigern und hat mit einem Wert von 119,6 Mrd Dollar die viertwertvollste Marke weltweit, überholt Samsung und AT&T. An der Spitze des Rankings steht Amazon mit 188 Mrd Dollar (+24,6 %), vor Apple (+5%) und Google (+18,1%). Wertvollste deutsche Marke ist Mercedes-Benz auf Platz 13 (60,36 Mrd Dollar).
horizont.net

Qualcomm setzt ein Verkaufsverbot für ältere iPhone-Modelle in Kraft.

Apple darf in Deutschland seine iPhone-Modelle 7 und 8 - jeweils auch in den Plus-Versionen - sowie das iPhone X von 2017 vorerst nicht mehr verkaufen. Der Chiphersteller Qualcomm hat ein im Dezember im Rahmen eines Patentstreits vor Gericht erstrittenes Verkaufsverbot in Kraft gesetzt. Dafür musste Qualcomm mehrere Mrd Euro an Garantien hinterlegen. Uneins sind sich die beiden Firmen, ob das Verkaufsverbot auch Zwischenhändler betrifft. Apple hat bereits Berufung gegen das Urteil angekündigt.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: Sprachassistenten gefährden den Handel.

Sprachassistenten werden den Handel entpersonalisieren und den direkten Kontakt zwischen Verbraucher und Hersteller beenden, glauben Michael Kläsgen und Nils Wischmeyer. Gefährlich sei daran, dass Alexa und Co nicht die besten und billigsten Produkte wählen, sondern die, an denen Amazon und Co gut mitverdienen. Außerdem würden sie zu "unumgänglichen Torwächtern im Internet", die große Konzerne wachsen, kleine Unternehmen aber verschwinden lassen könnten.
sueddeutsche.de

Urteil: Apple verletzt ein Qualcomm-Patent.

Qualcomm könnte Apple den Verkauf der iPhone-Modelle iPhone 7 bis iPhone X verbieten – das Landgericht München hat die Verletzung eines Qualcomm-Patents durch Apple festgestellt. Das Verkaufsverbot tritt nicht automatisch in Kraft, kann aber vorläufig vollstreckt werden. Qualcomm muss dafür 668 Mio Euro als Sicherheit für die möglichen Urteile höherer Instanzen hinterlegen. Qualcomm und Apple streiten über die Technologie, mit der Nutzer die Akkulaufzeit verlängern können.
watson.de, focus.de, turi2.de (Background)

Frankreich führt Digitalsteuer auf eigene Faust ein – schon in zwei Wochen.


Auf die Techkonzerne, Citoyens: Frankreich führt zum 1. Januar im Alleingang eine Digitalsteuer auf den Umsatz der Tech-Konzerne wie Google, Apple, Facebook und Amazon ein, sagt Finanzminister Bruno Le Maire. Er nennt keinen Steuersatz, rechnet aber mit einem Aufkommen von rund 500 Mio Euro in 2019. Die Steuer soll auf Umsätze aus Werbung, Plattformen und dem Verkauf personenbezogener Daten fällig werden.

Deutsch-Französische Planspiele rechneten bisher mit einem Steuersatz von 3 %. Die Einnahmen sollen Teile der sozialen Wohltaten gegenfinanzieren, die Präsident Emmanuel Macron den protestierenden Gelbwesten zugesagt hat. Eigentlich wollten Deutschland und Frankreich die Steuer koordiniert einführen, in Paris ist aber offenbar die Geduld ausgegangen.
politico.eu, lefigaro.fr, turi2.de (Background)

Shazam: Deutschland-Chef Harless geht, Berliner Büro macht dicht.

Shazam und Deutschland-Chef Richard Harless gehen nach dreieinhalb Jahren getrennte Wege. Das teilt Harless bei LinkedIn mit. Laut Horizont.net hat das Berliner Büro ebenfalls dicht gemacht. Apple hatte die Musikerkennungs-App Ende 2018 übernommen und später angekündigt, die Werbung zu streichen. Ein deutsches Sales-Team ist somit überflüssig. Was mit den Mitarbeitern geschieht, ist unklar.
horizont.net, linkedin.com

"Süddeutsche Zeitung": Apple Pay startet am Dienstag in Deutschland.

Apple Pay 150Apple startet sein Bezahlsystem Apple Pay am Dienstag in Deutschland, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die teilnehmenden Banken, u.a. Comdirect, N26 und Wirecards App Boon sollen den Dienst um 7.30 Uhr gemeinsam freischalten. Der Dienst sollte bereits Ende November in Deutschland starten, einzig die Apple Stores waren noch nicht bereit.
"Süddeutsche Zeitung", S. 17, turi2.de (Background)

Zitat: Apple-Chef Tim Cook fordert klare Haltung von Tech-Branche.

"Wir bei Apple glauben, dass die Technologie-Industrie einen klaren Standpunkt haben muss. (..) Wir haben nur eine Botschaft für diejenigen, die Hass, Spaltung oder Gewalt forcieren wollen: Ihr habt keinen Platz auf unseren Plattformen."

Apple-Chef Tim Cook betont bei einer Preisverleihung, Technologie solle immer dazu genutzt werden, eine inklusivere Gesellschaft zu ermöglichen.
theverge.com