Deutsche Autobauer trotzen mit Here den US-Internetkonzernen.

Here könnte sich zum Erfolgsmodell deutscher Autobauer entwickeln, schreiben Karsten Lemm und Guido Mingels. Seit Audi, BMW und Daimler den Kartendienst von Nokia übernommen haben, investieren sie kräftig in aktuelle Daten und könnten es so schaffen, das Feld nicht US-Internetfirmen zu überlassen. Ziel sei, genaue Echtzeitkarten aller Straßen zu sammeln. Sie werden voraussichtlich für autonomes Fahren nötig sein. Mittlerweile sammeln die Autobauer mit Sensoren in ihren Fahrzeugen Daten und öffnen sich für weitere Partner.
spiegel.de

App Store erzielt im 3. Quartal 93 % mehr Umsatz als Google Play.

Apple vergrößert den Vorsprung vor Google Play – Im 3. Quartal erzielt der App Store knapp 93 % mehr Umsatz, berichtet sensortower.com. Der Gesamtumsatz mit Apps beläuft sich auf 18,2 Mrd Dollar. Apple konnte davon rund 12 Mrd Dollar für sich verbuchen, ein Plus von 23,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Google steigert sich um 21,5 % auf 6,2 Mrd Dollar.
sensortower.com via techcrunch.com

CNBC: Apple plant TV-App mit kostenlosen Video-Eigenproduktionen.


Apple TV reloaded: Apple treibt seine Bestrebungen auf dem Markt der Videodienste voran und plant Anfang 2019 die Veröffentlichung einer TV-App, berichtet CNBC unter Berufung auf Insider. Der Dienst soll für Besitzer von Apple-Geräten kostenlos zur Verfügung stehen. Nutzer von iPhone, iPad oder Apple TV erhalten Zugriff auf Apples Eigenproduktionen sowie ihre Abos von Online-Dienste wie u.a. HBO.

Apple investiert in diesem Jahr knapp 1 Mrd Dollar in Eigenproduktionen. Bei den ca. 24 Shows setzt Apple vor allem auf jugendfreie Inhalte, die ein breites Publikum ansprechen. Damit sollen auch Beschwerden umgangen werden, da die Inhalte allen Nutzern ohne Einschränkung kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Apple hatte im Mai bekanntgegeben, Abos anderer Anbieter direkt über Apple TV verkaufen zu wollen. Angelehnt an das Modell von Amazon Channels sollen Nutzer so keine separaten Apps herunterladen und Abos abschließen müssen.
cnbc.com

Instagram-Gründer treten ab, verlassen Facebook.

Instagram: Die Gründer Kevin Systrom (Foto) und Mike Krieger verlassen ihre Führungspositionen als CEO bzw. Technikchef und in den kommenden Wochen auch den Facebook-Konzern. Sie seien durch zunehmende Einflussnahme aus dem Mutterkonzern frustriert, schreibt Kurt Wagner bei Recode. WhatsApp-Gründer Jan Koum ging bereits Ende April.
nytimes.com, recode.net, techcrunch.com, instagram-press.com, turi2.de (Background)

News-App Upday kommt aufs Tablet und aggregiert bald Audio.


Upday expandiert: Die Samsung-News-App, produziert von Springer, startet mit einer Version für Tablets. Samsung installiert Upday in 16 Ländern auf seinem Tab S4 vor. Chefredakteur Jan-Eric Peters kündigt an, dass die News-App zudem auch Podcasts aggregieren soll. Seine Entwickler arbeiten an einer Testversion.

Die von Upday gesammelten Nachrichten erscheinen auf Samsung-Handys, vernetzten Fernsehern, Uhren und Kühlschränken. Sie verlinken auf die Originalquellen. "FAZ", "Süddeutsche" und "Welt" erzielen laut Peters etwa 5 % ihrer Mobil-Reichweite über Verweise bei Upday. Täglich leite die App 10 Mio Nutzer an Publisher weiter. Innerhalb Updays rufen Nutzer in ganz Europa monatlich 6 Mrd Seiten auf. (Fotos: Springer, Michael Kappeler/dpa)
t3n.de (Podcasts, Peters-Interview), axelspringer.com (Tablet)

"Handelsblatt"-Analyse: Viele Apps erfüllen Datenschutz nicht.

Datenschutz: Viele der gängigen Messenger-, Shopping- und Sharing-Apps erfüllen nicht die Bestimmungen zum Schutz persönlicher Daten, sagt eine "Handelsblatt"-Analyse. Rund ein Drittel der 58 untersuchten Apps erhebe Daten, die es erlauben, einen Nutzer zu identifizieren und über mehrere Apps zu verfolgen. 41 % der Apps lieferten keine oder nur unzureichende Kontaktdaten des Anbieters, bei den Messenger-Apps sogar 70 %. Mehr als ein Viertel habe keine Datenschutzerklärung auf Deutsch.
handelsblatt.com

EU-Kommission erlaubt Apple die Übernahme von Shazam.

Apple darf Shazam übernehmen. In den Augen der EU-Kommission entstehen durch den Deal keine negativen Folgen für den Wettbewerb beim Musik-Streaming. Apple hatte die Übernahme 2017 angemeldet. Die EU-Kommission hatte daraufhin geprüft, ob der Techgigant mit Hilfe der Shazam-Nutzerdaten gezielt Kunden konkurrierender Streaming-Anbieter abwerben könne.
horizont.net, turi2.de (Background)

Facebook plant für Instagram eine eigene Shopping-App.


Shopping Queen: Facebook arbeitet weiter an der Monetarisierung seiner Tochter Instagram und will offenbar mit einer eigenen Shopping-App in den E-Commerce einsteigen, berichtet The Verge unter Berufung auf Insider. Die App könnte dem Bericht zufolge "IG Shopping" heißen. Nutzer sollen die Waren von Händlern, denen sie bei Instagram folgen, direkt in der App erwerben können. Die Entwicklung der App sei noch nicht abgeschlossen, Instagram wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

Mehr als 25 Mio Unternehmen sind bereits auf Instagram angemeldet, vier von fünf Instagram-Nutzern folgen mindestens einem davon. Instagram testet seit Ende 2016 verschiedene Features zum Einkaufen. Unternehmen können Produkte auf Posts verlinken, die Nutzer sie direkt von den Fotos einkaufen. Auch bei Instagram Stories wird diese Funktion aktuell getestet.
theverge.com

Payment-App Cringle stellt Insolvenzantrag.

Bezahl-Startup Cringle meldet Insolvenz an. Mit der App der Berliner Firma können sich Nutzer gegenseitig Geld schicken - ähnlich wie beim großen Konkurrenten Paypal. Grund für den Insolvenzantrag sei die erfolglose Suche nach Investoren für eine Wachstumsfinanzierung, schreiben die Gründer. Der Betrieb laufe vorerst weiter. 2016 hat Springer 1 Mio Euro in Form von Media-Leistungen bei Cringle investiert.
gruenderszene.de, turi2.de (Background)

Sixt rüstet seine Auto-Flotte fürs Mieten per Smartphone um.


Sixt kann freche Werbung, wie hier mit Model Angela Merkel. Das Familienunternehmen will aber auch tief ins #Neuland vordringen. (Foto: Sixt-Plakat aus dem Jahr 2013)

Eine App, alle Autos: Die bayerische Mietwagen-Macht Sixt rüstet seine weltweit 240.000 Fahrzeuge für die Anmietung per Smartphone um. In diesem Jahr sollen die ersten 20.000 Autos bereit sein, berichtet Markus Fasse im "Handelsblatt". An den Flughäfen München und Düsseldorf können Nutzer in wenigen Tagen die ersten Wagen per Handy buchen und losfahren – möglich ist auch eine Kurzzeit-Miete für ein paar Minuten.

Hinter dem Projekt steckt das hausinterne Startup "Project X" mit 450 Entwicklern, Erich Sixts Söhne Konstantin und Alexander sitzen am Steuer. Ihr Auftrag lautet "Project One", in das Sixt 100 Mio Euro investiert. Sixt ist jüngst aus dem Carsharing-Venture Drive Now ausgetreten, BMW zahlte dafür 209 Mio Euro. Sixt behält jedoch den Zugriff auf die Buchungssoftware, die es für Drive Now einst selbst entwickelte. Dank des Know-hows und der riesigen Fahrzeugflotte mutiert Sixt zur Konkurrenz seiner einstigen Tochter.
"Handelsblatt", S. 44-45 (Paid)

Netflix zeigt Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin international.

Netflix wählt für seine internationale Stand-Up-Reihe die deutschen Comedians Enissa Amani, Kaya Yanar und Ilka Bessin, früher Cindy aus Marzahn. Die Aufzeichnung der jeweils 30-minütigen Auftritte findet am 28. August im Quatsch Comedy Club in Berlin statt. Der Streaming-Anbieter lässt für seine Reihe 47 Comedians aus der ganzen Welt auftreten.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Zitat: Jörg Risken setzt bei Egmont Ehapa weiter auf Print.

"In Apps haben wir vor einigen Jahren viel Geld investiert, aber leider ist die Zahlungsbereitschaft für diese Produkte zu gering. Es sind zu viele digitale Lizenzangebote kostenlos verfügbar."

Jörg Risken, Publishing Director Magazine bei Egmont Ehapa, sagt im Interview mit "New Business", dass sich sein Verlag weiter weitgehend auf die Entwicklung und Produktion von Print-Titeln fokusieren will.
new-business.de

Studie: News-Funktion in Messengern wird kaum genutzt.

Messenger-Apps: Nur 16 % der Nutzer empfangen Nachrichten oder Eilmeldungen über Messenger, sagt eine Bitkom-Studie. Nur 10 % nutzen Messenger für den Kontakt mit Unternehmen und z.B. deren Kundenservice. Die restliche Kommunikation ist ausschließlich von privat zu privat, wobei 51 % der Messenger-Nutzer regelmäßig die Telefon-Funktion von WhatsApp und Co benutzt.
bitkom.org

Studie: Foto-Filter in sozialen Medien verschieben die Selbstwahrnehmung.

Soziale Netzwerke: Mit Filtern bearbeitete Fotos verunsichern und stören die Selbstwahrnehmung, warnen Forscher der Boston University. Weltweit verschiebe sich das Schönheitsideal, weil jeder mit ein paar Klicks seine Haut schöner oder die Augen glänzender wirken lassen könne – so wie es bislang vor allem in der Werbung und auf Covern von Zeitschriften zu sehen war.
faz.net

Aktionär verklagt Facebook und Zuckerberg nach Kurssturz.

Facebook-LogoFacebook: Ein Aktionär hat Klage gegen das soziale Netzwerk und Mark Zuckerberg eingereicht. Er fordert Schadensersatz in unbekannter Höhe und strebt eine Sammelklage an, da Facebook und Zuckerberg gegen Kapitalmarktrecht verstoßen hätten. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen war die Aktie am Donnerstag zeitweise um 20 % eingebrochen.
theglobeandmail.com, persoenlich.com, turi2.de (Background)

Analyse: Uber und Lyft verursachen mehr Verkehr in Großstädten.

Taxi-Dienste wie Uber und Lyft verschlimmern die Lage auf den Straßen, untersucht Verkehrsanalyst Bruce Schaller. Der Verkehr auf städtischen Straßen sei um 160 % angestiegen. 2,61 Mrd Passagiere haben die Dienste 2017 genutzt, 37 % mehr als noch 2016. New York City hat angekündigt, die Zahl der Uber- und Lyft-Autos beschränken zu wollen.
businessinsider.de, businessinsider.de (NYC)

Facebook plant eine Tochtergesellschaft in China.


Hinter der Great Firewall: Facebook streckt die Fühler ins Reich der Mitte aus – das soziale Netzwerk plant in China eine eigene Niederlassung, berichtet Reuters. Bei Facebook Technology stünden IT und Investments im Mittelpunkt. Auch der lukrative Markt für Online-Werbung und E-Commerce sei für Facebook in China interessant – hier muss Facebook in Konkurrenz mit den chinesischen Internetgiganten Alibaba, Baidu und Tencent treten.

Facebook ist seit 2009 in China gesperrt und nimmt für die Tochtergesellschaft nun 30 Mio Dollar in die Hand. Facebook Technology will sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu Alibabas Zentrale in Hangzhou niederlassen. In Zhejiang will Facebook mit einem Innovation Hub wertvolle Kontakte zu Startups und Entwicklern ausbauen und diese unterstützen.
reuters.com, theverge.com, it-times.de