Facebook ermöglicht bald Sprachnachrichten und einen Cloud-Speicher.

Facebook-LogoFacebook will an den anhaltenden Erfolg der Schwester-Plattformen WhatsApp und Instagram anschließen und erweitert seine Features um Sprachnachrichten, die als Posts geteilt werden können. Über eine Facebook-Cloud können Nutzer außerdem Fotos und Videos direkt in ihrem Account speichern. Auch das Sichern von Facebook Stories soll ermöglicht werden. Die neuen Funktionen gehen vorerst nur in Indien an den Start.
theverge.com

Datenskandal: Facebook sperrt vorübergehend 200 Apps.

Facebook-LogoFacebook sperrt vorübergehend 200 Apps, die unter Verdacht stehen, Nutzerdaten missbraucht zu haben. Das soziale Netzwerk will die betroffenen Apps nun tiefgehender prüfen. Sollte sich der Verdacht auf einen Datenmissbrauch verhärten, sollen die Apps endgültig gesperrt und die Nutzer wie im Fall von Cambridge Analytica benachrichtigt werden.
newsroom.fb.com, faz.net, turi2.de (Background)

Zitat: Justus Haucap erklärt die besondere Monopolstellung von Internetriesen.

"Sie verfügen nicht nur über Marktmacht im traditionellen Sinn, sondern auch über Vertrauensgüter: nämlich Daten."

Justus Haucap, Volkswirt und Ex-Vorsitzender der Monopolkommission, erklärt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", warum Facebook, Google und Co mächtiger sind als klassische Monopolisten. Die Wettbewerbshüter steckten in einem Lernprozess, der gut voranschreitet.
sueddeutsche.de

Bloomberg: Apple TV will Streaming Abos direkt über seine App verkaufen.

apple tvApple TV will eine zentralere Rolle im Streaming-Geschäft spielen und Abos für andere Anbieter direkt über seine App verkaufen, berichtet Bloomberg. Ähnlich wie bei Amazon Channels müssten Nutzer so nicht mehr extra neue Apps installieren. Aktuell können die Inhalte von u.a. ABC und HBO zwar in Apples TV App genutzt werden, Abos müssen jedoch bei jedem Anbieter einzeln abgeschlossen werden.
bloomberg.com, theverge.com, turi2.de (Amazon Channels)

Tinder-Mutter Match sieht Facebooks Dating-Pläne nicht als Konkurrenz.

Tinder App-Logo 150Match Group, Mutter der Dating-App Tinder, fühlt sich von Facebooks Plänen für eine Dating-App nicht bedroht, erklärt CEO Mindy Ginsberg. Die meisten Nutzer hielten die Partnersuche und Facebook als Plattform für Freunde und Familie lieber getrennt. Seitdem Tinder die Registrierung über SMS ermöglicht, würden sich nur noch 25 % der Nutzer über Facebook anmelden. Die Match Group hatte nach der Ankündigung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg 20 % an Wert verloren.
businessinsider.de, turi2.de (Zuckerberg)

Google I/O: Mit Android P soll die Smartphone-Nutzung bewusster gestaltet werden.


Alles I/O: Google stellt auf seiner Entwickler-Konferenz I/O das neue Android P vor, das Nutzern dabei helfen soll, bewusster mit ihrem Smartphone umzugehen. Apps wie YouTube können mit einer zeitlichen Sperre versehen werden, um endlosem Binge-Watchen vorzubeugen. Liegt das Telefon mit dem Bildschirm nach unten, werden alle Mitteilungen und der Vibrationsalarm ausgeschaltet.

Auch der Google Assistant bekommt eine Generalüberholung. Mit sechs neuen Stimmen, darunter u.a. R&B-Musiker John Legend, soll die KI natürlicher wirken. Durch ein besseres Verständnis kontextbezogener Fragen soll es Nutzern erspart bleiben, vor jedem Satz "OK Google" sagen zu müssen. Auch komplexere Fragen sollen für den smarten Assistenten kein Problem mehr sein.

Für die Sicherheit am Steuer führt Google seinen Assistant mit dem Navigator Maps zusammen. Damit beim Autofahren weniger auf dem Smartphone getippt wird, kann so einem anderen mitgeteilt werden, wann man einen vereinbarten Treffpunkt erreicht.

Mit einer neuen Technik namens Duplex soll der Google Assistant Nutzern Telefongespräche abnehmen, um beispielsweise einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren. Durch Sprechpausen, unregelmäßig eingestreute Ahhs und Mhms soll die Stimme der KI besonders realistisch werden. Im Sommer will Google einen ersten Testlauf für Duplex starten.
engadget.com (YouTube), techcrunch.com (Google Maps), techcrunch.com (Duplex), spiegel.de

Uber kooperiert mit der Nasa und will 2020 Lufttaxis testen.

Uber will hoch hinaus und kooperiert für seine Lufttaxi-Sparte Uber Air mit der Nasa. 2020 sollen die ersten elektrischen Test-Taxis in Dallas und Los Angeles abheben. Gemeinsam mit der Nasa will Uber an einer Technologie arbeiten, mit der der Luftraum kontrolliert und Unfälle verhindert werden können. Nach den Testläufen soll Uber Air 2023 offiziell abheben.
cbsnews.com, cnet.com

Snap tauscht Finanzchef Andrew Vollero gegen Amazon-Manager Tim Stone.

Snap, Mutterkonzern von Snapchat, tauscht seinen Finanzchef aus: Tim Stone kommt Mitte Mai von Amazon für Andrew Vollero, der beratend an Bord bleibt. Stone war in seinen 20 Jahren bei Amazon u.a. als Finanzdirektor tätig. Als Willkommensgeschenk erhält er ein Aktienpaket im Wert von 20 Mio Dollar. Mit dem Wechsel reagiert Snap auf die abermals schlecht ausgefallenen Quartalszahlen.
bloomberg.com, handelsblatt.com

Zitat: Inhalte-Chef Ted Sarandos ist gestresst vom Netflix-Angebot.

"Ich schaue normalerweise, was derzeit beliebt ist und wenn ich ausgehe, kann ich über alles reden, was auch alle anderen gesehen haben."

Ted Sarandos, Inhalte-Chef bei Netflix, überfordert das große Angebot auf seiner Streaming-Plattform, verrät er im Interview mit hollywoodreporter.com. Er sei jedes Mal gestresst, wenn er die App öffnet.
hollywoodreporter.com

USA: Softwarefehler verursacht offenbar tödlichen Unfall mit selbstfahrendem Uber-Auto.

Uber: Ein Softwarefehler hat offenbar den tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto verursacht, berichtet The Information. Bei dem Unfall Ende März war eine 49-jährige Fußgängerin beim Betreten der Fahrbahn erfasst. Das Auto habe die Frau zwar erkannt, aber das Signal falsch eingeschätzt und beschlossen, nicht zu bremsen.
theinformation.com (Paid), handelsblatt.com, turi2.de (Background)

"Guardian": Cambridge Analytica hat Facebook-Daten länger gespeichert, als bisher bekannt.


Löschen fehlgeschlagen: Cambridge Analytica hat die Daten von Facebook-Nutzern offenbar länger gespeichert, als bisher bekannt gewesen ist, berichtet der "Guardian". Facebook habe die Datenanalyse-Firma seit 2015 immer wieder aufgefordert, illegal ausgewerteten Daten zu löschen. Cambridge Analytica habe zwar die Rohdaten gelöscht, jedoch die für Mikrotargeting viel wertvolleren Vorhersagemodell zu u.a. psychologischen Gruppierungen in der Bevölkerung weiterhin gespeichert und für den US-Wahlkampf von Donald Trump genutzt. Facebook habe erst im April 2017 eine verbindliche Zusage zur kompletten Löschung erhalten.

Zwei ehemalige Mitarbeiter von Cambridge Analytica haben dem "Guardian" bestätigt, dass die Nutzer-Daten auch noch nach dem US-Wahlkampf auf den Servern der Firma gespeichert waren. Sie seien zwar versteckt worden, wären aber auffindbar gewesen, "wenn man wusste, wo sie waren". Intern habe es den Mitarbeitern gegenüber geheißen, die Daten seien gelöscht und dürften nicht mehr angewendet werden.
theguardian.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: wdv transformiert Print dank Augmented Reality zum Push-Medium.

wdv-Gruppe schafft es, mit Augmented Reality leserfreundliche Ideen umzusetzen, analysiert Jochen Kalka. Der Verlag, der u.a. für die AOK das Versichertenmagazin "Bleib gesund" herausgibt, beflügelt sein Printgeschäft mithilfe der eigens entwickelten AR-App und nutzt Zeitschriften so als Push-Medium für die "gelebte digitale Transformation". Vorsichtig dosierte AR-Inhalte machten Print so für Leser und Werbekunden "plötzlich zum hoch emotionalen Informationskanal".
"Werben & Verkaufen" 19/2018, S. 24-27 (Paid)

Zahl des Tages: Twitter empfiehlt seinen 336 Mio Nutzern, ihre Passwörter zu ändern.

Zahl des Tages: Vogelfreie 336 Mio Twitter-Passwörter sollten aufgrund einer internen Sicherheitslücke geändert werden. Der Fehler sei inzwischen behoben, nicht verschlüsselte Passwörter seien jedoch in einem internen Verzeichnis gespeichert worden. Twitter ruft deshalb alle Nutzer auf, vorsichtshalber ihre Passwörter zu ändern.
money.cnn.com, focus.de, twitter.com

Meinung: ARD und ZDF denken über Schleichwerbung nur bei anfassbaren Produkten nach.

ARD und ZDF achten bei Produktnennungen besonders penibel darauf, dass diese nicht als Schleichwerbung gewertet werden – Ausnahme hierfür sei Facebook, beobachtet TV-Kritiker Hans Hoff. Bei den Öffentlich-Rechtlichen werde an Schleichwerbung nur noch gedacht, "wenn es um anfassbare Produkte geht". Dies sei verständlich, da es neben Facebook kaum Portale "mit ähnlich breitem Zuspruch" gebe. Hoff wirft die Frage auf, ob es dennoch nötig sei, die Alleinstellung des Monopolisten durch dauerhafte Werbung weiter zu festigen.
dwdl.de

Wir graturilieren: Barbara Hans wird 37.


Wir graturilieren: Barbara Hans, Chefredakteurin von Spiegel Online, wird heute 37 Jahre alt. Gefeiert wird in Hamburg und NRW mit Freunden und der Familie. In Gedanken ist sie dabei aber auch in der Redaktion – hier jährt sich in dieser Woche nämlich der Start auf Snapchat Discover. Das "grandiose Snap-Jahr" ist natürlich ein Grund zum Feiern – Barbara Hans hofft, dass die Kollegen es "ordentlich krachen lassen".

In der Bestenliste für das abgelaufene Jahr darf Snap deshalb auch nicht fehlen. "Eine große Freude, jeden Tag aufs Neue" waren u.a. auch Audio, Bento, NextGen und das neue Plus. Gratulationen sind auf allen Wegen gleichermaßen willkommen und kommen z.B. über Facebook und Twitter, per Mail oder Post an.
(Foto: "Spiegel" / Michael Kappeler)

Studie: Deutschland hinkt bei der Digitalisierung im Finanzsektor hinterher.

Digitalisierung im Finanzbereich wird von deutschen Kunden eher schleppend angenommen, ergibt eine Deloitte-Studie. Deutschland landet auf Platz 24 von 38 in einer Gruppe mit Ländern wie Ungarn und Bulgarien. Grund für das schlechte Abschneiden seien vor allem Kunden, die sich nicht auf Veränderungen einlassen und Banking-Apps nicht annehmen würden.
handelsblatt.com

Amazons Alexa: Forscher entwickeln Skill, der Gespräche belauschen kann.

Lauschsprecher: Forscher der Cybersecurity-Firma Checkmarx haben Amazons Alexa mit einem einfachen Taschenrechner-Skill so manipuliert, dass der Smartspeaker nach einer Frage weiter zugehört und die Gespräche transkribiert weitergeleitet hat. Alexas API lässt einen leeren Antwort-Code zu: Alexa denkt, dem Nutzer signalisiert zu haben, dass sie weiterhin zuhört – der Nutzer erkennt dies allerdings nur am dauerhaft leuchtenden Lichtring am Lauschsprecher.
zdnet.com

Facebook löscht 1,9 Mio Beiträge mit extremistischen Inhalten im 1. Quartal 2018.


Lösch-Optimierung: Facebook hat im 1. Quartal 2018 rund 1,9 Mio Beiträge mit extremistischem Inhalt gelöscht oder durch einen Warnhinweis gekennzeichnet, teilt der Konzern in einem Blogbeitrag mit. Die Anzahl habe sich im Vergleich zum Vorquartal verdoppelt. 99 % der Beiträge mit Terror-Propaganda von u.a. dem "Islamischen Staat" oder Al-Qaida seien durch Facebook selbst identifiziert worden, gemeldete Beiträge von Nutzern machten einen verschwindend geringen Anteil aus.

Die EU-Kommission hatte den Internetriesen die Löschung propagandistischer Beiträge innerhalb einer Stunde empfohlen. Bedenkliche Inhalte werden laut Facebook im Durchschnitt bereits nach einer Minute bearbeitet.
newsroom.fb.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Uber schränkt den Zugriff auf Adressen vergangener Fahrten ein.

Uber beschränkt den Zugriff auf Adressdaten – aktuell können Fahrer die genauen Adressen aller Uber-Fahrten eines Nutzers im Verlauf einsehen, auch wenn das Profil längst gelöscht ist. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Beschwerden über Belästigungen besonders durch Nutzerinnen gekommen. Uber reagiere damit auch auf die Neuerungen durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung.
gizmodo.com

EU-Kommission nimmt Shazam-Übernahme durch Apple genauer unter die Lupe.

Apple: Die EU-Kommission leitet eine vertiefte Untersuchung der Shazam-Übernahme ein, berichtet das "Wall Street Journal". Die Wettbewerbshüter befürchten, dass Apple über Shazam Zugang zu Kundendaten konkurrierender Streaming-Anbieter erhalten und diese so gezielt mit Werbung für einen Wechsel ansprechen könnte.
wsj.com (Paid), techcrunch.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Jodel will künftig mit Werbung Geld verdienen.

Jodel, überwiegend von Studenten genutzte App zum anonymen Austausch im Lokalen, will künftig mit Werbung Geld verdienen, berichtet Timo Brücken. Mit Spotify und Sky hat die App aus Berlin erste Werbekunden gefunden. In Zukunft soll jeder Nutzer direkt aus der App gegen Geld Reichweite in seinem Umkreis kaufen können. Jodel will auf diese Weise sowohl Privatnutzer als auch lokale Unternehmen wie Foodtrucks als Kunden gewinnen.
gruenderszene.de

Spotify plant offenbar einen eigenen smarten Lautsprecher für unterwegs.

Spotify könnte bald einen eigenen smarten Lautsprecher auf den Markt bringen, der u.a. im Auto genutzt werden kann, berichtet The Verge. Nutzer hatten zunehmend Anzeigen von Spotify auf ihren Bildschirmen, in denen Abomodelle inklusive Lautsprecher für 12,99 oder 14,99 Dollar beworben wurden. Seit Mitte März testet Spotify intelligente Spracherkennung.
theverge.com, stadt-bremerhaven.de, turi2.de (Background)

Facebook kündigt strengere Kontrollen für politische Werbung an.

Facebook-LogoFacebook lässt politische Werbung nur noch nach vorheriger Verifizierung zu, schreibt Mark Zuckerberg in einem Post. Dazu werden Identität und Standort untersucht, außerdem soll ersichtlich sein, wer für die Anzeige gezahlt hat. Einer Übersicht soll zudem transparent machen, welche Anzeigen eine Seite geschaltet hat.
wired.com, facebook.com (Post Zuckerberg), faz.net